Hier kommen meine zehn besten Tipps für bessere Landschaftsfotos – kompakte Praxis, die du sofort umsetzen kannst. Ich erkläre dabei nicht jeden Grundbegriff; es schadet also nicht, wenn du deine Kamera schon etwas kennst. Die genaue Bedienung steht jeweils in deiner Bedienungsanleitung.
Welche Blende für Landschaft? Die kurze Antwort
Für Landschaftsfotos willst du maximale Schärfentiefe – also eine kleine Blende (große Blendenzahl). Welcher Wert das ist, hängt von deinem Sensor ab:
| Sensor | Kleinste sinnvolle Blende |
|---|---|
| Vollformat | f/22 |
| APS-C | f/16 |
| 4/3-Zoll (MFT) | f/11 |
| Kompaktkamera | f/8 |
Welchen Sensor deine Kamera hat, steht in der Bedienungsanleitung. Vollformat, APS-C, 4/3-Zoll und Kompaktkameras eignen sich alle bestens für die Landschaft – sie brauchen nur jeweils einen anderen Blendenwert für dasselbe Ergebnis. Wie du die Werte einsetzt, steht gleich im ersten Tipp.

Tipp 1: Schärfentiefe – alles scharf von vorne bis hinten
Landschaftsfotos wirken erst dann richtig, wenn sie durchgehend scharf sind. Dafür brauchst du eine kleine Blende (siehe Tabelle), und die wiederum braucht viel Licht. So setzt du es um: Stell die Zeitautomatik ein (A bzw. Av) – nur damit gibst du die Blende gezielt vor. Wähl die zu deinem Sensor passende Blende, nutz ein Weitwinkel (am Zoom bis zum Anschlag „W“) und stell auf etwa 1,30 m scharf. Mit gespeicherter Schärfe (Auslöser halb gedrückt) suchst du dann den Ausschnitt. So bekommst du alles von rund 0,6 m bis unendlich scharf. Damit du die Belichtungszeit bis in die Dämmerung aus der Hand halten kannst, stell die ISO-Automatik auf „Auto“ und lass sie dort.
Ausführlicher beschreibe ich das im Artikel über maximale Schärfentiefe.
Tipp 2: Das Superweitwinkel – die Geheimwaffe
Normale Kit-Objektive haben nur einen mäßigen Weitwinkelbereich. Ein Superweitwinkel gibt dir deutlich mehr Spielraum und sorgt für die dramatische Bildwirkung, die du von wirklich guten Landschaftsfotos kennst. Wichtig ist aber: Es geht nicht darum, „möglichst viel draufzubekommen“. Wähl zuerst den besten Standpunkt und dreh erst danach den Ausschnitt zurecht – diese Reihenfolge zieht sich durch fast alle folgenden Tipps. Mehr dazu in meinem Artikel über das Superweitwinkel.
Tipp 3: Perspektive und Vordergrund – mein wichtigster Tipp
Viele Landschaftsfotos werden langweilig, weil der Vordergrund fehlt: Du erkennst ein Motiv, bleibst stehen und holst „das da hinten“ mit dem Zoom heran. Mach es anders – leg die Kamera erst mal beiseite und such den perfekten Standpunkt. Achte dabei auf den Hintergrund (er sollte zum Motiv passen, ohne Störendes), auf die Größenverhältnisse und auf die Perspektive: Meist bringt dich die Froschperspektive nah an den Boden, wo du im direkten Vordergrund (bis etwa 1,5 m) etwas Interessantes findest. Mit dem Weitwinkel nah an diesen Vordergrund heran wirkt er größer als in Wirklichkeit – und das Bild bekommt enorm viel Tiefe. Erst wenn der Standpunkt steht, drehst du den Ausschnitt zurecht.
