Fotografieren mit Blitz?!

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Richtig eingesetzt, kannst du auf Feiern den Blitz für tolle Schnappschüsse nutzen.

Der Blitz hat in der Fotografie einen schlechten Ruf – meist zu Unrecht. Falsch eingesetzt liefert er hartes, grelles Licht und überstrahlte Gesichter vor schwarzem Hintergrund; richtig eingesetzt ist er ein erstaunlich vielseitiges Werkzeug, das schmeichelndes, weiches Licht erzeugen kann. In diesem Artikel zeige ich dir, wann der Blitz wirklich hilft, welche Einstellungen du brauchst und für welche Situationen sich der Aufwand lohnt.

Hart geblitztes Foto mit überstrahltem Gesicht und schwarzem Hintergrund
So sieht es aus, wenn du den Blitz einfach der Automatik überlässt – diesen Ruf hat er sich damit verdient.

Egal ob interner Blitz, Aufsteckblitz, teurer Systemblitz oder Fremdfabrikat – alle tun dasselbe: Sie steuern Licht zu deinem Foto bei. Nur eben auf sehr unterschiedliche Weise. Schauen wir uns die wichtigsten Situationen an, in denen sich der Blitz lohnt.

Aufhellblitz – der wichtigste Einsatzfall

Digitalkameras können sehr hohe Kontraste nicht vollständig verarbeiten, und in der Bildbearbeitung lässt sich ein zu hoher Kontrast nachträglich kaum sinnvoll verringern. Moderne Kameras schaffen zwar einen ordentlichen Kontrastumfang, doch in praller Sonne triffst du auf Motive, die ihn sprengen. Genau hier kommt der Aufhellblitz ins Spiel.

Stell dir ein Brautpaar in der Mittagssonne vor: niedriger ISO, offene Blende für den unscharfen Hintergrund, kurze Belichtungszeit für die korrekte Belichtung – und trotzdem harte Schatten in den Gesichtern. Jetzt schaltest du den Blitz dazu. Weil er im Vergleich zur Sonne schwach ist, kann er die sonnenbeschienenen Flächen nicht weiter aufhellen – aber genau die Schattenpartien, die kaum Sonnenlicht abbekommen, hellt er sichtbar auf. Das Ergebnis: ausgewogene Gesichter trotz harten Lichts.

Porträt im Baumschatten, durch Aufhellblitz ausgewogen belichtetes Gesicht
Das Model stand im Baumschatten – ein Aufhellblitz auf das Gesicht glich den hohen Kontrast aus, Blende 2,8 hielt den Hintergrund unscharf.

Der Aufhellblitz funktioniert in jedem Genre, in dem starke Schatten stören – von der People- über die Makro- bis zur Sportfotografie.

Die richtigen Einstellungen fürs Blitzen

TTL oder manuell?

Im TTL-Modus messen Kamera und Blitz die nötige Lichtmenge automatisch – ideal für wechselnde Situationen wie Aufhellblitzen, Feiern und Events, wo du keine Zeit zum Rechnen hast. Im manuellen Modus gibst du die Blitzleistung selbst vor (volle Leistung, 1/2, 1/4, 1/8 …). Das ist reproduzierbar und damit erste Wahl im Studio und bei Highspeed-Aufnahmen, wo sich am Aufbau nichts ändert. Für den Einstieg und fürs Aufhellen unterwegs nimmst du TTL.

Die Blitzsynchronzeit verstehen

Jede Kamera hat eine kürzeste Belichtungszeit, bei der der Sensor noch komplett auf einmal freiliegt – die Blitzsynchronzeit (meist um 1/160 bis 1/250 Sekunde). Stell dir das Innere der Kamera wie eine Theaterbühne vor: Ein erster Vorhang gibt den Sensor frei, der Blitz zündet, ein zweiter Vorhang schließt wieder. Bei der Synchronzeit und allen längeren Zeiten ist die ganze „Bühne“ im Moment des Blitzes offen – alles wird gleichmäßig belichtet.

Wählst du eine kürzere Zeit als die Synchronzeit, geben die beiden Vorhänge den Sensor nur noch durch einen wandernden Schlitz frei. Zündet der Blitz, beleuchtet er bloß diesen Streifen – der Rest des Fotos bleibt schwarz. Bleib also beim normalen Blitzen auf oder unterhalb der Synchronzeit. Wie du sie überlistest, steht weiter unten bei der Kurzzeit-Synchronisation.

