Das Wetplate-Verfahren und meine künstlerische fotografische Arbeit

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Wetplate-Foto
Model: Annika Opitz

Wetplate – das nasse Kollodium-Verfahren, aus dem die Ambrotypie hervorgeht – ist eine fotografische Technik aus dem 19. Jahrhundert: Die lichtempfindliche Schicht wird unmittelbar vor der Aufnahme von Hand auf eine Glas- oder Metallplatte gegossen und noch feucht belichtet und entwickelt. Jede Platte ist ein Unikat. In diesem Artikel geht es ausnahmsweise einmal nicht darum, was ich für dich tun kann, damit du ein besserer Fotograf wirst. Ich möchte dir erzählen, wie ich zur Fotografie fand, von Beginn an einen künstlerischen Weg suchte – und über Umwege bei genau dieser alten Technik gelandet bin.

Seit meiner Jugend fotografiere ich, und in diesen Jahrzehnten ist einiges passiert: Das Leben hat sein Bestes gegeben, mich hier und da vom Pfad der Tugend abzubringen. Aber ich habe auch viel fotografiert, 13 Semester Fotografie studiert, massenhaft Aufträge erledigt und unzählige Fotokurse gegeben. Nach all dieser Entwicklung konnte ich mir nur verwundert die Augen reiben, dass ich 2019 die Fotografie noch einmal auf eine ganz neue Art entdecke und zu meinen künstlerischen Wurzeln zurückkehre. Davon handelt dieser Artikel.

Dieser Beitrag ist lang und persönlich – eher etwas für meine „echten“ Fans. Die ausführlichen Hintergründe habe ich in aufklappbare Abschnitte „Die ganze Geschichte“ gepackt: Klapp sie auf, wenn du es ganz genau wissen willst, oder überspring sie und lies nur den Haupttext. Es geht hier um meine künstlerische Arbeit – den kreativen Ausgleich zu meinem Alltag als Fototrainer, der ich selbstverständlich bleibe.

Meine künstlerischen Anfänge

Fangen wir ganz vorne an. Ich hoffe, du hast Lust, mich als Künstler zu entdecken.

Mein Start: Kühe und Bäume im Morgennebel

Die ganze Geschichte

Ich war 15 Jahre alt und auf einem Lehrgang der Jugendfeuerwehr, der ich damals angehörte. Vier Jahre vorher sprach mein Vater zu mir und meinem Bruder: „Ihr müsst was tun, Jungs! Ich habe mich schon mal schlau gemacht: Entweder geht ihr zu den Messdienern oder zur Jugendfeuerwehr!“ Die Entscheidung war ja wohl einfach.

Die Jugendfeuerwehr bei uns im Stadtteil war eine klasse Sache: jede Woche mit anderen Jugendlichen verschiedenste Übungen, Zeltlager mit Lagerfeuer-Romantik und eine humanistische Grundbildung mit sinnvollem Dienst an der Gesellschaft. Ein fehlinformierter Schelm, der die Freiwillige Feuerwehr als Säufertruppe abstempelt!

Auf diesem Lehrgang, bei dem ich meinen Jugendgruppenleiter-Schein machen sollte, hatte ich einen langweiligen ersten Abend vor mir. Es war Fußball-Europameisterschaft und die deutsche Mannschaft spielte gegen irgendeine andere. Da ich mit Fußball nichts am Hut hatte, schlich ich stattdessen durch die Lehrgangsstätte und fand mich schließlich in der Bibliothek wieder. Dort fiel mir ein Buch über Fotografie in die Hand, und es war um mich geschehen! Von meinem mickrigen Taschengeld kaufte ich in der darauffolgenden Woche einen Schwarz-Weiß-Film von Ilford, legte ihn in die Dakora Dignette meines Vaters ein und machte meine ersten Fotos.

Ich ging frühmorgens in die Wiese hinter meinem Elternhaus und fotografierte die dort stehenden Kühe im Morgennebel. Ich kam mir vor wie ein wirklich großer Künstler.

Kontaktabzug von meinem ersten Schwarz-Weiß-Film
Der Kontaktabzug von meinem ersten Film.

Die ersten Jahre

In den darauffolgenden Jahren gab ich mein Bestes, um mit meiner Kamera Fotos zu machen, die mir selbst gefielen und die ich für künstlerisch wertvoll hielt. Am liebsten fotografierte ich Menschen – das war so vielfältig.

Die ganze Geschichte

Keine Ahnung, wie ich darauf kam, Kunst machen zu wollen. Irgendwie scheinen die Gene meiner Vorfahren, die sich überwiegend mit Landwirtschaft den Lebensunterhalt verdienten, nicht bei mir angekommen zu sein.

Mit diesem Hintergrund war es dann auch klar, dass ich nicht zuerst eine künstlerische Ausbildung anstrebte, sondern erst einmal etwas „Sicheres“. Doch auch während dieser Zeit, die mich zehn Jahre meines Lebens in einer Amtsstube vergeuden ließ, habe ich immer weiter fleißig fotografiert, wenn auch mit weniger künstlerischem Anspruch. Ich war halt jung und brauchte das Geld.

