
Manchmal belichtet deine Kamera ein Foto deutlich zu hell oder zu dunkel – besonders bei sehr hellen oder sehr dunklen Motiven und im Gegenlicht. Mit der Belichtungskorrektur sagst du ihr, wo es langgeht, ohne deine Automatik zu verlassen. In diesem Artikel zeige ich dir, was die Belichtungskorrektur ist, wie du sie an deiner Kamera einstellst und wann du sie brauchst.
Was ist die manuelle Belichtungskorrektur?

Mit der Belichtungskorrektur machst du ein Foto gezielt heller oder dunkler – Richtung PLUS wird es heller, Richtung MINUS dunkler. Du bleibst dabei in deiner Automatik: Die Kamera erledigt die grobe Arbeit, du greifst nur ein, wenn das Ergebnis dir zu hell oder zu dunkel ist. So fotografierst du schnell und hast trotzdem jederzeit die volle Kontrolle über die Helligkeit.
Wann deine Kamera danebenliegt
Moderne Kameras belichten dank ihrer Belichtungsmessung sehr vieles richtig. Getäuscht werden sie aber bei sehr hellen oder sehr dunklen Motiven sowie im Gegenlicht und bei hohen Kontrasten – weil ihr Messsystem auf ein mittleres Grau zielt. Über das Jahr betrifft das nur etwa 10 % aller Motive; die übrigen 90 % belichtet deine Automatik von allein perfekt. Genau für diese 10 % gibt es die Belichtungskorrektur. Wichtig dabei: Übe konsequent Bildkontrolle – nur so erkennst du überhaupt, dass du korrigieren musst.
Die Korrektur an deiner Kamera einstellen
Das Prinzip ist überall gleich: Du drückst die Taste für die Belichtungskorrektur und verstellst den Wert mit dem Wählrad in die gewünschte Richtung. Die Korrektur wirkt dabei über die Belichtungszeit – die Blende, die du für deine Schärfentiefe gewählt hast, bleibt also unangetastet.
Bei Canon, Nikon, Sony & Co.
Wo die Taste sitzt und wie sie heißt, ist je nach Hersteller verschieden: Bei vielen Canon-, Nikon- und Sony-Kameras gibt es eine eigene Taste mit dem Symbol ± (EV), bei anderen erreichst du die Korrektur über ein Wählrad oder das Schnellmenü. Wie es bei deinem Modell genau geht, steht in der Bedienungsanleitung – dafür ist sie da. Fotografieren lernst du damit aber nicht, also musst du sie auch nicht auswendig können.
Die Werte verstehen

Der Wert 0 bedeutet keine Korrektur – die Kamera belichtet wie vorgeschlagen. Jede Stufe halbiert bzw. verdoppelt die Lichtmenge:
| Korrektur | Wirkung |
|---|---|
| 0 | keine Korrektur (Kameravorschlag) |
| −1 | halb so hell |
| −2 | ¼ so hell |
| −3 | ⅛ so hell |
| −4 | 1/16 so hell |
| −5 | 1/32 so hell |
| +1 | doppelt so hell |
| +2 | 4× so hell |
| +3 | 8× so hell |
| +4 | 16× so hell |
| +5 | 32× so hell |
Ältere oder einfachere Kameras lassen oft nur Werte bis ±2 zu. Ganz wichtig: Sobald du das gewünschte Foto im Kasten hast, stell die Korrektur wieder auf 0 zurück – sonst machst du, bis es dir auffällt, alle weiteren Fotos zu hell oder zu dunkel.
Schritt für Schritt in der Praxis
- Mach ein Foto und kontrolliere es im Display. Ist es zu hell oder zu dunkel?
- Korrigiere mit der Taste in die passende Richtung – zu hell: Richtung MINUS, zu dunkel: Richtung PLUS. Schätz den Wert einfach.
- Mach ein zweites Foto, kontrolliere erneut und korrigiere bei Bedarf weiter, bis die Helligkeit stimmt.
Eine Sache ist dabei entscheidend: Halte zwischen den Probefotos den Ausschnitt gleich. Wählst du beim zweiten Foto einen anderen Ausschnitt, mogelt sich vielleicht eine besonders helle oder dunkle Stelle ins Bild, die die Belichtungsmessung verändert – und deine Korrektur wirkt nicht wie erwartet. Verändert sich das Motiv stark (etwa wenn sich eine Wolke vor die Sonne schiebt), kannst du die Korrektur ohnehin vergessen.