Aufhellblitz richtig dosieren

Beim Aufhellen soll der Blitz nur die Schatten aufhellen, nicht das Bild dominieren. Dafür drehst du seine Leistung über die Blitzbelichtungskorrektur zurück – häufig um etwa eine bis zwei Stufen (−1 bis −2 EV). So bleibt das natürliche Licht der Hauptdarsteller und der Blitz füllt nur dezent auf. Mach ein Testfoto, prüf die Schatten und korrigiere nach – mit etwas Übung sitzt das schnell.

Weitere Einsatzfelder im Überblick

Blitz bei Feiern und Events

Familienfeiern, Polterabende, Konzerte, Clubs – überall dort, wo wenig anderes Licht da ist, kommt der Blitz zum Einsatz. Der Haken: Sitzt er direkt auf der Kamera, leuchtet er den Bereich knapp vor der Kamera hell aus, während weiter entfernte Bereiche absaufen – dazu drohen rote Augen, besonders beim internen Blitz. Richtig abgestimmt aufs Umgebungslicht (und idealerweise nicht frontal) liefert er aber schmeichelnde Schnappschüsse statt Bleichgesichter.

Stimmungsvoller Party-Schnappschuss mit ausgewogenem Blitzlicht
Richtig eingesetzt liefert der Blitz auch auf Feiern stimmige Schnappschüsse. Model: Cherry

Der Blitz als einzige Lichtquelle

Porträt, das allein mit einem einzigen Blitz beleuchtet wurde
Hier diente ein einziger Blitz als alleinige Lichtquelle. Model: Sanna

Im verdunkelten Studio – oder im improvisierten Heimstudio, oder draußen in stockdunkler Nacht – ist der Blitz oft das einzige Licht. Die großen Softboxen beim Porträtfotografen funktionieren im Kern genauso wie dein Aufsteckblitz; es gelten dieselben Regeln. Egal ob Porträt, Makro oder Stillleben: Den Blitz als alleinige Lichtquelle musst du üben, dann liefert er gute, reproduzierbare Ergebnisse.

Highspeed-Fotografie

Auch beim Einfrieren extrem schneller Bewegungen – etwa eines Wassertropfens – ist der Blitz das alleinige Licht. Weil moderne Aufsteckblitze elektronisch geregelt werden, brennen sie sehr kurz ab (bis hinunter zu rund 1/100.000 Sekunde, wenn sie nur einen kleinen Bereich aus geringem Abstand ausleuchten). Damit schlägt ein simpler Aufsteckblitz hier sogar teure Studioblitzanlagen – nicht der Preis entscheidet, sondern die Passform für den Zweck.

Highspeed-Aufnahme eines einfrierenden Wassertropfens
Solche Highspeed-Aufnahmen entstehen nicht nebenbei, sondern mit Lichtschranke, Trigger und sehr kurzer Blitz-Abbrennzeit.

Ausgelöst wird dabei meist nicht von Hand: Eine Lichtschranke zwischen Tropfen und Wasserschale ist über einen speziellen Trigger* mit der Kamera verbunden; der fallende Tropfen löst die Kamera aus, diese den (entfesselt aufgestellten) Blitz. Über die Verzögerung am Trigger bestimmst du, in welchem Moment des Aufpralls du fotografierst.

Kurzzeit-Synchronisation (HSS / FP)

Bei Tageslicht geblitztes Porträt mit abgedunkeltem Umgebungslicht
Trotz Tageslicht: Eine sehr kurze Belichtungszeit schwächte das Umgebungslicht, während der Blitz das Model ausleuchtete.

Willst du in praller Sonne mit offener Blende aufhellen, stößt du an die Synchronzeit von oben. Die Lösung heißt Kurzzeit-Synchronisation – bei Canon HSS, bei Nikon FP. Dabei gibt der Blitz nicht einen einzigen Blitz ab, sondern viele schwächere hintereinander, sodass er praktisch zu einem kurzen Dauerlicht wird und auch den wandernden Schlitz über die ganze Sensorfläche belichtet. So kannst du selbst bei kurzen Belichtungszeiten blitzen. Die meisten Hobbyfotografen brauchen das nie; in der Hochzeits- und Peoplefotografie rettet es manchmal Aufnahmen, die sonst unmöglich wären.