Doch in all jener Zeit habe ich immer wieder davon geträumt, mit meiner Kamera künstlerisch tätig zu sein. Jedem, der es hören wollte – und auch jenen, die es nicht interessierte –, erzählte ich, dass ich eines Tages Fotografie studieren wollte. Das ließ mich einfach nicht los.

Das Studium

So habe ich nach zehn Jahren den Absprung geschafft und an der Fachhochschule Dortmund Design studiert. Damals war die FH Dortmund eine der wenigen Hochschulen in erreichbarer Nähe, die eine Ausbildung in Fotografie anboten.

Die ganze Geschichte

Ich habe dort eine sehr breit angelegte Ausbildung erfahren: Ich studierte Gestaltungslehre, Fotografie/Film, Foto/Film-Design, Konzeption & Entwurf, Typografie, Foto-Technik, Sach- und Prozessdarstellung, Fotografik, Kunstwissenschaft, Experimentelles Gestalten, Ausstellungsdesign, Bildanalyse und Kommunikationssoziologie und -psychologie.

Im Jahr 2003 schloss ich mit dem Diplom ab und dachte über eine Karriere als Modefotograf in Paris, London oder New York nach. Ich entschied mich dagegen. Heimat, Familie und so.

Ein besonderer Schwerpunkt im Studium war die Mode- und Peoplefotografie. Mich reizte es ungemein, wie ein Regisseur zu inszenieren, meinen Protagonisten das Letzte abzuverlangen und unter die Oberfläche zu schauen, wo immer es möglich war.

Im folgenden Video siehst du meine letzte analoge Mappe, die ich kurz vor Ende meines Studiums erstellt hatte: schöne, saubere, klar gestaltete Fotografie mit einem leichten Hang zum Visuell-Unperfekten. Technisch aber so perfekt gemacht, dass ein Negativ nur abgezogen werden musste und das Foto auch ohne Photoshopperei einfach gut aussah.

Ich habe aber auch immer schon sehr gerne experimentiert. Während des Studiums lernte ich, dass die Überlagerung von chemischen Malereien und „normaler“ Fotografie zu außergewöhnlich tiefgründigen Fotos führt. Photoshop war dafür nötig und es ermöglichte mir, mit diesen beiden „Rohstoffen“ die Kuh fliegen zu lassen.

Die ganze Geschichte

In der Chemischen Malerei malst du mit SW-Fotochemie auf SW-Fotopapier – da erwartet doch jeder ein Ergebnis in Schwarz-Weiß, oder? Weil du hier aber alle Prozesse wild durcheinanderbringst und Entwickler, Stoppbad und Fixierbad nicht so einsetzt, wie es eigentlich geschehen sollte, bilden sich neue chemische Verbindungen, die zu faszinierenden Farbspielen führen. Vor allem Braun- und Grautöne, aber manchmal und mit Glück auch Grün-, Blau- und Violett-Pink-Töne waren drin.

Das hatte mich schon vor dem Studium begeistert – und im Studium erst recht. Hier ein paar besonders schöne Beispiele:

Im Fach Experimentelle Gestaltung konnte ich die Begeisterung für diese Art von Fotografie in ein Buchprojekt einbringen. Im folgenden Video siehst du dieses Projekt, bei dem ich das Gedicht „Wilder Park“ von Stefan George visualisierte.

Die Zeit nach dem Studium

Nach dem Studium war es erst einmal aus mit der Kunst – das reale Leben hatte mich gepackt: heiraten, Kind, Hauskauf. Also habe ich viel für Kunden gearbeitet, die Logos, Briefköpfe oder Websites brauchten. Ich war immer noch jung und brauchte das Geld.

Die ganze Geschichte

Sechs Monate nach meinem Diplom wurde ich Vater. Als meine Frau und ich 15 Jahre zuvor über Kinder sprachen, verlangte ich von ihr, dass sie trotz Kinder weiterhin arbeiten gehen sollte. Ich konnte mir das Zusammenleben mit einer „nur“ Hausfrau gar nicht vorstellen – in meinem Elternhaus hatte ich das erlebt, und so wollte ich es nicht.

Dass das 15 Jahre später bedeuten würde, dass auch ich täglich Zeiten der Kindererziehung in mein Leben einbauen musste, ahnte ich damals noch nicht. Aber so kam es, dass ich direkt nach dem Studium gar nicht richtig in die Akquise gehen konnte, weil ich das unstete Leben eines Fotografen so nicht hätte leben können.

Also habe ich viele Jahre lang mehr allgemeine Designjobs erledigt, als dass ich fotografiert hätte. Das lief auch ganz gut, bis 2009 die Weltwirtschaftskrise nicht nur die Lehman Brothers erledigte, sondern auch mich an den Rand des Ruins führte. Bis dahin hatte ich mich wirklich aufgeopfert für meine Kunden, bin jede Extrameile gegangen, die sich mir bot.