HighKey und LowKey richtig belichten
Besonders helle (HighKey) oder besonders dunkle (LowKey) Motive sind weit vom Neutralgrau entfernt – genau hier glänzt die Belichtungskorrektur:


Lieber richtig belichten als in Photoshop retten
„Geht das nicht auch mit Photoshop?“ – Lieber nicht. Die Briten sagen: Shit in, shit out. Bringst du ein schlecht belichtetes Foto in die Bildbearbeitung, wird daraus höchstens ein passables; bearbeitest du ein bereits gut belichtetes, wird es perfekt. Achte also schon beim Fotografieren auf die richtige Belichtung. Ist ein Foto stark über- oder unterbelichtet, fehlt in den hellsten oder dunkelsten Bereichen jede Zeichnung – sie sind rein weiß oder rein schwarz, und dann hilft auch das RAW-Format nicht mehr.
Fazit
Es ist gar nicht schwer, deiner Kamera zu sagen, wo es langgeht: Mit der Belichtungskorrektur meisterst du Gegenlicht, hohe Kontraste und extreme Motive. Denk nur daran, sie danach wieder auf 0 zu stellen – die übrigen 90 % der Motive belichtet deine Kamera ja von allein richtig. Der nächste und letzte Teil der Serie zeigt dir, wie du auch sehr hohe Kontraste schon vor der Aufnahme in den Griff bekommst: Kontrast beherrschen.
Serie „Perfekt belichten“ (5 Teile)
- Teil 1: Grundlagen der Belichtungszeit
- Teil 2: Belichtungsmessung
- Teil 3: die richtige Kamera-Automatik
- Teil 4: manuelle Belichtungskorrektur (dieser Artikel)
- Teil 5: Kontrast beherrschen
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Wieder ein gelungener Beitrag, Karsten. Bei mir hat die Blogreihe die Neugier geweckt, mich mit dem Thema Belichtungsmessung näher zu beschäftigen. Danke
Und jetzt nehme ich wieder die Kamera in die Hand und experimentiere etwas herum.
Mathias
Ja, in dem Thema steckt ne Menge drin! 🙂 Freut mich, dass du es ausprobierst! 🙂
Hallo Karsten,
wieder, wie so oft, ein toller Artikel. Und ich denke Deine Aussage, dass nur ein gut fotografiertes Motiv bei der Bildbearbeitung sehr gut werden kann ist das A und O bei unserer Leidenschaft – der Fotografie.
Vielen Dank für die vielen informativen und lehrreichen Tutorials und ich hoffe auf noch mehr Tipps im neuen Jahr.
Komm gut rüber und auch Dir gesundes und hoffentlich friedliches neues Jahr.
Wolfgang
Hi Wolfgang, vielen Dank für’s Lob! Das motiviert! 🙂
Ich wünsch dir auch das Beste! 🙂
Hallo Karsten – wow: Du hast so viel Wissen für uns im Köcher und bringst es so super rüber.?
Ich freue mich jedes mal, wenn ich einen deiner Beiträge lesen darf und weiter lernen darf, so dass ich mich auch persönlich mit meinen Fotos hoffentlich verbessern kann. Ein ganz großes DANKESCHÖN. Ich bin schon auf 2017 und deine Beiträge gespannt.
Für das nächste Jahr wünsche ich dir und deiner Familie alles Gute, viel Gesundheit und noch mehr tolle Fotomomente.
Rutsch gut rein
Schöne Grüße
Thomas
Dank dir, Thomas. Dir wünsche ich auch alles erdenklich Gute! 🙂
Hallo Karsten, vielen vielen Dank für die immer tollen Beiträge. Ich freue mich immer, wenn ich in meinem Postfach wieder „Neue Informationen“ von Dir zu lesen bekomme. Es tut gut, wenn man das alles so plausiebel vorgesetzt bekommt und es dann anschließend umsetzen darf. Ich wünsche Dir und Deiner Familie einen „Guten Rutsch“ ins Jahr 2017 und bleibt alle schön gesund. Viele Grüße an alle Mitstreiter und ich freue mich auf die nächsten Beiträge und sage ganz herzlich – D a n k e !!!