Der Blitz als Effektlicht

Seltener, aber reizvoll: Als Effektlicht setzt du den Blitz so ein, dass er selbst sichtbar wird oder eine sonst nicht erzielbare Lichtkante setzt. Dafür wird er entfesselt und per Kabel oder Funk aus der Ferne ausgelöst. Das braucht der Alltagsfotograf nicht – der Vollständigkeit halber gehört es aber dazu.

Porträt mit zwei entfesselten Blitzen als Konturen- und Effektlicht
Zwei entfesselte Blitze setzen hier Konturen und eine Überstrahlung. Model: Marlie

So blitzt du ab jetzt souverän

Der Blitz ist kein Feind, sondern ein Werkzeug: Du musst nur wissen, in welcher Situation er hilft und mit welchen Einstellungen. Der häufigste und nützlichste Fall ist der Aufhellblitz – wie du ihn meisterst, vertiefe ich Schritt für Schritt im Artikel Die Kunst des Aufhellblitzens.

Meine Blitz-Serie

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Karsten
Ich bin Karsten Kettermann, Fotograf und Fototrainer. Mir geht es selten um den nächsten Technik-Tipp, eher um die Fragen dahinter: Was macht ein Bild stark? Welche Entscheidung triffst du, bevor du auslöst? Ob du gerade in die Fotografie einsteigst oder seit Jahren fotografierst und immer wieder an die gleichen Grenzen stößt — ich helfe dir, bewusster zu sehen und klarer zu entscheiden. Ich bin Dipl.-Designer (FH), habe 9 Fachbücher über Fotografie und Bildbearbeitung geschrieben und lehre schon über 30 Jahre Fotografie.
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26 Kommentare
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Thorsten

Sehr informativer und ansprechender Artikel, mit dem ich mich bei nächstbester Gelegenheit intensiver beschäftigen möchte. Man bekommt durch Deine Anregungen immer wieder Lust, etwas Neues zu entdecken und einfach einmal auszuprobieren. Danke Karsten – und weiter so !!!

Maike

Hallo Karsten!

Dein Artikel motiviert, das mit dem Blitzen mal wieder auszuprobieren. Leider verstaubt mein Blitz inkl. Gary Fong-Aufsatz schon lange in der Schublade. Er war mal im Einsatz, ja. Und funktioniert hat es irgendwie auch.
Aber bei mir kam dann die Frage auf, wie sieht denn eigentlich ein Bild aus, dass ‚gut geblitzt‘ ist? Worauf muss ich da genau achten (Schattenverlauf, etc.)? Ist das auch persönlicher Geschmack oder gibt es da ‚allgemeingültige Regeln‘, besonders bei Schwarz-Weiß? Ich glaube, dass ich das nicht immer erkennen kann. Bei den eigenen Bildern zumindest fällt mir das schwer.
Danke Dir für den Artikel!

Allen eine entspannte Woche,

Maike

Hans Jürgen Zolnir

Ich benutze den aufsteck Blitz wenn iso und größte Blende nicht mehr ausreichen um brauchbare Fotos zu erhalten. Du hast damit recht, die größte Ausbeute erhalte ich nicht.
Ich bin auf weitere Tipps und tricks sehr gespannt.

Gruß
Hans Jürgen

Stefan

Hallo Karsten,
ein sehr informativer Überblick über das Thema Blitzen. Habe mich bisher noch nicht groß damit beschäftigt. Aber Dein Artikel macht Lust, dass mal in naher Zukunft auszuprobieren.

Vielen Dank.
Gruß
Stefan

Nikon D7500

Danke für den interessanten Artikel! Werde einige Tipps auf jeden Fall das nächste Mal umsetzten.

Gertrud

Hallo Karsten,
Du weißt, dass ich mit meiner Kamera ausschließlich im Garten und in der Natur unterwegs, und dass ich auch in der glücklichen Lage bin, immer die optimalen Lichtverhältnisse für meine Fotos zu nutzen. Meine moderne Kamera kommt auch mit schwierigen Kontrastverhältnissen zurecht. Was könnte ich also durch den Einsatz eines Blitzgerätes erreichen? Ich könnte mir lediglich vorstellen, ihn als Effektlicht zu nutzen, und da gefällt mir auch Dein Beispielfoto sehr.
Beherrschen würde ich die Materie schon gern.