Und wie wurde mir das gedankt? 2008 war finanziell mein bis dahin bestes Jahr. Als dann Ende Januar 2009 keine neuen Aufträge mehr hereinkamen, rief ich bei einigen Kunden an. Überall hörte ich das Gleiche: „Herr Kettermann, wir haben derzeit kein Geld für Werbung. Es ist Wirtschaftskrise, und wir müssen unsere Mitarbeiter halten!“

Was für ein Schock. Da gibst du wirklich alles für deine Kunden und wirst dann fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Ich habe daraufhin die beste Entscheidung meines Lebens getroffen. Ich dachte: „Wenn ich meinen Kunden so wenig wert bin, dann sollen sie sich jemand anderen suchen.“ Wenn ich schon kein Geld verdienen würde, dann wenigstens mit dem, woran mein Herz hing – der Fotografie.

Fotokurse – meine Berufung

Später ließ ich meine bisherigen Design-Kunden ziehen und eröffnete eine Fotoschule in meiner Heimatstadt. Fünf Jahre lang habe ich dort fast jedes Wochenende einen Fotokurs oder Fotoworkshop gegeben und gelernt, wie das Vermitteln fotografischer Inhalte optimal gelingt.

Schon vor meinem Studium hatte ich begonnen, bei der örtlichen VHS Fotokurse zu geben. Und auch während meiner Zeit als Student habe ich das getan. Doch diese intensive Zeit und die vielen Kurse zeigten mir, wofür ich auf dieser Welt bin: In diesen Fotokursen hatte ich meine Berufung gefunden.

2015 habe ich dann kurzerhand meine Fotoschule in die Online-Welt verlagert, denn meine Heimatstadt ist nun wirklich nicht der Nabel der Welt und die Anzahl der Kunden begrenzt. Eine richtig gute Entscheidung: Heute habe ich Kunden zwischen Buenos Aires und Phuket.

Künstlerisch ist in dieser arbeitsreichen Zeit allerdings so ziemlich gar nichts passiert. Ab 2015 habe ich regelmäßig in meinem Blog Artikel veröffentlicht und einen Newsletter geschrieben. Und irgendwie bist du dann bei mir herausgekommen – und voilà, hier sind wir.

Künstlerischer Neustart

Nachdem ich über so viele Jahre mit der Fotografie zu tun hatte, hatte sich eine gewisse Routine eingestellt. Ich kannte alles, was ich wissen musste. In meinen Kursen blieb so ziemlich keine Frage unbeantwortet, und immer hatte ich für meine Leser, Kunden und Kursteilnehmer einen guten Tipp parat. Auch die Fotojobs meiner Kunden waren keine echte Herausforderung mehr.

Doch was war mit meinen freien Arbeiten? Was war mit der Kunst? Das blieb in den Jahren der Kindererziehung, dem Umbau unseres alten Hauses und der vielen Arbeit auf der Strecke.

Die ganze Geschichte

Gerade 2019 musste ich noch einmal richtig ran: Ein größerer Umbau in unserem Haus sorgte dafür, dass ich fast permanent mit allen möglichen Dingen beschäftigt war – nur nicht mit der Fotografie. Als der Umbau Anfang September 2019 soweit erledigt war und ich langsam wieder aufatmen konnte, kam mir der Gedanke, etwas für mich zu tun.

2019 wollte ich wieder künstlerisch tätig sein. Doch was tun, womit beschäftigen, welche Fotos machen? Ich nutzte ein paar schöne Tage im Garten, um mir klarzuwerden, was ich wollte.

Die ganze Geschichte

Schon 2018 fing ich wieder mit der analogen Fotografie an. Ich kramte meine Sinar aus alten Studententagen aus dem Keller hervor und belichtete erste SW-Filme. Obwohl ich nach meinem Studium beschlossen hatte, nie wieder analog zu arbeiten, schüttelte ich jetzt wieder mit Wonne meine Entwicklerdose.

Denn nach dem Studium war ich fertig mit dem Fotolabor: Ich hatte in den 20 Jahren davor fast täglich im Labor gearbeitet und war es einfach satt, in dunklen, muffigen Kellern meine Arbeit zu verrichten. Wie schön war es doch, in einem hellen Raum an einem Computer zu sitzen, keine Chemiedämpfe einzuatmen und es muggelig warm zu haben! Doch irgendwie war mir die „normale“ Fotografie – egal ob analog oder digital – zu clean.

Und wie das so ist, wenn du dich sehr intensiv mit einem Thema beschäftigst: Irgendwie kommt eins zum anderen, und plötzlich weißt du, was du zu tun hast. Ich entdeckte irgendwo im Internet Fotos mit einer Authentizität und Tiefe, die mich umgehauen haben.

Was war das? Ein altes Verfahren namens Ambrotypie, auch Wetplate genannt. Zuletzt im Studium mal irgendwo gesehen, aber nie weiter beachtet. Doch nun war mein Interesse geweckt: Diese Art zu fotografieren hatte etwas, das mein Herz und mein Hirn gleichermaßen ansprach. Und auch die mitunter auftretenden Prozessspuren, die mich an meine chemischen Malereien erinnerten, taten ihr Übriges, meine Begeisterung zu wecken.

