LED-Tischleuchte: Die BenQ Screenbar

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led tischleuchte
Das Licht der Screenbar verändert das Monitorbild nicht.

Hier geht es um eine LED-Tischleuchte, die ich am liebsten selbst erfunden hätte – und um die Frage, die eigentlich dahintersteckt: Wie beleuchtest du deinen Bildschirmarbeitsplatz, ohne dass das Licht deine Bildbearbeitung ruiniert?

Angefangen hat es mit einer E-Mail von Alina bei BenQ: Ob ich eine sogenannte Screenbar testen wolle – eine LED-Leiste, die oben auf den Monitor geklemmt wird. Mein erster Gedanke: „Was soll ich denn mit dem Kokolores?“ Ich habe abgewunken. Bis ich wenige Tage später früh am Mac saß, kaum die Tasten erkannte und das Deckenlicht anmachte – um dann zu grübeln, warum ich eigentlich den ganzen Raum taghell mache, wenn ich nur Licht auf der Tastatur brauche. Also habe ich der Sache doch eine Chance gegeben. Heute will ich sie nicht mehr hergeben. Warum, das erkläre ich dir hier in Ruhe.

Schreibtischbeleuchtung für die Bildbearbeitung – das Problem mit normalem Licht

Gerade in der dunklen Jahreszeit fehlt es am Schreibtisch oft an einem kleinen bisschen Licht. Die übliche Lösung ist eine Tischleuchte, möglichst mit sparsamer LED-Technik. Klingt simpel – ist am Bildbearbeitungsplatz aber heikler, als die meisten denken.

Warum normale Tischleuchten am Bildbearbeitungsplatz stören

Ich bin da ein gebranntes Kind. Vor Jahren saß ich beim Schreiben eines Buches viele Stunden täglich in einer dunklen Ecke, den Schreibtisch von einer Leuchte links neben dem Monitor beleuchtet. Nach wenigen Tagen hatte ich massive Kopfschmerzen und konnte sie mir zunächst nicht erklären. Die Ursache: Durch die einseitige Beleuchtung von links verengte sich die Pupille meines linken Auges stark, während das rechte Auge auf der dunklen Seite weit geöffnet blieb. So ungleichmäßiges Licht ist alles andere als ergonomisch – seitdem habe ich keiner solchen Tischleuchte mehr getraut.

Stattdessen habe ich für mehr Licht jedes Mal das große Deckenlicht angeschaltet. Das hat aber zwei Haken, die für die Bildbearbeitung entscheidend sind: Von den Wänden wird viel Licht auf den Monitor reflektiert – und genau das verfälscht Farben und Helligkeit deiner Bilder. Dazu kommen hoher Stromverbrauch und ein Lampenfuß, der wertvollen Platz auf dem Schreibtisch wegnimmt. Eine gute Beleuchtung für die Bildbearbeitung muss also den Schreibtisch hell machen, ohne den Monitor anzuleuchten.

Die Lösung: eine LED-Leiste auf dem Monitor

Genau das leistet eine Monitor-Lichtleiste wie die BenQ ScreenBar*. Was ich erst als unnützen Tand abgetan hatte, ist mir inzwischen unverzichtbar geworden.

Was die Screenbar anders macht

  • Sie wird oben auf den Monitor geklemmt, hält dort sicher und nimmt dir keinen Platz auf dem Schreibtisch weg.
  • Strom zieht sie über ein dünnes Kabel aus dem USB-Port – die Energiekosten sind vernachlässigbar.
  • Helligkeit und Lichtfarbe (etwa 2700 bis 6500 Kelvin) stellst du manuell ein, oder ein Umgebungslichtsensor passt sie automatisch an die Raumsituation an.
  • Über die Lichtfarbe steuerst du sogar deinen Rhythmus mit: kühles Licht am Morgen gegen die Restmüdigkeit, warmes Licht am Abend – praktisch an Tagen mit wenig Tageslicht.
  • Das Entscheidende für Bildbearbeiter: Die Leiste ist so konstruiert und lässt sich so kippen, dass ihr Licht gezielt nicht auf den Monitor fällt – sondern nur auf den Schreibtisch davor. Damit bleibt das Monitorbild farbneutral. Mein Praxistipp: Hast du ein paar Staubflusen auf dem Bildschirm, dreh die Leiste so, dass die Flusen gerade eben nicht mehr angeleuchtet werden – dann weißt du sicher, dass kein Licht aufs Display trifft.
  • Blenden kann sie dich übrigens nicht: Steht dein Monitor ergonomisch, liegt seine Oberkante auf Augenhöhe, und das Licht fällt nur bis etwa auf Bauchhöhe – nicht in die Augen.