Nadeshda Melmann

Hallo Karsten,
ich nutze den Blitz meistens drin,draussen eher selten. Danke für die Infos über den Blitz werde demnächst es ausprobieren. Da ich neu dabei bin, habe ich eine (vielleicht blöde) Frage. Wenn ich draußen Peoplefotos machen richte ich denn Blitz auf die Person oder schräg leicht nach oben.Ich hab den Eindruck wenn ich es auf die Person richte sieht das Gesicht blass aus.
Gruss aus Gummersbach

M. Otte

Hallo Karsten, danke für die guten Tipps. Meistens vermeide ich mit den Blitzlicht zu arbeiten, ebend auch aus diesen Grund, blasse und unschöne Fotos.
Wenn ich mal zum fotografieren komme, dann mit einer Olympus E-M5II.
Gruß aus den schönen Thüringen 🙂

Kerstin M

Hallo Karsten,
wieder ein ausgesprochen interessanter Artikel, der zum Weiterlesen einlädt!
Mit der Thematik Blitz habe ich mich ehrlich gesagt noch gar nicht beschäftigt, ich war mehr auf lange Belichtungszeiten mit lichtstarken Objektiv und Stativeinsatz getrimmt, auch eher Landschaft, Nacht und Makro. Mit Porträtfotos will ich mich mehr beschäftigen, da habe ich Nachholbedarf. Dein Artikel zeigt, Porträt- Fotografie geht nicht ganz ohne Blitz oder mit dem richtigen Blitz in bestimmten Situationen besonders gut. 😉
Deshalb hat mich Dein Artikel motiviert, mehr dazu zu wissen und es zu lernen. Ich bin gespannt auf den Kurs im März!
Beste Grüße
Kerstin

Rainer

Dein Artikel zeigt in griffiger und appetitanregender Form, was mit (entfesselten) Aufsteckblitzen so alle geht, ja, auch bei Hochzeiten, und es geht auch in der Kirche. Mach weiter so, bring die Leute zum Licht! … ergänzend möchte ich aber auch anmerken, dass man sich wirklich auch mit dem Thema Licht- und Lichtsetzung befassen muss. Auch in der heutigen Digitalfotografie und den modernen Kameras, die (Scherz) schon nachdem Shooting die geeigneten Fotos automatisch auswählen und diese mittels WLAN an den Fotodienstleister zwecks Erstellung eines programmseitig ausgewählten Fotobuches übermitteln….nein, was verschwiegen wird, hartnäckig verschwiegen wird ist, dass man sich mit der Materie befassen muss, lesen, Youtubes, Workshops. Wer sich ohne diese Einsicht das Geld für die aktuellste Spiegelreflexkamera aus der Tasche holen lässt, hat das Marketing alimentiert! Und ebenso muss man sich auch mit dem Blitzen, der Lichtsetzung und dem Einsatz von Lichtformern befassen, wenn man die Antwort auf die Frage finden will „wow, wie macht man solche Bilder“. Mancher, der sich die aktuellste Canon nebst 600er Speedlite anschafft, ist demjenigen hoffnungslos unterlegen, der mit einer 10 Jahre auf dem Markt befindlichen DSLR und einer Handvoll Yongnuo-Blitzen nebst Steuergerät UND dem im Schweiße seines Angesichts ermittelten und erfahrenen Wissen zu Werke geht. So I did it my way! – aber solche Informationen wie Du sie bietest, sind einer der Schlüssel dazu.

