Musst du den Bildstabilisator auf dem Stativ ausschalten? Diese Empfehlung liest du überall. Doch stimmt sie wirklich? Ich habe den Bildstabilisator mit verschiedenen Brennweiten und Belichtungszeiten getestet – auf dem Stativ, mit und ohne Filter. In diesem Artikel siehst du die echten Ergebnisse und erfährst, wann du den Stabilisator abschalten solltest – und wann nicht.
Bildstabilisator auf dem Stativ ausschalten – ja oder nein?
Die Faustregel: Auf dem Stativ schaltest du den Bildstabilisator normalerweise aus. Bei wackeligem Untergrund – etwa starkem Wind, einem schwankenden Steg oder einem Boot – darfst du ihn dagegen anlassen. Moderne Stabilisatoren erkennen ein Stativ inzwischen oft selbst und arbeiten auch darauf zuverlässig.
Woher diese Differenzierung kommt? Ich wollte es 2017 genau wissen und habe selbst getestet – statt, wie im Netz üblich, einen vom anderen abschreiben zu lassen. Das Ergebnis hat mich selbst überrascht. Schauen wir es uns an.
Was macht der Bildstabilisator überhaupt?
Ein Bildstabilisator gleicht kleine Verwacklungen aus, indem er die Bewegung der Kamera misst und gegensteuert. Aus der Hand gewinnst du damit oft zwei bis vier Blendenstufen, kannst also mit deutlich längeren Belichtungszeiten noch scharfe Fotos machen. Genau deshalb stellt sich die Stativ-Frage: Wenn nichts wackelt, könnte der Stabi unnötig „gegensteuern“ und so selbst eine Unschärfe erzeugen.
Im Objektiv (OIS) oder in der Kamera (IBIS)?
Es gibt zwei Bauarten. Der optische Stabilisator (OIS) sitzt im Objektiv und verschiebt dort Linsen – je nach Hersteller heißt er VR (Nikon), IS (Canon), OS (Sigma), VC (Tamron) oder OSS (Sony). Der Sensor-Stabilisator (IBIS, In-Body Image Stabilization) sitzt dagegen in der Kamera und bewegt den Sensor selbst; ihn haben vor allem moderne spiegellose Kameras (Sony Alpha, Nikon Z, Canon R, OM System, Panasonic). Viele aktuelle Systeme kombinieren beides. Für die Stativ-Frage macht das keinen großen Unterschied – die Faustregel oben gilt für beide.
Am Objektiv oder im Menü findest du außerdem verschiedene Modi: NORMAL (bzw. Modus 1) für allgemeine Verwacklung und ACTIVE (bzw. Modus 2) für bewegte Plattformen und Mitzieher. Auf dem Stativ brauchst du keinen davon – außer eben unter wackeligen Bedingungen.
Mein Test: provoziert der Stabi auf dem Stativ Unschärfe?
Bevor du die Ergebnisse siehst, kurz mein Versuchsaufbau – damit klar ist, dass ich es ernst gemeint habe:
- Kamera: eine Nikon D800* mit 36 MP – berüchtigt dafür, jede kleinste Verwacklung sichtbar zu machen. Wenn etwas zu sehen wäre, dann mit dieser Kamera.
- Stativ: ein altes, sehr stabiles Holzstativ von Berlebach*, bekannt für kurze Nachschwingzeit.
- Objektiv: Nikon 4/24-120* mit Streulichtblende, dazu ein B+W-Graufilter* (806 ND 1,8).
- ISO 100 für beste Bildqualität, Blende 16 (noch ohne Beugungsunschärfe), Okularverschluss zugeklappt.
- 3 Sekunden Spiegel-Vorauslösung, damit die Kamera nach dem Auslösen zur Ruhe kommt; und natürlich während der Belichtung nicht ans Stativ gestoßen.
Von jedem Motiv machte ich sechs Fotos – jeweils ohne Stabi, mit Stabi im Modus NORMAL und im Modus ACTIVE, und das einmal ohne Graufilter (Belichtungszeiten 1/6 bis 1/2 Sekunde) und einmal mit Graufilter (10 bis 30 Sekunden). In Lightroom habe ich nur ganz moderat optimiert und gerade so scharfgezeichnet, dass es in der 1:1-Ansicht natürlich aussieht. Die Bilder sind also keine Preisträger für Fotografie-Revolution (Dank an Steffen Böttcher für den Ausdruck) – es geht hier um die Schärfe, nicht um die Bildwirkung.