Tipp 4: Drittelregel und Bildaufteilung
Landschaften wirken statisch, wenn der Horizont in der Bildmitte liegt. Teil dein Bild gedanklich in drei mal drei gleiche Felder (viele Kameras blenden dafür Gitterlinien ein) und richte wichtige Linien an diesen Drittellinien aus: den Horizont auf die obere Linie, wenn die Landschaft im Vordergrund zählt, auf die untere, wenn der Himmel wichtiger ist. Einzelne Elemente – ein Baum, ein markanter Felsen – platzierst du auf den Schnittpunkten der Linien. Mehr dazu im Artikel über die Drittelregel und den Goldenen Schnitt.
Tipp 5: Goldene und Blaue Stunde
Tagsüber entstehen die langweiligsten Landschaftsfotos: Das Licht fällt steil von oben, die Kontraste sind hart, die Farben neutral. Fotografier stattdessen in der Goldenen Stunde (kurz nach Sonnenaufgang oder kurz vor Sonnenuntergang) oder in der Blauen Stunde (etwa 30 Minuten vor Sonnenaufgang bzw. nach Sonnenuntergang). Das Licht ist dann magisch, technisch änderst du nichts. Bei dem wenig Licht lohnt sich ein Stativ – dann kannst du die ISO-Automatik ausschalten und für beste Qualität den niedrigsten ISO-Wert nutzen.
Tipp 6: Filter und Stativ
Manche Wirkungen erreichst du nur mit Technik. Extrem lange Belichtungszeiten (für verwischtes Wasser) brauchen einen Graufilter und ein Stativ. Tiefblauen Himmel, sattere Vegetation und klares Wasser holst du mit einem Polfilter heraus. Investier in hochwertige Filter – billige verschlechtern die Bildqualität. Beim Graufilter schließt du die Blende für maximale Schärfentiefe und lange Zeiten (Zeitautomatik, ISO-Automatik aus); beim Polfilter drehst du, bis der Effekt passt. Fürs Stativ ein Tipp: Stell dich zwischen zwei Beine (nie ein Bein zwischen deine Füße), fahr erst die Beine, dann die Mittelsäule aus – so steht es am stabilsten.
Tipp 7: Wetter und Wolken
Die meisten fotografieren bei strahlendem Sonnenschein – und das wirkt oft langweilig. Geh raus, wenn andere sich drinnen verkriechen: Regen, Schnee und Gewitter führen zu den dramatischsten Landschaftsfotos, und du bist viel öfter draußen, statt auf blauen Himmel zu warten. Ein wolkenloser Himmel passt zum Strandurlaub; sonst beleben Wolken das Bild, geben dem Himmel Struktur, mildern Kontraste und sorgen für besondere Lichtstimmung. Bei Langzeitbelichtungen ziehen sie zudem schön verwischt über den Himmel.
Tipp 8: Linienführung – führe den Blick
Vielen Landschaftsfotos fehlt die Blickführung, sodass das Auge gleich wieder aus dem Bild „aussteigt“. Such markante Linien, die ins Bild oder zum Hauptmotiv hineinführen – ein Bach, ein Weg, ein Ufer, der Übergang von Waldrand und Feld. Wichtig ist, dass sie hinein- und nicht hinausführen. Über Standpunkt und Ausschnitt setzt du sie dann gezielt in Szene.
Tipp 9: Satte Farben direkt aus der Kamera
Landschaften wirken oft flau in Farbe und Kontrast – dabei darf ein Landschaftsfoto kräftig und sattfarbig sein. Nutz dafür die Bildstile deiner Kamera (bei Nikon „Picture Control“, bei Fuji „Filmsimulation“, bei Canon „Bildstil“). Wähl einen, der Kontrast und Sättigung anhebt, mach Probefotos und pass ihn bei Bedarf an. So erledigst du einen Teil der Bearbeitung schon in der Kamera. Noch genauer wird es am Computer – ich arbeite dafür mit Adobe Lightroom.