Gerne, Irene! 🙂
Dir auch alles Gute für 2017. 🙂
Hallo Karsten !
Ich bedanke mich sehr, sehr herzlich für deine immer super tollen Beiträge. Ich lese sie immer interessiert und aufmerksam und kann sie gut umsetzen (fast immer). Auf jeden Fall sind die Tipps eine Hilfe für mich.
Leider bin ich nicht so der „Schreibtyp“,so dass du von mir leider noch nichts erhalten hast. Ich werde das ändern und ab und zu meinen Kommentar hinterlassen und beginne jetzt zusammen mit dem Neuen Jahr.
Dir und deine Mitarbeitern weiterhin viel Freude und Inspiration an der Arbeit, deren Ergebnis mich als „Hobby-Fotographien“ bereichert – D A N K E !!!
Für dich und deine Lieben alles Gute im Neuen Jahr 2017 !
Mit dankbaren Grüßen
Barbara !
Hach, Barbara, DAS geht doch runter wie Öl! 🙂
Ich danke dir und wünsche dir das gleiche – und vor allem viel Spaß mit der Fotografie und meinen Beiträgen. 🙂
Hallo Karsten, ich muß echt nachsitzen, denn ich arbeite alle EMails nach und nach ab. Wenn man zwischen den Feiertagen in dieser Hinsicht faul war. Das soll aber nicht heißen daß ich keine Bilder gemacht hab! Dein neuer Blog mit der Belichtung ist ein großartiger Beitrag. Ich habe jetzt alles nur überflogen. Eines kann ich schon jetzt sagen, daß ich die manuelle Belichtungskorektur schon lange benutze. Meine alte Kamera hatte das auch schon. Mach weiter so, Gruß Michael
Dann lies mal alles genau und profitiere davon! 🙂
Hallo Karsten,
habe jetzt endlich mal die Zeit gefunden die Blogs über die richtige Belichtung zu lesen. Bin ja sonst nicht so der Typ der Blogs liest , eher einer der sich ein paar Tutorials anschaut 😉 . Muss aber sagen das es Spaß gemacht hat sie zu lesen. Sehr gut gemacht und informativ. Leicht verständlich und sicher gut umzusetzen.
Du hast auch etwas geschrieben über die Belichtungsmessung mit der Graukarte. Ich hoffe das du noch einmal darauf eingehen wirst. Würde mich und sicher auch anderen sehr interessieren.
Habe hier viel Interessantes Wissenswertes gefunden. werde auch weiter am Ball bleiben.
Danke dafür und noch viel Erfolg und Spaß bei der Arbeit!
Gruß
Carsten!
Och, die ollen Graukarten haben sich doch sowas von überholt….
Aber ich danke für’s Lob. 🙂
Hallo Karsten,
wieder ein sehr interessanter Artikel. Danke dafür.
Ich habe schon öfter mit derBelichtungskorrektur gearbeitet.
Danach waren viele meiner Bilder falsch belichtet, ich dachte schon meine Kamera wäre kaputt.
Da aber eine Nikon nicht kaputt geht sondern höchstens mal ne vorrübergehende Betriebsstörung hat konnte das ja nicht sein.
Das Problem kenn ich jetzt.
Bisher hat mir noch niemand gesagt dass man das auch wieer ausschalten muß, tztztz.
Ich warte immer total gespannt auf deine Artikel.
Danke und mach einfach weiter so.
Gruß
Bernd
Hahahaaaaa, das mit der Betriebsstörung ist gut! 🙂
Aber ist doch klar: Wenn du deiner Kamera sagst, dass du es besser weißt, dann musst du natürlich auch wieder zurückschalten. Woher soll denn sie das wissen ….
Weitermachen! 🙂
Hallo Karsten, bin derzeit in Deinem Fotokurs. Diese Artikel machen das „Verstehen“ noch einfacher. Einfach klasse
Danke Hermann, so soll’s sein! 🙂
Hallo Karsten,
Ich bin zufällig auf deine Seite gestoßen weil ich vor einem Problem stehe und nicht weiter komme und im Internet gesucht habe..