Die Ergebnisse
Bei jedem Motiv-Vergleich gilt: ganz links ohne Bildstabilisator, mittig im Modus NORMAL, rechts im Modus ACTIVE. Klick die Bilder an, dann siehst du sie in voller Größe – das willst du tun, denn stark verkleinert sieht ohnehin alles schärfer aus, als es ist.

Und? Siehst du einen Unterschied? Ich auch nicht. Damit du die wahren Auswirkungen siehst, zeige ich dir deshalb 100-%-Ausschnitte der einzelnen Motive.


Die Steine sollten mit eingeschaltetem Stabi doch leicht unscharf werden – so hatte ich es im Gedächtnis. Doch im Ausschnitt: kein Unterschied. Also systematisch weiter und die Brennweite verändert.


Auch im Weitwinkel keine Verwacklung – der ist ohnehin wenig gefährdet. Also ans Tele.


Selbst am Tele und mit der extrem langen Belichtung durch den Graufilter: keine Verwacklung. Zur Kontrolle noch einmal dasselbe Motiv ohne Graufilter (also mit 1/4 Sekunde) – ebenfalls kein Unterschied.



Mein Gedanke war, dass viel Bewegung im Bild den Stabi „austrickst“, weil er Kamerabewegung vermutet. Doch auch hier, mit und ohne Graufilter: keine Veränderung. Kurz dachte ich, mein Stabi sei kaputt – also nahm ich die Kamera vom Stativ und machte zwei Fotos mit 1/4 Sekunde aus der Hand: ohne Stabi unscharf verwackelt, mit Stabi knackscharf. Er funktioniert also einwandfrei. Na super.

Drei weitere Motive – von minimaler Bewegung bis gar keiner – brachten dasselbe: keine provozierbare Verwacklung.
Was heißt das für dich – und für moderne Kameras?
Auf einem wirklich stabilen Stativ konnte ich mit dieser Kombination keine Verwacklung durch den Bildstabilisator erzeugen – und das mit der D800, die für ihre Empfindlichkeit berüchtigt ist. Das war 2017 mit einer DSLR; die heutigen spiegellosen Kameras (Nikon Z, Canon R, Sony Alpha) sind hier eher noch souveräner: Viele erkennen über ihre Sensorik, dass sie auf einem Stativ stehen, und nehmen sich automatisch zurück. Eine Garantie für jede Kamera-Objektiv-Kombination ist das nicht – aber die Sorge, ein eingeschalteter Stabi ruiniere dir auf dem Stativ reihenweise Bilder, ist für moderne Technik überzogen.
Fazit: So stellst du den Stabi auf dem Stativ ein
Bleib bei der einfachen Faustregel: Auf dem Stativ den Bildstabilisator normalerweise aus – das kostet dich nichts und ist auf der sicheren Seite. Bei wackeligem Untergrund – Wind, Steg, Boot – lässt du ihn dagegen bewusst an, denn dann hat er echte Bewegung auszugleichen. Und wenn du es bei einer modernen Kamera einmal vergisst: Halb so wild, viele erkennen das Stativ selbst. In einem weiteren Bildstabilisator-Test bin ich dem Thema unter anderen Bedingungen noch genauer nachgegangen.
Solche Detailfragen lösen sich von selbst, sobald du deine Kamera wirklich sicher beherrschst und verstehst, wann eine Funktion hilft und wann nicht. Genau dahin führt dich Stufe 1: deine Kamera verstehen.
Passend zum Fotografieren vom Stativ sind außerdem diese Artikel interessant: Nachtfotografie-Einstellungen und Fotografieren mit dem Graufilter.
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Im Moment vor dem Auslösen bleibt selten Zeit, einen Artikel nachzulesen. Deshalb passt die Kamera-Entscheidungskarte auf ein Blatt: vorn fünf Entscheidungen in fester Reihenfolge, hinten eine ruhige Fehlersuche für den Fall, dass ein Bild nicht klappt. Danach schreibe ich dir regelmäßig, worauf ich beim Fotografieren achte und wie ich Entscheidungen treffe.


