Fotomotiv „Gesichter“ – eine kleine Übung für nebenbei, während ich in der Eifel wandern war.
Kennst du das: Du sitzt auf dem Klo und plötzlich siehst du in den Fliesen ein Gesicht? Während des Urlaubs liegst du auf dem Rücken, starrst in die Wolken und auf einmal sieht eine Wolke aus wie eine fiese Visage? Oder die Kabeltrommel hat drei Steckdosen eingebaut, die mit etwas Fantasie aussehen, wie ein lustiges Konterfei?!
Wenn dir das hier und da mal passiert, dann ist deine Wahrnehmung offensichtlich gut geschult. Falls nicht, wird es Zeit! 🙂
Fotomotiv Gesichter: Eine Praxisübung
Viele Menschen sagen, dass ein Fotograf gut „sehen“ können muss. Das hat nichts damit zu tun, ob du eine Brille brauchst oder nicht. .-)
Gut sehen zu können heißt, Motive wahrzunehmen. Es geht also nur um die Wahrnehmung. Glaube mir: Die kannst du schulen! Und solltest es auch.
Bevor ich dir verrate, wie du deine fotografischen Fähigkeiten massiv verbessern kannst, lass mich dir ein paar Beispiele zeigen:








Und? Kannst du in den Felsen und Baumstämmen Gesichter sehen?
Mit dieser kleinen Übung kannst du fast jederzeit deine Wahrnehmung trainieren. Egal, ob du auf dem Weg zur Arbeit im Zug sitzt, in der Mittagspause durch die Stadt schlenderst oder beim Shoppen die Augen aufhältst: Diese Gesichter sind fast ständig um uns herum, du musst sie nur wahrnehmen.
Deshalb meine Empfehlung: Mache es dir zur Angewohnheit, immer mal wieder nach diesen Gesichtern Ausschau zu halten.
Fotomotiv Gesichter: How to
- Nimm eine Kamera mit, es kann auch die im Handy sein.
- Achte auf runde, längliche oder ovale Elemente um dich herum. Findest du zwei davon nebeneinander, die wie Augen wirken, ist es zum Gesicht nicht weit.
- Perfekt wäre es, wenn sich darunter noch etwas befindet, was ein Mund sein könnte. Denke mehrdimensional: Auch ein Element, das sich über diesen beiden „Augen“ befinden, könnte der Mund sein – du musst das Foto dann nur umdrehen.
- Bewege dich durch Zeit und Raum auf der Suche nach diesen Elementen. Denn erst indem du den perfekten Standpunkt einnimmst UND den passenden Ausschnitt findest, ergibt sich ein Gesicht das du fotografieren kannst.
In diesem Video siehst du an einem kleinen Beispiel, wie es geht:
Du siehst, es kommt ganz stark auf den richtigen Blickwinkel an. Lies dazu diesen Artikel, in dem ich dir weitere Tipps gebe, die auch noch wichtig sind.
Fotomotiv Gesichter: Und sonst?
Werd mir über diese Übung nicht verrückt! 😉
Wenn du erstmal anfängst, nach diesen Gesichtern zu suchen, sind sie auf einmal überall. Das trifft natürlich vor allem auf Motive zu, die unzählige Löcher o. ä. aufweisen, wie z. B. diese Felsen in der Eifel. Aber auch Wälder sind voll davon.
Übrigens: Die meisten Fotos in diesem Beitrag sind auf einer wunderbaren Wanderroute durch die Teufelsschlucht entstanden.







Ich hoffe, du hast Spaß an diesen Beispielen. Dann kommt jetzt der Teil in dem du tätig werden musst – zumindest, wenn du dich fotografisch weiter entwickeln willst.
Wie sagte schon der gute alte Erich Kästner:
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!
Also hinterlass schnell einen Kommentar, denn ich brauche einen Energieausgleich von dir.
Direkt danach raus mit dir – aber VOLLZACK!!
Fotografieren lernst du nur durch Fotografieren. In diesem Sinne, hau rein. 🙂
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Du suchst und findest Gesichter, ich Herzen 😉
Aber jetzt werde ich auch noch Gesichter suchen und hoffentlich finden 😀
Viel Spaß bei der Suche, Elke. 🙂