Praxis-Test am Bildbearbeitungsplatz

So sieht das Licht der Screenbar in der Praxis an meinem Schreibtisch aus – einmal zusammen mit dem Deckenlicht, einmal allein, einmal ganz ohne Zusatzlicht:

Schreibtisch mit Deckenlicht und Screenbar, Reflexionen auf dem Monitor
Deckenlicht plus Screenbar: Von den Wänden gelangt sichtbar Reflexion auf den Monitor (verstärkt durch die niedrige Kameraposition).
Schreibtisch nur mit Screenbar beleuchtet
Nur mit Screenbar: Der Arbeitsplatz ist hell ausgeleuchtet, ohne zu blenden.
Schreibtisch im Dämmerlicht ohne Zusatzlicht
Ohne Zusatzlicht herrscht an einem trüben Wintermorgen nur Dämmerlicht – der Kontrast zum hellen Monitor ist für die Augen unangenehm.

Der Beweis: Fällt Licht auf den Monitor?

Das eine K.-o.-Kriterium für Fotografen kennst du jetzt: Das Zusatzlicht darf das Monitorbild nicht verändern. Für den folgenden Vergleich habe ich den Monitor dreimal exakt gleich fotografiert – nur die Beleuchtung im Raum war unterschiedlich.

Monitorbild ohne zusätzliche Beleuchtung als Referenz
Referenz: das Monitorbild ohne jedes Zusatzlicht.
Monitorbild mit eingeschalteter Screenbar, unverändert
Mit Screenbar: Das Monitorbild bleibt unverändert.
Monitorbild mit Deckenlicht und Screenbar, oben leicht aufgehellt
Mit Deckenlicht: Der obere Bildrand wird einen Hauch aufgehellt – für Bildbearbeitung ist die Lösung allein mit Screenbar die sauberere.

Für wen sich das lohnt – und für wen nicht

Die Bilder zeigen es: Für die Bildbearbeitung ist die BenQ ScreenBar* eine richtig gute Lösung – wenn du eine ähnliche Situation am Schreibtisch und denselben Anspruch an farbtreue Ergebnisse hast. Sie ist nicht die billigste Schreibtischlampe, aber sie kann etwas, das normale Leuchten nicht können: viel Licht auf den Tisch bringen, ohne den Monitor zu verfälschen. Brauchst du dagegen nur gelegentlich etwas mehr Helligkeit und bearbeitest keine Bilder, tut es auch eine schlichtere Lösung. Bei mir ist sie auch nach Jahren noch täglich im Einsatz.

Transparenzhinweis: Diese LED-Tischleuchte wurde mir von BenQ kostenlos zur Verfügung gestellt. Hat mich das zu den positiven Worten bewegt? Ein klares Nein – überzeugt haben mich allein der Nutzen und die Qualität des Produkts. Gekauft hätte ich sie mir wahrscheinlich nie, weil mir so eine Lösung schlicht unbekannt war. Jetzt, da ich sie kenne, empfehle ich sie mit gutem Gewissen.

Das richtige Licht ist aber nur die halbe Miete für farbtreue Bildbearbeitung – die andere Hälfte ist der Monitor selbst. Worauf es dabei ankommt, liest du im Beitrag Monitor für die Bildbearbeitung. Und jetzt du: Wäre so eine Leiste etwas für dich, oder machst du lieber das Deckenlicht an?

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33 Kommentare
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Jürgen Reißmann

Hallo Karsten,

„Wenn du deinen Monitor ergonomisch aufgestellt hast, dann befindet sich die Oberkante des Monitors genau auf deiner Augenhöhe“ (Dein Zitat).
Das scheint mir bei dir nach deinen Bildern aber selbst nicht der Fall zu sein.
OK, eigentlich benötigte ich demnächst auch mal wieder eine neue Schreibtischleuchte und, ja, ich habe noch nicht die richtige gefunden.
Bei meinem aktuellen Monitor befindet sich am oberen Rand in der MItte eine Kamera (integriert), ob sich dann die Leuchte da befestigen läßt ist fraglich und wenn ja, verdeckt sie die WebCam.
Mein Monitor ist quasi „an die Wand genagelt“ und hat einen Abstand einer reichlichen Armlänge zu meinen Augen.
Ob da vom Licht noch etwas übrig bleibt?
Im Werbevideo steht ja die Tastatur direkt unter der Leuchte.
Macht ja wohl kein Mensch wirklicht, ist ja dann ständig mit der Nase am Monitor.
Und ja 99,00 Teuronen sind mir für eine LED-Leuchte echt zu viel.
Und nein, ich werde sie mir aktuell sicher nicht kaufen.
Und ja, wenn ich sie von BenQ kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen würdem würde ich sie sicher auch behalten.

