Worum es mir geht
Du willst wissen, wer hier hinter den Kursen steht.
Diese Seite gibt dir, was du dafür brauchst: meine Geschichte, meine Lehrhaltung und die Praxis, aus der meine Arbeit kommt.
Ich fotografiere seit 1983 und unterrichte seit 1996. Ich arbeite immer noch mit demselben Anspruch, mit dem ich angefangen habe: Hobbyfotografen ernst nehmen und ihnen auf Augenhöhe begegnen.
- Fotografiere seit
- 1983durchgehende fotografische Praxis
- Lehre seit
- 1996über 30 Jahre Unterrichtserfahrung
- Fachbücher
- 9bei namhaften Verlagen
- Einzel-Feedbacks
- 6.600+dokumentiert in der Inspiclass
Dipl.-Designer (FH) · 13 Semester Fotografie, Fachhochschule Dortmund
Warum ich lehre
Mein erster VHS-Kurs hat mir etwas Grundsätzliches gezeigt
Mit 26 habe ich meinen ersten Fotokurs an der VHS gegeben. In der Vorstellungsrunde sagte ein Teilnehmer, er fotografiere seit 25 Jahren. Das hat mich kurz erschreckt. Am Ende des Abends war klar: Lange Praxis allein führt nicht automatisch zu echter Entwicklung und besseren Fotos.
Diese Erfahrung ist geblieben. Seitdem beschäftigt mich dieselbe Frage: Was hilft jemandem fotografisch wirklich weiter?
Später gab es noch einen zweiten Wendepunkt. Als ich meiner damaligen Freundin (heute meine Frau) das erste Kapitel meines ersten Buches zu lesen gab, bekam ich einen klaren Satz zurück: „So kannst du das nicht schreiben, du verlierst den Leser komplett aus dem Blick." Sie ist Grundschullehrerin und denkt von Berufs wegen vom Lernenden aus, nicht vom Wissen des Lehrenden. Ich habe mich danach intensiv mit Didaktik beschäftigt. Seitdem gehört für mich zur Fotografie immer auch die Frage, wie Lernen wirklich funktioniert. Diese beiden Erfahrungen hängen direkt zusammen: gute Fotografie und gute Vermittlung brauchen beide Klarheit. Daraus ist meine Art zu unterrichten gewachsen: Ich frage mich vor jeder Erklärung, was du gerade brauchst, statt zu zeigen, was ich alles weiß.
Wie ich arbeite
Beim Lernenden anfangen, beim Bild verlangsamen
Was mich über die Jahre geprägt hat, ist nicht nur meine eigene fotografische Praxis. Entscheidend war die Einsicht, dass gute Lehre nicht bei meinem Wissen beginnt, sondern bei der Frage, was dir in deiner jetzigen Situation wirklich weiterhilft. Nicht zu viel. Nicht zu wenig. Sondern genau das, was gerade dran ist. Ich nehme dich ernst, egal ob du gerade die erste Kamera ausgepackt hast oder seit zwanzig Jahren fotografierst.
Inhaltlich sehe ich in meinen Kursen immer wieder denselben Autopilot-Ablauf: Anfänger sehen ein Motiv, bleiben stehen, zoomen heran, stellen irgendetwas an der Kamera ein und lösen aus. Fortgeschrittene sind oft schon weiter: sie wählen die bessere Perspektive, treffen die Einstellungen bewusster, achten auf Licht und Schärfe. Aber im Kern arbeiten beide gleich. Beide reagieren nur auf das Motiv, als würde sich die Wahl der fotografischen Mittel von selbst daraus ergeben. Dabei ist das erst möglich, wenn du weißt, was genau du fotografieren willst.
Übersprungen wird der Schritt davor: sich zu fragen, was du über das Motiv hinaus eigentlich zeigen willst. Ein einziges Motiv kann sehr verschiedene Bilder mit völlig unterschiedlichen Aussagen ergeben. Diese Wahl wird übergangen, weil sie sich nicht aufdrängt. Sie passiert nur, wenn du sie aktiv triffst.
Genau hier setze ich an. Ich verlangsame den Ablauf an dieser einen Stelle. Vor dem Auslösen entscheidet sich, ob ein Bild trägt oder nur entsteht. Diese eine Frage zieht sich durch all meine Formate, vom Einsteigerkurs bis zum Coaching: Was willst du eigentlich zeigen?
Was ich konkret tue
Drei Achsen meiner Arbeit
Ich fotografiere selbst. Dazu gehört meine eigene fotografische Praxis, schwerpunktmäßig Porträt und Akt, und die Arbeit mit Wetplate (mehr dazu unten), bei der eine bewusste Bildentscheidung eine absolute Voraussetzung ist. Wer Akt fotografiert, lernt zwangsläufig, was wertschätzender Umgang mit Menschen wirklich heißt. Diese Haltung prägt auch meine Arbeit mit dir.