Ich bin blutige Anfängerin und gerade am Üben mit meiner Nikon D3300… Ich möchte ein Foto, das relativ dunkel ausfällt mit der Belichtungskorrektur in Richtung Plus ein bisschen heller machen, nur leider tut sich, egal was ich an der Belichtungskorrektur drehe rein GAR NICHTS am Bild!?? (im Modus M, sowie S und A habe ich es schon probiert)
Im Gegenteil, wenn ich in Richtung Plus korrigiere, wandert die Lichtwaage weiter ins Minus!? Aber trotzdem ändert sich am Bild überhaupt nichts..
Weißt du an was das liegen kann?
Danke schon mal, LG Karin
Ps: habe ich das richtig verstanden, dass du schreibst man kann im Automatik-Modus fotografieren und trotzdem die Belichtungskorrektur manuell vornehmen? Bei meiner Nikon kann ich das im Automatik-Modus nämlich nicht, nur S, A, P und M..
Generell gilt: Welche Automatik (P, A, S sind ja auch Automatiken) auch immer, mit der manuellen Belichtungskorrektur kannst du manuell Einfluss auf die Belichtung nehmen (man sein, dass einige Kameras das in der Vollautomatik nicht erlauben).
Im Modus M kann da auch gar nichts passieren! Da stellst du ja ohnhin alles manuell ein.
In S und A muss da aber was passieren!!! Ich habe selbst Nikon, denke du machst irgendwas falsch. Das ist aus der Ferne natürlich schwer zu beurteilen…
Lass es uns methodisch angehen:
Falls die Fotos nicht wie erwartet sind, schick sie mir per Email!!! Dann schaue ich nochmal nach.
ist zwar schon älter der Beitrag aber ich antworte mal. Ich vermute du fotografierst im Live Modus, also mit dem Display an der Rückseite der Kamera. Bei deiner Kamera siehst du meiner Meinung nach nicht live deine Einstellungen, das kam erst mit der Nikon D5200 soweit ich weiss. Du musst also ein Bild machen und dir dann das Bild ansehen.
Ja, genau. SO habe ich es auch beschrieben! 🙂
Ich find den Blog super und habe mich beim Lesen auch köstlich amüsiert.
Ich danke dir, Karl. Mach ich doch gerne! 🙂
Hallo Karsten, vielen Dank für den tollen Artikel. Aber ich habe noch eine Frage beim: Wie verhält sich es mit der Iso-Zahl. Soll man diese manuell einstellen oder die Iso-automatik benutzen?
Vieln Dank für eine Antwort und liebe Grüße
Jörg
Danke Jörg. 🙂
Ich habe zwei Antworten für dich:
1. Bezogen auf den Artikel: Es ist egal, welchen ISO-Wert du einstellst, denn die Belichtungskorrektur arbeitet völlig unabhängig davon. Sie sorgt für hellere oder dunklere Fotos – der ISO-Wert dagegen beeinflusst die Belichtungszeiten.
2. Generell gesagt: Den ISO-Wert kannst du bei unbewegten oder langsamen Motiven auf Automatik einstellen. Das sorgt dann dafür, dass du die Belichtungszeiten bis in die Dämmerung hinein aus der Hand halten kannst. Einen höheren ISO-Wert stellst du ein, wenn sich dein Motiv schnell bewegt und du daher unbedingt auf eine sehr kurze Belichtungszeit kommen musst. Oder wenn du die Kehrwertregel anwendest und feststellst, dass die Belichtungszeit zu lang gerät. Das kommt vor allem bei sehr langen Brennweiten vor.
Klar?
der Karsten
Hallo Karsten,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Wenn ich das richtig verstanden habe, sorgt eine hohe ISO-Zahl für eine höhere Lichtempfindlichkeit. Somit sind kürzere Belichtungszeiten möglich. Klar. Aber wie genau arbeitet denn die Belichtungskorrektur? Ich meine, welche Stellschrauben verwendet sie? Es gibt doch nur das Belichtungsdreieck aus Blende, Zeit und Empfindlichkeit, oder? Vielleicht bin ich auch auf dem Holzweg.
LG
Jörg
Bei der manuellen Belichtungskorrektur wird bei Einstellung auf Plus die Belichtungszeit verlängert – das Foto wird heller. Stellst du auf Monus, wird das Foto dunkler, weil die Belichtungszeit verkürzt wird.