Hallo Karsten,
bei meinem Gespann aus Nikon D600 und Tamron SP 24-70 F/2.8 Di VC USD muss ich den Bildstabilisator (VC) bei Stativaufnahmen auf AUS stellen!
Hab an Silvester eine Belichtung über 4,0s bei 36mm f/8.0 gemacht mit Blitz beim zweiten Verschlussvorhang. Ziel war es, das Ruhrgebietsfeuerwerk länger zu belichten und meinen Schatz und mich im Vordergrund schön ausgeleuchtet abzubilden. Hat augenscheinlich auch ganz gut geklappt soweit ich das auf dem Vorschaubild sehen konnte.
Zu Hause dann die Ernüchterung. Mein Schatz und ich scharf, Hintergrund horizontal verwackelt (Lichter von Gebäuden sind horizontal in die Länge gezogen). Dann fiel mir noch ein „mystischer“ schmaler schwarzer Schatten auf, der rechts und links in die lang belichteten hellen Bereiche strahlt. Auch diesem schreibe ich dem tanzenden Bildstabilisator zu.
In Zukunft werde ich auf jeden Fall daran denken den Bildstabilisator auszuschalten.
Hallo Sascha,
danke für den Bericht. Mir war schon klar, dass es nicht an der Kameramarke liegen konnte…
Dann hast du ja schonmal Klarheit für dich.
Wir forschen weiter!! 🙂
Sascha hat mir nebenher Fotos per Email gesandt, die ich dir nicht vorenthalten will:
Oben siehst du das beschriebene Foto. Ja, der Bildstabi hat für die verwackelten Lichter gesorgt. Du fragst dich, warum die Gesichter dann scharf sind? Weil sie ausschließlich vom Blitz belichtet wurden und von dem verwackelbaren Licht im Hintergund praktisch gar nichts abbekamen.
Darunter zwei Foto, zu denen Sascha mir die Daten gesandt hat. Er schreibt: „Zum Vergleich habe ich noch weitere Bilder mit einem Tamron SP AF 70-300 F/4-5.6 Di VC USD gemacht. Die Bilder sind alle mit Stativ und Kabelfernauslöser gemacht, 300mm f/8.0 und 20s.“
Ja, ich finde, da sieht man ganz deutlich, dass der Bildstabilisator aus muss.
Und nun noch die Auflösung des mystischen schwarzen Schattens um Sascha und seinem Schätzeken herum. Auf den ersten Blick sieht es ja aus, als würden die zwei vor einer Wandtapete stehen.
Der geneigte Beobachter kann dem Scrennshot von Lightroom entnehmen, dass das Foto um 0:08 Uhr aufgenommen wurde. Das bedeutet, dass die Luft mittlerweile vom Feuerwerk sehr rauchgeschwängert war. Der Blitz hat gegen diese Rauchwand geblitzt und sie dabei etwas aufgehellt. Der Beweis: Der Himmel oben ist gar nicht schwarz, wie er es bei einer nicht-rauchigen Nacht geworden wäre.
Der Blitz war leicht rechts des Objektivs angebracht (ich vermute, Sascha hat im Hochformat fotografiert). So hat sich links des Arms ein Schatten gebildet, wo der Blitz nicht hingelangte – und so auch nicht den Rauch dort erhellen konnte. So einfach ist das! 🙂
Bitte klick hier, damit du das Foto in Originalgröße sehen kannst. Links oben kannst du dann das Bild auf Vollbild schalten!
Foto: Sascha Mehringskötter

Hallo Karsten,
Meine Digitalkamera waren bisher eine kleine kompakte Casio – ohne Stabi. Wir hatten beide keine Ahnung, dass es so was Tolles wie einen Bildstabilisator überhaupt gab. Genauso wenig gab es für meine Casio und für mich so was wie ISO und andere unwichtige Einstellungen. Die Bilder waren super. Unscharfe Bilder wurden gelöscht. Gute mit ACDSee mit einem Klick aufgepeppt.
Dann wollte ich mehr, eine „richtige“ Digitalkamera musste her. Weil ich es liebte, alles mit einem Knopf einzustellen und weil ich immer alles eingestellte ablesen wollte, wurde es eine Kamera mit Schulterdisplay, eine Nikon D90.