Ein Wetplate-Workshop und die Zeit danach

Spontan bin ich auf einen Wetplate-Workshop nach Berlin gefahren. Bei Daniel Samanns, einem Urgestein der aktuellen deutschen Wetplate-Fotografie, wollte ich dieses Verfahren erlernen. Die Wetplate-Porträts, die er zeigte, und der Workshoptitel „Magic Portraits“ gefielen mir ausgesprochen gut.

Zwei Tage lang haben wir den Wetplate-Prozess in all seinen Einzelheiten kennengelernt. Die Details über den Prozess und die Kameratechnik lasse ich hier bewusst aus – das würde den Rahmen dieser persönlichen Geschichte sprengen. Aber ein paar Handyfotos habe ich für dich:

Chemikalien und Gerätschaften für das Wetplate-Verfahren
Irgendwie alchemistisch: einige Utensilien für das Wetplate-Verfahren.
Daniel Samanns stellt im Workshop eine große Holzkamera ein
Fototrainer Daniel Samanns im Workshop beim Einstellen der Holzkamera. Die anderen Teilnehmer habe ich unkenntlich gemacht.

Seit diesem Workshop hat die Fotografie für mich eine ganz neue Faszination, die mich ungemein fesselt. Ich habe das Gefühl, in meiner künstlerischen Arbeit endlich angekommen zu sein. Mir scheint, als hätte sich nach Jahrzehnten ein Kreis geschlossen.

Alte Großbildkamera aus Holz auf einem Stativ
Meine Großbildkamera, eine alte KAMERAdin aus DDR-Produktion. Mittlerweile ersetzt durch eine Sinar P2 mit mehr Möglichkeiten.

In der Wetplate-Fotografie kommt einiges zusammen:

  • handwerklich-saubere Arbeit mit einer Großbildkamera (das sind die Kameras, unter denen du als Fotograf hinter einem schwarzen Tuch verschwindest) im Format 18 × 24 cm, die eine unglaubliche Qualität liefert,
  • die Prozessspuren, die allein durch das handwerkliche Prozedere entstehen und mich an meine Chemische Malerei erinnern,
  • das Lichtsetzen, das ich auf ganz neue Weise erlernen muss, um überhaupt spannendes Licht zu erhalten, und
  • das Wissen, dass jeder Schuss ungemein viel Arbeit macht, extreme Konzentration auf das Wesentliche erfordert und dadurch am Ende ein einzigartiges Unikat entsteht.

Diese Kombination reizt mich, fasziniert mich und lässt mich die Ergebnisse mit tiefster Zufriedenheit betrachten.

Wetplate: die Ergebnisse

Am Ende bleiben alle diese Worte belangloses Gewäsch, wenn die Fotos langweilig sind. Daher zeige ich dir ein paar Wetplate-Beispiele, die mir ganz gut gelungen sind.

In meiner künstlerischen Arbeit fotografiere ich im Bereich Porträt und Akt. Denn der menschliche Körper – und dazu zählt natürlich auch das Gesicht – ist für mich ein Kunstwerk, das in mir auf unvergleichliche Weise das Verlangen weckt, es für die Ewigkeit festzuhalten. Dabei sind mir Alter, Gewicht und Maße nebensächlich; allein der Ausdruck zählt.

Ein kurzer Technik-Exkurs am Rande (der Grund, warum ich überhaupt so große Platten nutze): Bei analogen Kameras gilt genau wie bei digitalen, dass die Schärfentiefe mit der Größe der lichtempfindlichen Fläche abnimmt – je größer der Sensor beziehungsweise die Platte, desto geringer die Schärfentiefe. Deshalb nutzen Porträt- und Hochzeits- und allgemein die meisten Peoplefotografen Vollformat-Kameras, während kleinere Sensoren mehr Schärfentiefe mitbringen und sich eher für Makro und Landschaft eignen. Für meine Wetplates nutzte ich anfangs die extreme „Sensorgröße“ von 18 × 24 cm, mittlerweile das 8×10-Zoll-Format der Sinar (um im heutigen Jargon zu bleiben; eigentlich heißt das hier Plattengröße). Dieses Format ist mehr als 100-mal so groß wie das beliebte APS-C-Format bei Digitalkameras – und sorgt entsprechend für eine extrem geringe Schärfentiefe.

Das macht die Arbeit manchmal schwieriger, ergibt aber auch eine besondere Wirkung: Gerade diese Wetplates zeigen – nach meiner bescheidenen Meinung – eine aufrichtige „Echtheit“, die manche Modelle erst einmal tief Luft holen lässt. Manche müssen sich an ihr Foto gewöhnen und wissen im ersten Moment nicht, was sie sagen sollen. Letztlich waren aber bisher alle begeistert – nicht nur vom sehenswerten Prozess, sondern vor allem vom „Magischen“ in diesen Porträts.