Tipp 10: Beherrsche die Kontraste
Sind die Kontraste höher, als deine Kamera wiedergeben kann, entstehen reinweiße oder tiefschwarze Stellen ohne Zeichnung – ausgefressene Lichter und abgesoffene Schatten. Dagegen hilft eine Funktion, die moderne Kameras mitbringen und die den Kontrast auf das Mögliche begrenzt. So bleibt mehr Durchzeichnung erhalten, und allein dadurch steigt die technische Qualität deutlich. Die Einstellung heißt je nach Hersteller anders:
- Nikon: Active D-Lighting (Empfehlung: Auto)
- Canon: Automatische Belichtungsoptimierung (Empfehlung: Standard)
- Sony: DRO – Dynamic Range Optimization (Empfehlung: Auto)
- Andere Hersteller: in der Bedienungsanleitung nach einer Kontrast- bzw. Dynamik-Begrenzung suchen.
Wie es weitergeht
Du siehst: Die stärksten dieser Tipps drehen sich nicht um Technik, sondern um bewusste Entscheidungen – Standpunkt, Timing, Bildaufteilung. Wenn du nicht nur Landschaften, sondern deine Fotos generell bewusster gestalten willst, ist Bewusst fotografieren dein nächster Schritt.
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Im Moment vor dem Auslösen bleibt selten Zeit, einen Artikel nachzulesen. Deshalb passt die Kamera-Entscheidungskarte auf ein Blatt: vorn fünf Entscheidungen in fester Reihenfolge, hinten eine ruhige Fehlersuche für den Fall, dass ein Bild nicht klappt. Danach schreibe ich dir regelmäßig, worauf ich beim Fotografieren achte und wie ich Entscheidungen treffe.









Hallo Karsten – DANKE für diesen Beitrag. Für mich ist er das richtige Salz in der Suppe ! Klasse gemacht, anschaulich erklärt mit tollen Fotos. Für mich ist das mehr als Profiarbeit. Nochmals herzlichen Dank.
Selbstverständlich habe ich mich auch gleich ans Werk gemacht, bin raus in die Natur gegangen und habe mich an meine ersten Gehversuche mit meinem neuen Superweitwinkelobjektiv gemacht. Aber da merke ich, dass da noch Einiges auf mich zukommt…
Schöne Grüße
Thomas
Hey Thomas, vielen Dank für’s Lob. 🙂
Ich habe die Ergebnisse in der Gruppe auch schon gesehen, gut gemacht. Der rest wird auch noch, 🙂
Hallo Karsten, die Tipps aus den Büchern und von der Webseite haben mir schon oft geholfen. Eine Frage habe ich zum Arbeiten mit dem Stativ. Wenn ich aus der Hand fotografiere ist mir das Scharfstellen auf 1,3m klar. Wie geht man bei Landschaftsfotos mit dem Stativ vor? Kann/muss ich da auch zunächst auf kurze Distanz Scharfstellen? Lg Michael
Ja, genau so: Du neigst das Stativ so, dass du auf 1,30 m scharf stellen kannst. Dann schaltest du den Autofokus ab, damit er sich nicht mehr verstellt (du darfst es natürlich selbst auch nicht zufällig verstellen, also Obacht!). So lange du nun alles von vorne bis hinten schar haben willst, brauchst du nur auslösen.
Wenn du schon dabei bist, schalte doch auch direkt den Bildstabilisator ab. Dann kann der kleine Hektiker dir nicht die schönen Stativaufnahmen versauen. 😉
Und vergiss nicht, den Autofokus wieder einzuschalten, sobald du wieder etwas anderes fotografierst.
Vielen Dank, ich werde es ausprobieren.
Guter Newsletter, hat Spaß gemacht zu lesen und wieder an ein paar Dinge erinnert worden.
So soll es doch sein, oder? Schön, wenn ich helfen konnte. 🙂
Hallo Karsten, ich bin heute mal dazu gekommen bei einem Spaziergang mit dem Hund in der Natur auch mal deine Tipps für die Landschaftsfotografie auszuprobieren. Die Tipps waren wieder mal einfache Spitze. Leider kann ich nur mein immer drauf Teleobjektiv 18-270 mm nutzen, dennoch habe ich bei kleiner Brennweite (18 mm) deine Tipps beherzigt. Die Scharfstellung auf 1,30 m habe ich am Objektiv lt. Skala manuell vorgenommen.