Ich hatte mittlerweile mitbekommen, dass ein Bildstabilisator sehr nützlich sei, drum war meine erste Linse ein 16-85mm. Die Schalter am Objektiv würden eingestellt und nicht mehr verändert: M/A – M immer auf M/A
VR ON /VR OFF: immer auf ON
Der Schalter Normal/Active war und ist mir immer noch ein Rätsel, der steht immer noch auf Normal.
Als ich mein erstes Stativ kaufte, hatte ich irgendwo gelesen, bei Canon Kameras soll man im Stativbetrieb den Stabi ausschalten. Kam für mich nicht in Frage. Ich hatte noch nicht genug Fachliteratur gelesen.
Meine Bilder wurden mittlerweile mit Lightroom entwickelt. Unscharfe Bilder ganz leicht mit Lightroom markiert und alle (waren und sind immer nur wenige) auf einmal gelöscht.
Lightroom wurde zu meinem Freund. Nikon blieb mein Freund. Nach über zehn Jahren mit Nikon habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, wann ich den Stabi ausschalten muss. Er blieb einfach an. Tag und Nacht, also auch bei Stativaufnahmen. Auch bei Langzeitaufnahmen.
So habe ich auch nie verwackelte Bilder wegen eines abgeschalteten Stabi bei gutem Licht und ohne Stativ.
Mittlerweile begleiteten mich und meine D7200 mehrere Kilo Objektive. Einige Linsen ohne Stabi. Mit denen mache ich scharfe Bilder, weil ich mich an die die Verwacklungsregel aus Analogzeiten halte, je länger die Brennweite, desto kürzer die Belichtungszeit.
Testreihen habe ich bisher keine gemacht. Stattdessen suche ich lieber schöne Motive.
Dennoch begeistert mich ein guter Stabi immer noch. Zum Beispiel in einer guten Linse wie dem 70-200 f4.
Liebe Grüße
Reiner
Hey Reiner,
danke für deine Erfahrungen. Also bei dir auch keine Probleme, oder vielleicht ist es dir nur nicht aufgefallen, weil du immer sofort alle unscharfen Fotos gelöscht hat… ??!
Mit dem Beachten der Kehrwertregel bist du natürlich immer auf der sicheren Seite!! Und natürlich hast du recht, im Zweifel lieber schöne Fotos machen.
Aber ich wollte euch doch überzeugen, den auszuschalten, damit eure Fotos besser werden – naj, bis auf deine! 🙂
Nachtrag zu meinem Posting:
Hier kannst du ein paar meiner Bilder sehen:
http://www.fotocommunity.de/user_photos/568742
liebe Grüße
Reiner
Na, du kannst ja schon was! 🙂
Du hast oft sehr gute Perspektiven!!! 🙂
Hallo Karsten,
vor circa 5 Wochen habe ich ein Feuerwerk mit zwei Kameras photographiert.
Zwei weil die Umgebung so besonders war.
Beide auf jeweils ein Stativ. Bei der einfacheren Kamera den Timer auf 5 Sekunden eingestellt und die Blende ziemlich geöffnet (5,6),Bildstabilisator ausgestellt. Die Kamera war auch auf dem nicht so stabilem Stativ. In der Nacht war es ziemlich windig. Also für scharfe Photos nicht die besten Voraussetzungen.
Bei der zweiten Kamera zunächst Blende 11 eingestellt, besseres Stativ, Bildstabilisator aber vergessen auszustellen . Bei beiden habe ich, fand ich zumindest, mir gleich viel Mühe mit dem Fokussieren gegeben. Mittlerweile habe ich schon so viele Feuerwerke photographiert dass das Scharfstellen dabei eigentlich kein Problem ist. Nun rate mal welche Photos „schärfer“ geworden sind.
Zudem hatte ich mit der zweiten Kamera erst eine Woche vorher ein Feuerwerk photographiert und war sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Also ich war mir sehr sicher dass das nun schlechtere Ergebnis am nicht ausgestellten Bildstabilisator lag.