Gut Licht
Jürgen

Frank Heitmüller

Hallo und Guten Morgen!
Danke für den Artikel und den Tipp.Das ist schon recht überzeugend, was Du zu der „Laterne“ 🙂 schreibst.Vor allem das Problem mit den Kopfschmerzen (bei mir rechts), war mir bis dato nicht bewußt. Ich bin noch Greenhorn auf dem Gebiet der Bildbearbeitung und hatte mir aufgrund Deiner Empfehlung den ViewSonic VP2468 zugelegt (übrigens spitze der Monitor), und eben seit der dunklen Jahreszeit traten auch bei mir Kopfschmerzen auf, was ich sonst nie kannte. Eine frage noch: Du schreibst, die optimale Monitorhöhe wäre Oberkante Monitor=Augenhöhe. Auf Deinen Schreibtisch-Bildern sieht es so aus, als ob Dein Monitor wesentlich höher steht. Oder täuscht das?
LG Frank

Brigitte Hermes

Hallo Karsten,
bin begeistert von deinem Artikel. Das wird mit Sicherheit mein nächster
Einkauf sein.
Viele Grüße
Brigitte

Harry Krakow

Sieht sehr überzeugend und durchdacht aus.
Kann mir vorstellen diese Leuchte auch einmal zuzulegen.
LG
Harry

Manfred Weisser

Moin Karsten,
so etwas habe ich schon lange gesucht. Danke für den Hinweis.
Ich wünsche dir angenehme Feiertage.
Manfred

Rainer Kaelcke

Das hört sich ja gut an und scheint ein Problem zu lösen. nach dessen Lösung ich bisher noch gar nicht gesucht habe. Man sollte den BenQ-Leuten dann gleich noch den Auftrag geben, die Leuchte mit einer WEB Cam zu ergänzen, man macht ja nicht nur Bildbearbeitung am Monitor.
lg_rk

Michael Hellmuth

Hallo Karsten,

hab mir die Lampe mal bestellt, den USB Anschluss für die Stromversorgung finde ich richtig gut (nicht noch ein Stecker unterm Schreibtisch ?).
Mal sehen wie sie sich macht, vielen Dank für den Tip.
Wünsche Dir und Deiner Familie eine schöne Weihnachtszeit und gute Erholung.
LG
Michael

Carmen

Moin Karsten,

vielen Dank für den super Tipp! Da habe ich gleich ein tolles Weihnachtsgeschenk für mich. 🙂 Ich finde Deine Newsletter echt klasse!
Schönes Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr! 🙂
LG
Carmen

Norbert

Hallo Karsten. Habe mir sehr lange Dein Referenzbild und das nachfolgende Bild mit Lampe angesehen. Die Farbe im 2. ten Bild gleicht wohl der Referenz doch glaube ich das das 2. te Bild etwas heller ist. Da das Motiv im gesamten hell ist, ist die Aufhellung für die Bewertung des Bildes vernachlässigbar. Wie verhält sich dieser Umstand bei dunkleren Motiven ?
Dieser Link : https://www.eizo.de/alle-monitore/produktlinien/coloredge/ führt zu einem Bildbearbeitungsmonitor für Fottografen. Dieser Monitor hat zur besseren Beurteilung der Bilder eine Lichtblende. Wieso befürwortest du das Gegenteil ?
Meine Fragen sind der suche nach Erkenntnissen geschuldet Sie sollen keine Kritik sein !

Norbert

B C

Hallo Karsten,
Auf deinen Bildern sieht das so aus, als würde die Halterung der Lampe einen Teil des Displays oben beim Viewsonic VP 2468 verdecken. Stimmt das und wenn ja, stört das beim benutzen?
Viele Grüße
B C

Thorsten Seeker

Hallo Karsten,
passt die Lampe auch auf einen flachen i-Mac Monitor?
Beste Grüße, Thorsten

Thorsten

So …. Mittlerweile habe ich die Lampe bestellt und erhalten.
Sie passt perfekt auch meinen iMac und ich möchte sie nicht mehr missen. Eine Super-Empfehlung!!!! Besonders gut finde ich:
1. Kein Blenden
2. Automatische Einstellung der Helligkeit möglich
3. Einstellung von kälterem oder wärmerem Licht
Ich kann die Lampe nur empfehlen!

Dirk Trampedach

Klasse Teil, die Leuchte. Für den, der vorrangig eine Tischleuchte braucht,
ist sowas sicher erste Sahne. Bzgl. nicht erkennbarer Tastatur geht´s allerdings auch einfacher. Ich habe eine mit beleuchteten Tasten… 😉 Wählbare Farben rot, gelb, blau, und dimmbar
Die Seite hier ist übrigens ziemlich klasse. Gelesen habe ich sicherlich längst nicht alles, ich arbeite dran… Also, herzlichen Dank für die vielen Tipps, Informationen und durchaus hochwertige Unterhaltung!
Herzlich grüßend, Dirk

maria

Bin begeistert von deinem Artikel.

maria

Bin begeistert von deinem Artikel

Tanja Weiß

Da bin ich auf der Suche nach einer sinnvollen Beleuchtung für meinen Pc Arbeitsplatz zur Bildbearbeitung, da meine Stehlampe, die nie sehr optimal war den Geist aufgegeben hat, und auf wen stoße ich? Auf den Karsten 🙂

Da brauche ich doch nicht lange zu überlegen, da ich längst weiß, dass deine Empfehlungen Hand und Fuß haben, und du nichts empfiehlst von dem du nicht wirklich überzeugt bist. Danke für den ausführlichen Bericht.

Karsten Kettermann

Was soll ich sagen: Während dein Kommentar hier eintrudelt, habe ich genau diese Leuchte an. Ist immer noch ne klasse Idee! 🙂

Tanja Weiß

Ich werde berichten 🙂