Im Anschluss konnte ich dann auch gleich noch die Tipps für die Fotoentwicklung in Lightroom nutzen, die ebenfalls sehr verständlich und hilfreich waren.
Ein Beispielfoto habe ich auf meinem Flickr-Account ( https://flic.kr/p/Lpd2gX ) hinterlegt.
Nun bin ich bereits erneut gespannt auf neue Tipps und Tricks für einfach schönere Fotos.
Schöne Grüße Mathias
Danke für das Lob. Dein Foto ist aber auch schön geworden: So sommerlich leicht und hell – klasse. 🙂
Sollte man beim Scharfstellen für Landschaftsaufnahmen die Mehrfeldmessung aktivieren oder die Einfeldmessung?
Gruß Marcus
Ich bin mal so unhöflich und antworte mit einer Gegenfrage: Wie willst du präzise auf 1,30 m scharfstellen, wenn die Kamera den AF-Punkt selbst wählen darf?? Geht nicht, zumindest nicht präzise.
Nochmal ein Satz zu meiner Philosophie, weil es gerade passt: „Fotografieren“ heiß, mit den Mitteln und Möglichkeiten der Fotografie sinnvoll umgehen, um ein bestimmtes Foto zu erreichen. Dazu gehört natürlich auch die Entscheidung über den Punkt, auf den du genau scharfstellen willst (weil der nämlich darüber entscheidet, was im Foto am schärfsten wird und zugleich die Platzierung der Schärfentiefe im Motiv festlegt).
Also gewöhn dich schonmal daran, dass das Einzelfeld dein Freund werden sollte, den du immer im Auge hast.
Denn alles andere ist Knipsen!
Vielen Dank Karsten.
Natürlich will ich bei einem Landschaftsbild möglichst das komplette Bild scharf abbilden. Deswegen mein leicht fragender Blick wie das mit einer Einzelfeldmessung gehen soll, logischer ist für mein Anfänger-Hirn da die Mehrfeldmessung.
Anderer Gedanke wäre der manuelle Fokus mit der max. Größe des Fokussierungsbereichs?
Gruß Marcus
Klar, dass alles scharf werden soll!! 🙂
Wird es auch: Du stellst auf einen Punkt scharf, den Rest erledigt die Schärfentiefe, wie hier beschrieben:Alles scharf von vorne bis hinten
Lies und probiere es aus! 🙂 Dann beachte unbedingt auch noch diesen Artikel.
Bin auf die Schilderung deines AHA-Erlebnisses gespannt. 😉
Selbstverständlich wurden die Artikel bereits mehrfach gelesen 🙂
Bin immer noch am Suchen nach so einer Markierung auf meiner Kamera, leider hat sie sowas nicht, dann muss es wohl erst mal „Pi mal Daumen“ gehen 🙂
Über mein Erlebnis werde ich berichten 🙂
Muss sie auch nicht. Der Sensor ist in den meisten Fällen direkt hinter der Rückwand der Kamera eingebaut. Und auf ein, zwei Millimeter kommt es auch nicht an! 🙂
Den gestrigen Feiertag genutzt und mal ein bisserl rumprobiert.
Folgendes Problem stellte sich ziemlich schnell ein.
Wenn ich den Ausschnitt gewählt habe und dann auf ca. 1,30 Meter fokussierte und scharfstellte (meist eine Wiese, also dunkler Hintergrund) war zwar der Vordergrund dann richtig belichtet, allerdings hatte ich immer einen viel zu hellen Himmel (trotz Bewölkung) und einen meist falsch belichteten mittleren Teil (Bergkette). Muss ich wohl noch üben 🙂
Bei den Bildern bei denen es einigermaßen klappte hatte ich später am Rechner das Gefühl, dass ich mit Blende 6,3 oder 7,1 ein besseres Ergebnis erzielte als mit Blende 8 (bei mir Maximum).