Wetplate-Porträt, im Kollodium-Verfahren entstanden
Wetplate-Porträt
Model: Annika Opitz
Wetplate-Porträt
Model: Viktoria
Wetplate-Porträt
Model: Lars Rubarth
Wetplate-Aufnahme
Wetplate-Porträt
Model: Lady Elria
Wetplate-Aufnahme
Wetplate-Aufnahme
Wetplate-Aufnahme

Jetzt interessiert mich deine Meinung über das Wetplate-Verfahren und die Fotos, die dabei entstehen. Was hältst du davon? Findest du Wetplate spannend? Was ist dir besonders aufgefallen? Schreib mir gern einen Kommentar – ich freue mich darauf.

Und wenn du wissen möchtest, wie aus dem Jungen mit der geliehenen Kamera überhaupt ein Fotograf wurde: Weiterlesen: Wie ich fotografieren lernte.

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49 Kommentare
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Günter Schürhoff

Hallo Karsten,
habe bisher von der Wetplate-Technik noch nichts gehört. Danke für deine Erklärungen. Finde deine so entstandenen Bilder faszinierend – für mich echte Kunstwerke.

Gruss Günter

Christiane Weber

Hallo Karsten,
für mich ist das alles auch ganz neu. Da ich erst im letzten Jahr eine Kamera bekommen habe und durch familiäre Probleme kaum Zeit hatte mich mit Fotografie zu befassen, ist die Wetplate-Technik für mich erst mal nicht so interessant. Ich finde es aber faszinierend was man alles machen kann. Dein Artikel hat mir aber auch gezeigt, dass es nie zu spät ist seiner Berufung zu folgen. Danke dafür. Im letzten Jahr stand für mich auch eine berufliche Umorientierung an und ich weiß jetzt, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.
Ich hoffe, im neuen Jahr die Zeit zum ausgiebigen fotografieren zu finden und freue mich auf Neues von dir. Bevorzugt soll es bei mir die Landschaftsfotografie sein aber man weiß ja nie.
Liebe Grüße und auch für dich ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2020.
Christiane

Manfred Klimmeck

Hallo Karsten,
Vielen Dank für diesen sehr persönlichen Einblick in Dein Leben, Üblicherweise gebe ich keine Kommentare ab und beteilige mich nicht an Blogs. Dieser Artikel hatte aber etwas philosophisches und passt zur Sinnfindung des Lebens und somit hervorragend zur Zeit des Jahreswechsels. Ich hatte früher auch in Laboren die Entwickler-Flüssigkeit erwärmt, um die ASA zu erhöhen, mehrere Fotos übereinandergelegt und andere Dinge versucht, ohne vorher das Ergebnis zu kennen. Es ist daher definitiv eine andere Welt als Photoshop. Da jedes Verzetteln zu Frust führt, bleibe ich aber bei der digitalen Fotografie. Das Wetplate-Verfahren als solches ist im konkreten für mich somit uninteressant. Allerdings finde ich die Ergebnisse im reinen Sinne des verwendeten Wortes „beeindruckend“. Ich bin mir aber sicher, dass man etwas vergleichbares auch im digitalen Umfeld „generieren“ kann. Wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich gerne auch so tolle Bücher schreiben, wie Du; aber ich kann halt nicht. Da Du ganz bewusst diese Form der offenen Kommunikation gewählt hast, hier eine Idee für ein neues Buch. Die Beschreibung von „make off“. Pavel Kaplun hat ein ganzes Buch über ein einziges Foto geschrieben. Soweit würde ich nicht gehen wollen. Aber eine Seite (am schönsten wäre DIN A4) mit einem Foto und drei Seiten über die Entstehung, verwendete Technik, Tücken, Fallen und Tricks. Wetplate wäre dann eines dieser Bilder. Gerne würde ich auch Fotos erschaffen, die wie Bilder des MalerS Edward Hopper aussehen oder Stilleben von Cezanne oder natürlich auch Fotos anderer Fotografen, bei denen man nicht weiß, wie so etwas entstehen kann etc. Etc. Ein Aufruf an Deine Fan-Gemeinschaft und Du bekommst bestimmt 100e an Bildern als gewünschte Beispiele. Ich alleine könnte schon 50 Beispiele beisteuern. Je nach Reaktion ergäbe sich hier ein neues Geschäftsfeld mit einem Alleinstellungsmerkmal-Merkmal am Markt. Zumindest würde Geldverdienen dann wieder etwas mehr an den Spaß-Faktor der künstlerischen Selbstverwirklichung heranrücken.

Ich wünsche viel Freude mit Deiner künstlerischen Zukunft.