Die Frage ist also, was bedeutet Empfindlichkeit?! Vergleichen wir es mit zwei unterschiedlich empfindlichen Menschen: Während der eine Kumpel eher robust gebaut ist, reagiert der andere sehr empfindlich auf alles. Dem einen haust du kräftig zur Begrüßung auf die Schulter und er lacht. Dem anderen haust du genau so fest auf die Schulter und er fängt das Weinen an. Mit dem gleichen Krafteinsatz erreichst du also mehr (in diesem Falle Schmerz).
Übertragen wir das auf die Kamera:
FALL 1: Stell dir vor, du nimmst bei ISO 100, Blende 8 und 1/60 s ein normal belichtetes Foto auf. Nun erhöhst du die Empfindlichkeit auf 200 – dadurch wird die Belichtungszeit halbiert auf 1/125 s. Das Foto bleibt gleich hell, weil die höhere Empfindlichkeit durch eine kürzere Belichtungszeit ausgeglichen wird.
>>> Du verringerst durch einen höheren ISO-Wert nur die Belichtungszeit, während die Belichtung (= Helligkeit des Bildes) gleich bleibt.
FALL 2: Lässt du ISO 100 eingestellt und stellst die manuelle Belichtungskorrektur auf +1, wird die Belichtungszeit auf 1/30 s verlängert. Das Foto wird also doppelt so lang belichtet, es wird also doppelt so hell.
>>> Durch die manuelle Belichtungskorrektur greift du in die Belichtung (= Helligkeit des Bildes) ein. Plus macht es heller, Minus dunkler.
Die manuelle Belichtungskorrektur und der ISO-Wert sind also Funktionen, die völlig unabhängig voneinander arbeiten – und so musst du es auch betrachten.
Daher nun die Verständnisfrage an dich, Jörg:
Nun sag mal, welchen ISO-Wert und welche Belichtungskorrektur du vornehmen würdest und warum!
Es handelt sich hier um eine Gegenlichtaufnahme, die vier mal heller sein muss. Die Blende bleibt aufgrund der technischen Eigenschaften des Objektivs bei „4“. Daher verändere ich die Belichtungskorrektur um + 2 (=> vierfache Lichtmenge). Das Bild wird viermal heller, weil sich die Belichtungszeit von 1/60 auf 1/15 erhöht hat (bei immer noch Iso-Wert von 100). Um die angestrebte Belichtungszeit von 1/500 s zu erreichen, muss um die ISO-Zahl erhöht werden und zwar wie folgt: 100 = 1/15 s, 200 = 1/30 s, 400 = 1/60 s, 800 = 1/125 s, 1600 = 1/250 s und letztlich ISO 3200 = 1/500 s. (=> Nach der Aufnahme die Belichtungskorrektut unbedingt wieder auf Null stellen :-)).
Hallo Karsten, vielen Dank für Deine Hilfe und Geduld.
Genau so, Jörg!
Gerne doch. 🙂
Ah, super, danke für die Erklärung. Ich habe schon immer überlegt, wo der Sinn hinter der Funktion ist – seit ich einen dunkelbraunen Hund habe, weiß ich wofür 😉
Haha, ja dafür brauchst du die Korrektur! 🙂 Gern geschrieben. 🙂
Hey, vielen Dank für deine einfache Erklärungen! 🙂 habe aus dieser Reihe 1-4 gelesen. Und es war auch sehr hilfreich, aber ich habe noch ein weiteres Problem: komplett schwarzer Hund..
Wenn ich meinen Hund jetzt zum Beispiel von oben fotografieren möchte mit gelben Blättern rund herum, dann habe ich einen schwarzen „Fleck“ in der Mitte und rundherum helle Farben.. Wie bekomme ich her das perfekte Foto? Vielen Dank schon mal 🙂
LG
Gerne Denise. 🙂
Ich wette, du hast nur gelesen und es nicht praktisch ausprobiert – so funktioniert das nicht! 🙂 Erst beim Tun löst sich mancher Knoten, den man beim „nur-denken“ manchmal nicht loswerden will. 😉
ALso nimm deine Meinung „schwarze Hunde sind aber auch schwierig zu fotografieren“ und wirf sie weg. Statt dessen raus mit Hund un Kamera und dies alles praktisch ausprobiert – dann wird das was. 🙂
Ich freue mich auf einen weiteren Kommentar mit Erfolgsmeldung!