Dein Problem ist einfach zu lösen: Derzeit speichert deine Kamera nicht nur die Scharfstellung (AFL), sondern gleichzeitig auch die Belichtung (AEL).
Finde den Menüpunkt deiner Kamera, der festlegt, was genau beim Druck auf den Auslöser gespeichert wird. Stelle es auf „nur AFL“ und schon wird die Belichtung erst dann ermittelt, wenn du den endgültigen Ausschnitt wählst – und nicht bereits vorher, wenn du die Scharfstellung speicherst! 🙂
Testen und berichten, wie es bei deiner Kamera genau geht, damit auch andere Besitzer deines Kameramodells (welches war das noch??) etwas davon haben! 🙂
Vielen Dank erst mal für den Tipp. Allerdings scheint er nicht zu einem Ergebnis zu führen.
Im Menü habe ich den AF/AE-Speicher auf nur AF umgestellt. Wenn ich jetzt ein Bild mit hellem Hintergrund machen will (z.B. Landschaft mit Sonne von vorne/oben, fokussiere ich auf den Bereich vor mir und schwenke dann nach vorne. Allerdings wird dann die Belichtung nicht angepasst/verändert, der Himmel bleibt sehr sehr hell. Wenn ich direkt fokussiere, also nicht mit den 1.30 Meter wird anders/besser belichtet und das Bild ist dunkler. Auch habe ich eine andere Belichtungszeit bei den beiden Methoden.
Ich nutze die Panasonic Lumix DMC-FZ150 Bridgekamera.
Gruß Marcus
Moin Marcus,
manchmal ist man ja doof: Ich habe selbst ne Lumix, nur habe ich die an den Sohn verliehen und fast vergessen. 🙂 Heute sehe ich die in seinem Zimmer rumliegen und hab gecheckt, wie das geht:
1. Im Menü den AF/AE-Speicher auf AF setzen. Haste schon gemacht.
2. Jetzt Knopf AE/AF auf der Rückseite der Kamera drücken, um auf die gewünschte Stelle scharf zu stellen. Gedrückt halten, um den AF zu speichern.
3. Mit dem Auslöser auslösen, damit wird gleichzeitig die Belichtung neu gemessen.
Fertig! 🙂
🙂 Du darfst das 🙂
Super, probiere ich heute Abend gleich aus. Wie schon vermutet scheiterte es bis jetzt am 2. Punkt.
Ich werde berichten…. 🙂
Gruß Marcus
Der AF/AE-Lock Button auf der Rückseite war die Lösung.
Im Menü auf nur AF umgestellt, im Vorschaubild fokussiert und den Lock-Button gedrückt danach den Bildausschnitt neu gewählt und die Belichtung und Belichtungszeit wurde neu angepasst. Dies sollte jetzt funktionieren.
Jetzt bringe ich eine andere Lösungsmöglichkeit für die Schärfentiefe ins Spiel……
Szenario:
Kamera auf Stativ, Modus A und z.B. Blende 8 voreinstellen.
Bildausschnitt gewählt und mit AF und Einfeldmessung einen Punkt fokussiert.
Umschalten auf manuellen Fokus, somit ist der Fokus ja eingeloggt.
Mit dem Einstellrad den Fokussierungsbereich auf den Bereich 0,3 bis unendlich einstellen (ist ja jetzt möglich da man auf MF umgestellt hat)
Abdrücken……….sollte jetzt nicht auch das Bild von vorne bis hinten scharf sein? Sollte der Bereich von 0,3 bis unendlich nicht möglich sein, kann man ja auch den Wert 1 oder 2 bis unendlich einstellen, also zumindest bei meiner Panasonic.