Liebe Grüße

Manfred

Catharina Dreisigacker

Faszinierende Bilder und interessant von neuen Techniken zu hören, allerdings im Moment nichts für mich. Ich beschäftige mich zur Zeit mehr mit der Foodfotografie und Werbefotografie, dazwischen ein paar Tieraufnahmen und Lightpainting – alles natürlich als nicht kommerzieller Fotograf. Ich bin noch in der Experimentierungsphase und zweifle mit wachsender Begeisterung an meinem Können 🙂 Liebe Grüße aus der Südpfalz und ein gesundes und erfolgreiches 2020

Brigitte

Hallo Karsten Kettermann. Habe die Langversion Deines Berichts gerne gelesen und kann nur sagen: Hochachtung vor Deiner Entwicklung und Deinen Leistungen. Wenn ich ehrlich sein soll, ist die Wetplate-Technik für mich aber nicht interessant. Deine Ergebnisse ja, denn ich sehe mir die Bilder gerne als „Konsumentin“ an.
Für meine Fotografie-Interessen bin ich begeistert von Deinen gut verständlichen Tipps, Hinweisen und Anleitungen, von denen ich einige schon praktisch ausprobiert habe oder anwende. Ich bin keine „große Fotografin“, habe aber Spaß mich mit Kamera und Objektiven zu beschäftigen und auf Mozivsuche zu gehen ( das müsste ich viel öfter tun). Toll ist für mich, dass ich mich seit einiger Zeit dazu auch mit meinem erwachsenen Sohn (https://instagram.com/simon.k.street.photography?igshid=1s3s127joqcyh) austauschen kann, der seit einem Jahr auch fotografiert. Sorry, für meinen langen Komentar, der wenig zur Wetplate-Technik aussagt. Aber Danke für das riesige uneigennützige Engagement für Fotoamateure. Mit bestem Gruß und viel Erfolg für die Wetplate-Kunst im neuen Jahr, Brigitte Doetsch. P.S. Ich überlege, ob ich nicht ein Fotocoaching buche ….

C

Lieber Karsten,
danke für den Einblick in deine Lebensgeschichte, aus der hervorgeht… zum Lernen ist es nie zu spät.
Von der Wetplate-Technik habe ich noch nie was gehört, finde es aber spannend, dass man die „alten Techniken“ mit neuen Impulsen versehen kann und daraus was faszinierendes entsteht.
Gerne gucke ich mich die Fortsetzung davon an, auch wenn ich es für
mich noch nicht Teil der Fotografie werden wird, da mir dazu doch noch vieles fehlt.
Ich freue mich dazu über deine weiteren Infos und begleite dich gerne.
Liebe Grüße und ich wünsche dir ein frohes und gesundes Jahr 2020
Christine

Luzi

Hallo Karsten,
schön, dass Du mit dem Wetplates was für Dich gefunden hast, mit dem du Dich ausdrücken kannst! Die Bilder sind toll.
Mich würden Chemogramme interessieren (auf schon belichteten Fotos entweder noch nass oder schon trocken).
Hast Du dazu schon mal was geschrieben?

Thomas Riedel

Hallo Karsten,
? Dankeschön für diesen Beitrag und die Erläuterungen. Es liest sich spannend und sieht faszinierend aus. Es freut mich, dass so ein altes Thema der Fotografie immer noch top aktuell ist. ( Es ist aber nicht wirklich mein Thema ). Sehr toll deine „ganze Geschichte“ ? – Dieses Jahr werde ich wohl hauptsächlich diverse Landschaftsfotos machen. Ich wünsche dir für dieses Jahr und dieses Jahrzehnt der neuen „wilden 20er“ immer das passende Licht und das passende Auge, viel Gesundheit und alles Gute

Julia Diewald

Olá Karsten,
zuerst einmal ein gutes, gesundes und glückliches 2020!
Ich empfinde diese Art der Fotografie als sehr beeindruckend. Die abgebildeten Personen scheinen von einem besonderen Charisma umgeben zu sein. Toll, dass Du Deine Passion gefunden hast.
Meine Vorlieben betreffs der Fotografie sind Landschaften, Makros, „Fellnasen“ und „Geflügelte“. Porträtfotografie ist für mich im Moment nicht so bedeutend.
Vielen Dank für Deinen authentischen Bericht über Deinen fotografischen Werdegang. Bei jedem Wort bemerke ich Dein „Brennen“ für die Fotografie. Dadurch gelingt es Dir, „Deinen Kopf stets aus dem Fenster zu strecken“.
Herzliche Grüße aus Portugal
Julia Diewald

Stefan Mayer

Hallo Karsten,
habe ebenfalls bisher noch nichts von dem Wetplate-Verfahren gewußt, außer dem, was Du mir mit drei Worten über Deinen Workshop in Berlin neulich in der Innenstadt erzählt hast, als wir uns zufällig getroffen haben.
Auf jeden Fall spannende Bilder mit einem ganz eigenen Charakter. Über den Herstellungsprozess an sich und die Kamereatechnik dahinter würde ich gerne mehr erfahren, auch wenn ich selber sicherlich keine Zeit ( und natürlich auch kein Equipment ) habe, so etwas selber auszuprobieren. Also: klares Ja! Bitte schreib den Artikel. Freue mich drauf!
Liebe Grüße und auch von mir beste Wünsche für ein gutes Jahr 2020
Stefan