Karsten ich danke dir. Durch die manuelle Belichtungskorrektur gelingen mir Fotos bei Abendlicht (Kunstlicht) von meinem Neffen. Der ist zwei Jahre alt. Meine Kamera zeigt mir Werte von sagen wir mal 2 Sekunden Belichtungszeit. Sage mal einem 2 Jährigen, er soll zwei Sekunden still halten. Um die Zeit zu verkürzen, ohne dass der Sensor ein Bildrauschen durch zu hohe ISO – Werte erfasst, greife ich jetzt einfach auf die Belichtungskorrektur zu und kann damit kürzer belichten. Stimmt diese Schlussfolgerung?
Nein, stimmt nicht. Die Kamera braucht eine gewisse Menge Licht, um ein Foto in der richtigen Helligkeit zu erstellen. Wenn deine Kamera meint, dass dies 2 sec sein sollen. Das musst du erstmal als „einigermaßen passend“ ansehen.
Machst du dann das Foto mit dieser Belichtungszeit und stellst fest, dass es zu hell oder zu dunkel ist, kannst du es mit der manuellen Belichtungskorrektur dunkler oder heller machen.
Ist die Belichtungszeit also zu lang, bleibt dir keine andere Möglichkeit, als entweder
Wenn dann etwas Bildrauschen entsteht, musst du das halt hinnehmen – denn die anderen o.g. Möglichkeiten sind unrealistisch oder haben andere Nachteile. Du darfst dich also entscheiden zwischen Pest, Räude und Cholera. 🙂
Bildrauschen ist aber nicht schlimm, wie du hier und hier lesen kannst.
Ich bin durch Zufall auf deine Seite gestoßen und bin echt begeistert.
Nun ist bei mir auch der Groschen gefallen und ich kann als Anfänger jetzt erst einmal mit der Belichtungskorrektur experimentieren und dabei lernen.
Danke für diesen „sehr gut“ erklärten Vortrag ?
Hallo Bernd, gern geschehen! 🙂
Hallo Karsten, folgende Einstellungen: Nikon D7500, Zeitautomatik und ISO auf Auto. Warum ändert die Kamera nun die ISO und nicht die Belichtungszeit wenn ich die Belichtungskorrektur anwende?
Viele Grüße Renee
Weil deine Kamera schlau ist! 🙂
Sie hat in den ISO-Einstellungen die Kehrwertregel eingebaut. Sollte sie also merken, dass du durch eine Verlängerung der Belichtungszeit das Foto voraussichtlich verwackeln würdest, nimmt sie statt einer längeren Belichtungszeit einfach ein höheres ISO.
Kluge Kamera, nicht?!! 🙂
Okay, hab ich nun kapiert 😉 Vielen Dank für die Antwort. Ich dachte schon ich hätte da was falsch eingestellt. Ist schon manchmal unglaublich wie gut die Kamera „mitdenkt“ :-))
Hey: „It’s not just a camera, it’s a Nikon.“
Quelle
Habe diesen schon etwas älteren Beitrag per Zufall gefunden und gelesen.
Du betonst , dass es wichtiger ist, via Belichtungskorrektur das Foto bei automatischer „Fehlbelichtung“ zu korrigieren als später in einem Programm zur Fotobearbeitung. Aber auch die Belichtungskorrektur kann bei schwierigen Lichtverhältnissen – also sehr starken Hell-Dunkel-Unterschieden – nicht alles „heilen“. Und da fehlt mir der Hinweis, dass es im Zweifelsfall bei der Belichtungskorrektur besser ist, die dunklen Partien eher etwas zu dunkel zu lassen als helle Partien zu hell, da auch das beste Programm in der Fotobearbeitung im hellen Bereich nicht mehr vorhandene Lichtnuancen nicht „herauskitzeln“ kann, während es aus zu dunklen Partien noch sehr viel an – für das menschliche Auge erst mal unsichtbaren – Details hervorzuheben vermag.
Im Teil 1 dieser Artikelserie habe ich auf die Bildkontrolle verwiesen und einen Artikel zum Thema verlinkt. Darin habe ich ausführlich auf das Histogramm verwiesen, wie auch schon an anderen Stellen hier im Blog. Da wird dann klar, dass das Histogramm keinesfalls zu weit nach rechts geraten sollte.
Aber so haben wir diese Info auch nochmal unter diesem Artikel, danke dir. 🙂