Karsten Du merkst das ich noch Probleme mit den 1,30 Meter habe 🙂
Wie stelle ich das mit den 1,30 Meter an wenn ich z.B. auf einem Berggipfel oder sonstigem stehe und ich habe vor mir keinen Punkt mehr wo ich einstellen kann, ich kann ja nicht einfach ins blaue rein scharf stellen.
Na wunderbar, dass wir das haben! 🙂
Woher weißt du, dass du mit dem Fokusrad auf den Bereich 0,30 – unendlich einstellst?? Sollte deine Kamera das direkt anzeigen, tut sie nichts anderes, als mein Verfahren automatisch anzuwenden. Dann einfach nutzen und gut is‘. 🙂
Auch wenn du auf einer Bergspitze stehst, gibt es doch unter dir einen Berg. Von diesem Berg suchst du dir ein Stückchen aus, das 1,3 m entfernt ist (das kannst und solltest du zuhause mit einem Zollstock üben!) und darauf stellst du scharf. Dieses Verfahren funktioniert mit jeder Kamera, nicht nur an deiner. SO kannst du dann auch mit jeder neuen oder geliehenen Kamera alles von vorne bis hinten scharf bekommen – und bist nicht darauf angewiesen, dass die Kamera dir das macht. (dabei natürlich je nach Sensorgröße die geänderte Blende beachten!)
🙂
Ich will ja, dass DU was lenst und kannst – und nicht nur deine Kamera!!! 🙂
Damit ist eigentlich alles gesagt was man zu diesem Thema wissen sollte – Super Anleitung.
Man sollte allerdings die sensorbedingte Streuung bei der Einstellung der Blende betrachten die man hier errechnen kann.
https://www.cambridgeincolour.com/tutorials/diffraction-photography.htm
Grüße
Albert
Danke für den Link! 🙂
Was da in diesem Artikel lang und breit dargelegt wird, habe ich kurz und knapp in die Lösung bei Tipp 1 gesteckt: Die maximal geschlossene Blende je Sensor sorgt dafür, dass keine Beugungsunschärfen entstehen.
Hallo Karsten,
mit die schönste Stelle für mich ist ganz oben im Artikel:
„…Aber die Landschaft beginnt schon direkt vor deiner Haustür und ist ganzjährig verfügbar…“ GENAU so sieht´s aus! Sobald die Sinne erwachen, wird die Sensation entbehrlich… 😉
Tolle Tricks, klasse Tipps, ich habe auch wieder was entdeckt,
was einer Lücke im Detailwissen entspricht, (AF/AE-) es bleibt spannend…
Und eine Anmerkung zu der Sachen mit 1,3m-Scharfstellung:
Bei Langzeitaufnahmen mit ND stelle ich das manuell ja vorher ein. Zunutze mache ich mir da die Kontrolle im Sucher. Dort drehe ich nach die Markierung einfach auf ca. 1,3m und belasse es dabei. (Passende Blende etc. natürlich gewählt) Steckt da ein Fehler drin?
Herzlich grüßend, Dirk
Danke.:-)
Ja, richtig gedacht – so wird’s gemacht! 🙂
Lieber Karsten
Danke für diesen fantastischen Artikel. Habe wieder vil gelernt. 🙂
Wie heisst deine empfohlene Einstellung zu den Kontrasten bei Panasonic? i.Dynamik im AUTO-Modus?
Beste Grüsse,
Dominik
Dank dir, Dominic. Bei den Lumix ist es iDynamic, richtig.
Hallo Karsten,
ich dachte, dass ich nur das Problem mit den 1,30m habe. Aber nach dem ich alle Kommentare gelesen habe bin beruhigt.
Mein Trick mit 1,30m ist folgender, habe an meinem Körper ( 1.86m ) den 1,30m Punkt gesucht, gemerkt und dann drei Bilder mit dieser Variante gemacht. Hat geklappt.
Werde also immer so fokussieren.
Danke für die Berichte und Gruß
Manfred
Ja, so geht es auch! 🙂