Frank Heitmüller

Moin Karsten!
Interessanter Bericht / Artikel über deinen Werdegang. Und sehr… sehr schöne, künstlerische Arbeiten im Wetplate – Verfahren.
Ich hätte da ne interessante Website für dich. Bei uns in Hannover gibt`s nen Fotografen, der eben mit diesem Verfahren, wie ich finde, sensationelle Bilder macht. Und sein Name ist Programm 😉
Thilo Nass heißt er.
http://www.nass.de

Aber vielleicht kennst du den schon.
Grüße aus H!
Frank

hans.jürgen schellgaard

2.1.2020
Hallo Karsten , diesen Gedanken habe ich, seit ich auf einer Urlaubsreise , eine riesige Plattenkamera in einen Klosterladen entdeckte, die mir nicht verkauft wurde, weil das zugehörige Objektiv nicht auffindbar war. Habe noch 10 sehr gut erhaltene Plattenkameras von 6x9cm – 9x12cm z.T mit Adapter. Glaube aber nicht ,das ich mich damit befassen werde .
Jürgen

Sylvia Süss

Vielen Dank, dass Du Deine Erfahrungen so mit uns teilst! Die Fotos wirken auf mich unglaublich nah und intensiv. Mir gefällt das unglaublich gut. Auch wenn ich selbst vom Wetplate-verfahren noch weit entfernt bin würde mich das Verfahren selbst schon interessieren

Tom

Hallo Karsten,
die Fotos die durch das Wetplate Verfahren bei dir entstanden sind finde ich sehenswert. Obwohl ich mich schon seit mehr als 40 Jahren für Fotogafie interessiere und auch Erfahrungen im eigenen s/w Labor gesammlet habe, ist mir das Wetplate-Verfahren unbekannt. Aber ich freue mich über die Erinnerungen die du in mir geweckt hast. Damals habe ich z.B 27 DIN Filme auf 33 DIN hochgepuscht was zu grobem Korn geführt hat. Im Labor dann das Bild an die gegenüberliegende Wand geschmissen und das zu belichtende Fotopapier Nass gemacht und so an die gekachelte Wand gepappt. Durch diese extreme Auschnitt Vergrösserung hatte ich dann wirklich fast zählbares Korn.
Momentan habe ich fototechnisch gesehen eher so den Durchhänger.
Alles Gute für dich in 2020 und ich freue mich schon auf das nächte Webinar, Fotokurs oder gar Fotoreise mit dir.
LG Tom

Arlette Van den Heuvel *

Hallo Karsten , wünsche dir viel glück zur weiter entwiklung deiner ideen und bedûrfnisse , mein schwiegervater war analogfotograf , er machte portraits und Hochzeiten , ich habe manchmal über seine schulter geschaut als er die fotos entwickelte …und machte , damals war das für mich zu komplex und kompliziert …
Ich finde es spannen wie sich alles entwikkelt hat auf 40jahre , zum anschauen und betrachten der Fotos finde ich immer schön , denn ich habe alte fotos von unsere ururgrosseltern zu hause und 2 stück auf kartons , … viel spass

Dietmar Peter

Hallo Karsten,

ich wünsche Dir auch alles Gute für das neue Jahr.
Ich finde Deinen Artikel gut geschrieben, das Verfahren, das Dich glücklich macht, spricht mich gar nicht an. Aber so ist es wohl mit der Fotografie – Geschmackssache.
Für Dich freut es mich, das Du Dein „Ding“ gefunden hast. Und ein Beispiel dafür, daß es sich lohnt zu suchen und nicht stehen zu bleiben.
LG
Dietmar

Karin Stampfl

Grüß Dich Karsten,
als die Mail kam hat das erste Bild gleich einen Eindruck bei mir hinterlassen und ich habe noch beim heimfahren in der S-Bahn Dienen gesamten Beitrag mit viel Interesse gelesen. Und dann daheim natürlich die Bilder am Rechner in groß betrachtet. Mich sprechen die Aufnahmen sehr intensiv an. Ob ich mehr darüber wissen möchte? Ja, schon, trotzdem glaube ich dass ich davon noch viele Schritte entfernt bin. Mit dem Portrait fotografieren stehe ich noch ganz am Anfang und kämpfe mich erstmal digital durch die ersten Pleiten, Pech und Pannen. Das geht schon bei der Lichtsetzung los und der Kommunikation und der Schwierigkeit bei ungeduldigen Erwachsenen und zappelnden Kindern etc. Manchmal überlege ich, ob ich zum üben nicht die Analoge (Minolta) zur Hand nehme, die bei uns, seit kurzem wieder aus dem Keller ausgegraben auf Aktionen wartet. Es gibt so viele Bereiche zum Experimentieren und Spaß haben und oft und gerade bei Menschen bin ich dann sehr am Zweifeln meines fotografischen Auges, das manch anderer von Natur aus in die Wiege gelegt bekommen hat.
Da ich aber gerne experimentiere und mich auch einfach sehr gerne inspirieren lasse würde eich mich freuen mehr zu hören oder lesen über die Vorgehensweise beim Wetplate- Verfahren. Inspiration ist soooo viel wert um sich weiter zu entwickeln.
Außerdem einen großen Dank für Deine Blogbeiträge etc., die wir alle kostenlos in Anspruch nehmen dürfen. Und bei Dir bleibt oft mehr brauchbares hängen als bei manch anderem Youtube- „Poser“. Muss auch mal gesagt werden. Deine Didaktik ist wirklich viel wert. Also herzlichen Dank dafür!