Rainer

Meinen vorangegangenen Kommentar vom 29.3.2020 möchte ich noch etwas verfestigen:
Inzwischen darf ich mich als ambitionierten (schon betagten) Hobbyfotografen bezeichnen.
Erst Ende 2006 hielt ich erstmals eine gebauchte Digitalkamera in der Hand ,
bis dahin war ich mit mässiger Intensität analog unterwegs).
Wegen einer gesundheitsbedingten Zwangspause bekam ich Zeit, mich intensivst mit der für mich neuen Digitalfotografie zu befassen, und mich in das ebenfalls neue Land der Bildbearbeitung einzudenken. Bis heute reichen mir Lightroom und Elements .
Meine Ausrüstung habe ich mir im Gebrauchtmarkt beschafft, ausschliesslich. es ist ’nur‘ Hobby.
Allerdings möchte gescheite, zumindest semiprofessionelle Qualität, aber mit Low-Budget, Canon5DMk3 und 6D..
Blitzen war für mich auch anfangs ein ‚Hmmm‘.
Dann befasste ich mich näher damit, erschreckte bei den Preisen für die Markenblitze (weil, ohne einen 600er TTL bekommt man ja keine gescheiten Blitzbilder ….), lachte erst über die Chinesen, aber das Lachen verging mir im positiven Sinn.
Inzwischen habe ich 4 560er IV, einen 568 (TTL, HSS) und das Steuergerät 560 TX, mit dem ich alles von der Kamera aus steuere. Zwei Aurora Firefly, ein Rogue Flashbender, wenn’s mal schnell gehen muss, Farbfolien.Sehr gute Literatur zu diesem Thema gehören zu meiner ‚Blitzausstattung‘, verbunden mit dem inzwischen erworbenen Wissen, wie man Kamera und Blitz manuell handhabt. Und zu dieser Wissenserweiterung gehören auch solche hilfreichen Blogbeiträge wie der von Karsten. Wunderbar, wenn das jemand intuitiv hinkriegt, dann schaue ich aber gerne zu, wenn er sich das Lichtabstandsgesetz verinnerlicht und die Lichtwerte seiner Blitze einstellt. (bin böse, ja…. naja, bisschen Trial and Error gehört immer dazu;-).
Seit einiger Zeit üben wir in unserer Fotogruppe mit den Systemblitzen und geeigneten Lichtformern,
schwerpunktmässig in der Menschenfotografie, aber auch in der Natur-, Makro- und Produktfotografie.
Schön ist zu erleben, wie plötzlich die Begeisterung Platz greift, wenn man interessierte Leute heranführt.
Vielen FotografInnen, denen man die modernste und teuerste Kamera über den Ladentisch geschoben hat,
hat man verschwiegen, dass Fotografie ein Gebiet ist, wo das eigene Lernen erst den Weg zum guten Bild ebnet.
keine Top-Ausrüstung der Welt schafft das aus sich selbst. Das Marketing aber, das in jedem Quartal eine neu Sau durchs Dorf treibt, schürt aber diesen Glauben.
Ja, die Hersteller preisen ihre Kameras an, bei Canon scheint es nur noch ‚R‘ zu geben, und ich erlebe es auch in unserer Fotogruppe, wie sehr das anfixt.
Wenn mir jemand begegnet, der sagt, „ich will fotografieren über die Urlaubs- und Geburtstagsbilder hinaus“ , dann rate ich ihm, bei der Ausrüstung mal den inneren Wolf zurückzudrängen und sich im Gebrauchtmarkt umzusehen – aber viel mehr in die persönliche Aus- und Weiterbildung zu stecken.

jens

Hallo, im meinen Link habe ich eine / meine kleine Ergänzung. Jens.

Erfried Rösner

Hallo Karsten,
heute habe ich eine Frage an dich. Ich fotografiere immer wieder Theateraufführungen auf einer hell erleuchtete Bühne. Die Fotos ohne Blitz sind ganz ordentlich, aber eben nicht so scharf, wie ich mir das vorstelle. Also verwende ich einen Blitz zu meiner Kamera (Nikon D750 und Blitz Nikon SB-910). Ich fotografiere mit M und 1/200 sec. bei ISO 400. Die Fotos sind nun schärfer, nur Personen in Bewegung sind zum Teil verschwommen. Ich vermute, das liegt an den hellen Theaterleuchten. Eine Lösung könnte sein, die Kamera in M so einzustellen, dass das Foto ohne Blitz unterbelichtet ist. Wenn ich jetzt den Blitz dazu schalte, sollten auch die bewegten Personen scharf sein. Was ist deine Erfahrung zu dieser Situation. Danke für eine baldige Rückmeldung.

Erfried Rösner

Hallo Karsten,
vielen lieben Dank für deine „interessanten“ Gedanken.
Es ist eine komplett andere Herangehensweise an dieses komplexe Blitz-Thema.
Ich werde es beim nächsten Mal auf der Bühne, wie von die beschreiben, ausprobieren.
Herzliche Grüße
Erfried