Ich unterrichte. Der Sicher fotografieren-Einsteigerkurs öffnet seit 1996 einen Eingang in die Fotografie für viele Anfänger, dazu kommen Selbstlernkurse und DeepDives und die Inspiclass als laufendes Feedbackformat. In über 30 Jahren Lehre habe ich gesehen, dass fast alle Hobbyfotografen die gleichen Fragen haben. Genau aus dieser Beobachtung sind meine Kurse gewachsen.
Ich begleite. In der individuellen Arbeit geht es um Kompass und Coaching für Menschen, die ihre fotografische Entwicklung persönlicher ausrichten wollen. Dort geht es nicht um fertige Antworten, sondern um genaue Fragen, konkrete Bilder und eine Richtung, die zu deiner eigenen Praxis passt. Mich bewegt immer wieder, wie viel klarer eine fotografische Entscheidung werden kann, wenn sie im richtigen Moment gemeinsam angeschaut wird.
Worauf du dich verlassen kannst
Erfahrung, die du in unserer Zusammenarbeit spürst
- Fotografische Praxis seit 1983
- Selbständig als Fotograf seit 1989
- Lehrerfahrung seit 1996 — über 30 Jahre Unterrichtserfahrung
- Vollständig selbständig als Fototrainer seit 2010
- 13 Semester Studium Visuelle Kommunikation, Fachrichtung Foto-/Film-Design an der Fachhochschule Dortmund, Abschluss als Dipl.-Designer (FH)
- 9 Fachbücher bei namhaften Verlagen: Verlag für die Deutsche Wirtschaft, Data Becker, Markt und Technik, BHV-Verlag
- Über 6.600 dokumentierte Einzel-Video-Feedbacks in der Inspiclass
- Tausende Kursteilnehmer in über 30 Jahren
- Wetplate-Praxis als Teil meiner künstlerischen Arbeit
Was das für dich heißt: Du bekommst Erklärungen aus eigener Praxis, in über 30 Jahren Lehre erprobt und an der Frage geschliffen, wie Lernen wirklich funktioniert. Diese Liste ist deshalb kein Lebenslauf zur Selbstdarstellung, sondern die Begründung für die Art, wie ich mit dir arbeite.
Einen Teil dieses Wissens gibt es auch als sofort verfügbare eBooks — meine Bücher.
Haltung
Meine eigene Fotografie erklärt etwas über meine Lehre
Ich arbeite mit dem historischen Wetplate-Verfahren, einem seltenen, handwerklich anspruchsvollen Kollodium-Nassplatten-Verfahren aus dem Jahr 1851. Dabei wird eine Glasplatte vor Ort frisch mit Silber beschichtet und dadurch lichtempfindlich gemacht, sofort belichtet und entwickelt, bevor das Kollodium trocknet. Bis eine Platte fertig ist, vergehen schnell 30 Minuten. Jeder Fehlschuss ist direkt ein Drama.
Dieses Verfahren verzeiht keine fotografische Beliebigkeit, keinen Schuss, ohne zu wissen, was du zeigen willst. Klarheit ist hier keine Option, sondern absolute Voraussetzung für zielgerichtetes Fotografieren.
Darum stelle ich dir Wetplate nicht als Kuriosität vor, sondern als Erklärung für meine fotografische Haltung. Mein Verständnis von Bildentscheidung kommt aus meiner eigenen Praxis, in der jede Aufnahme zählt.
Aus dieser Praxis ist mein Konzept der Bildtragfähigkeit gewachsen: die Fähigkeit eines Fotos, aus sich heraus zu bestehen, ohne Erklärung, ohne Kontext, ohne dass du eine Geschichte dazu erzählen musst. Dieser Begriff ist nichts für den Anfang. Er wird relevant, wenn du technisch und gestalterisch schon vieles kannst und wissen willst, woran du erkennst, ob ein Bild wirklich trägt. Mehr dazu auf Bilder verstehen.
Abseits der Kamera
Was mir außerdem wichtig ist
Mir geht es gut — und aus Dankbarkeit dafür gebe ich etwas zurück: Über die Plattform Kiva unterstütze ich mit Mikrokrediten Menschen in Entwicklungsländern beim Aufbau ihrer kleinen Existenz, bevorzugt Frauen mit Kindern im südlichen Afrika.
Warum mir das wichtig ist, liest du auf Soziales Engagement.
Wo stehst du?
Weißt du schon, wo du stehst?
Die passende Stufe findest du direkt:
- Stufe 1 · Sicher fotografieren — wenn du noch am Anfang bist und Sicherheit suchst
- Stufe 2 · Bewusster gestalten — wenn die Technik sitzt und du gezielter gestalten willst
- Stufe 3 · Bilder verstehen — wenn dir ein eigener Maßstab wichtig wird
- Stufe 4 · Klarheit finden — wenn du persönliche Klärung suchst
Noch unklar, wo du stehst? Die Übersicht auf der Startseite hilft weiter.