Karin Stampfl

Ja, das habe ich bereits ?
Ist auch hilfreich, allein die Übung fehlt. Das liegt aber natürlich nur an mir.?

Bruno Becker

Hallo Karsten,
vorweg wünsche ich Dir und Deiner Familie ein gesundes und erfolgreiches 2020.
Nun zu Wetplate. Aufgrund meines Alters und der damit verbundenen Lebenserwartung habe ich leider keine Zeit mehr mich damit intensiv auseinander zu setzen; die Kosten spielen natürlich auch eine Rolle.

Deinen Artikel empfinde ich in vielerlei Hinsicht sehr interessant und aufschlussreich. Deine Portraits haben mich am meisten fasziniert. Ich habe sie mir insgesamt nun schon viele male über mehrere Stunden angesehen und versucht zu interpretieren, was die Modelle zum Zeitpunkt der Aufnahme gedanklich beschäftigte bzw. wie ihre momentane Situation zu dem Zeitpunkt war. Ungeheuer Spannend.

Alles Gute aus HH
Bruno

Manfred Weißer

Hallo Karsten,
danke für den Einblick in Deinen Entwicklungsweg.
Von dem Thema hatte ich noch nie etwas gehört, sehr spannend.
Aber mich interssiert das Them Blitzlicht zur Zeit mehr.
Beste Grüße.
Manfred

Stefan Bader

Hallo Karsten,
Wow, die Bilder sind so ausdrucksstark, ich bin total begeistert!
Und ich lese gerne mehr von deinen ausführlichen Artikeln. Fotografie wird doch durch die Geschichte hinter dem Bild oder auch hinter dem Fotografen erst richtig lebendig!
Zum Thema Wetplate würde ich sehr gern mehr erfahren, eine tolle weitere Variante der Fotografie.

Wolfgang Albrecht

Hallo Karsten,
vielen Dank für Deinen (Lebenslauf) -Bericht. Bei einem Besuch in Wittenberg ist mir erst richtig bewußt geworden, auch die großen Maler haben oft einen normalen Beruf als Brotverdienst gebraucht.
Bei den Wetplatten Fotos waren alle Darsteller sehr ernst, haben mir etwas Angst gemacht. Dann habe ich mir alle Fotos nochmal in Ruhe, bei einem Glas Rotwein, angesehen und plötzlich hatten alle einen Charakter. Übergang vom Blitzfoto zum Bild.
Vielen Dank und alles Gute
Wolfgang Albrecht

Toni Grooos

Was für ein Horror. Den hier Fotografierten würde ich nicht im Dunkeln über den Weg laufen wollen …

jürgen

Hallo Karsten , die bilder sind Klasse eine Ausdruckstärke ohne gleichen Habe auch einige Zeit in der Fotografie umher geirrt .Habe daher noch 4 6×9 cm Balgen Cameras und noch 6 9×12 cm Cameras . Alle überholt und funktionsfähig . Einige können mit Adaptern mit Rollfilm oder Plattenmaterial benutzt werden .Ich mache das nicht mehr mit 82 Lenze . Fotografiere seit meinen 10ten lebensjahr .Angefangen mit 6×9 cm Box , 1ter 6×9 cm Balgen Camera , dann einer Braun Paxette . Canon -AE 1- FTb-EF -A 1 – T90 mit 6 Objektiven von 17mm -400mm Balgengerät usw. Bei der Einführung der Digitalen Systeme habe mich geweigert mit zugehen .Habe danach viele jahre eine große Imkerei betrieben .Jahre später wieder mit mit Sony Alpha 7 ii und Sony RX !V wieder angefangen und dabei , viel viel Neues gelernt . Frage mich heute, ob all das technisch machbare ,in diesen , fast nicht mehr überschaubaren Umfang dem Nutzer, nicht doch von der eigentlichen Fotografie, dem Bild machen, zu sehr ablängt. Das konzentrieren auf die Cameraeinstellungen sollte mehr hingehen auf das Motiv , denn da spielt die Musik .Filmmaterial war früher teuer ,da ist mehr vorher überlegt worden , dann erst das Bild gemacht . das Ergebniss ob alles perfeckt war kam später vom Labor zurück .Speicherkarten sind billig ,da wird schon mal mehrmals ausgelöst ,in der Hhoffnung das es was wird .Das verführt zum knippsen ,nicht zum fotografieren
Danke für deinen vielen vielen Tipps
Gruß Jürgen