Auf jedem Fall werde ich das zeitnah nochmal ausprobieren,
Gruß Gundela
Ja, mach das Gundela. Offensichtlich ist es ja mal so, mal so. :-/
Wenn du einen Test machst und darauf achtest, weißt du einfach, was zu tun ist. Du erfährst also was über die Grenzen deiner Kamera – und kannst dich dann im Rahmen dieser Grenzen optimal bewegen! 🙂
Berichte bitte und schreib beim nächsten Mal unbedingt dazu, welche Kameras das waren. Dann können auch andere von deinen Erkenntnissen profitieren.
Hm. Also bisher habe ich das Stativ am häufigsten für Makros genommen und ich kann mich dran erinnern, dass ich einmal fast verzweifelt bin, weil die Fotos von einem unbewegten Blumenmakro nichts geworden sind. Bis ich nach ein paar langen Minuten auch mal dran gedacht habe den Stabi auszumachen. Danach war alles wunderbar.
Danke Silke, dann hast du den kleinen Racker ja beim Schummeln erwischt. Gut so!
Du hast ne Canon, richtig? Und welches Objektiv war das?
Genau, eine Canon EOS 70 D mit dem Tamron SP90mm F/2.8 Di Macro 1:1 VC USD. Steht übrigens in der Anleitung, dass der Stabi bei Verwendung eines Stativs fehlerhaft sein kann, ebenso bei Langzeitbelichtungen (das war mir neu 😀 ) In den Anleitungen von den Sigmas steht übrigens ganz klar drin, dass er bei Verwendung mit einem Stativ ausgeschaltet sein soll.
LG Silke
Dank dir für die Ergänzungen.
Guten Morgen Karsten,
ich fotografiere mit der Nikon D7100 und Nikkorobjektiven von 10 bis 500 mm.
Ich fotografiere viel Motorsport, Landschaften und Tiere.
Sehr oft habe ich die Kameras dabei auf meinen Stativen montiert und schalte den Bildstabilisator aus, weil der Karsten das gesagt hat.
Aber viel öfter vergesse ich das, bin halt auch schon über 30.
Einen Nachteil habe ich bisher aber auch noch nicht feststellen können.
Gruß
Bernd
Haha, Bernd, klasse … weil der Karsten das sagt! 😉
Ok, wir notieren: Nikon-Kamera, Nikon-Optiken .. keine Probleme. Mal sehen, wie es weiter geht.
Hallo Karsten,
eigentlich fotografiere ich ja nur aber einmal habe ich bei einem Test von meinem damals neuen/gebrauchten 150-600 Tele aus versehen an der Kamera den Videomodus angehabt und das Zoom war voll ausgefahren und auf einen Punkt im Garten ausgerichtet.
Das ganze war natürlich auf einem Stativ befestigt aber ich hatte vergessen den Stabilisator auszuschalten. Beim Betrachten des kurzen Videos konntest du sehen das sich das Bild leicht hin und her bewegt. Da fand ich das bei dir gelernte bestätigt.
Der Aufbau befand sich bei mir im Wohnzimmer und Bewegungen durch Wind oder Anstossen konnte man ausschliessen.Leichte Ausgleichsbewegungen die durch den Stabilisator ausgelöst werden machen sich an einem langen Tele natürlich viel stärker bemerkbar als auf einer kleinen Brennweite.
möge das Licht mit dir sein 🙂
LG Tom
Danke Tom,
auch eine gute Idee. Den Aufbau könnte ich sogar nachstellen!
Die einzige Schwachstelle, die ich bei dir finden könnte, wäre ein Holzboden-Aufbau im Wohnzimmer. Dann könnte ein Wackeln durch deine Bewegung im Raum ausgelöst worden sein. Hast du aber eine BEtondecke, ist das nicht drin.
Ich teste das mal!
Licht? Für dich auch – immer viel und schön! 🙂
Habe eine Betondecke. Auf dem Video ist allerdings ein Kaninschen das ab und zu mal ganz leicht die Ohren oder Nase bewegt.
Warscheinlich lösst das eine Ausgleichsbewegung des Stabilisators aus.
Wie sol der Stabi auch zwischen meinem Datterich und leichten Bewegungen im Bild unterscheiden. Aber ob der Stabi auch pumpt wenn sich nix im Bild bewegt werde ich heute morgen mal ausprobieren fahre gleich zum Wildwald Vosswinkel mit dickem Tele für röhrenden Hirsch.
LG Tom
Na super, dann kann es daran nicht liegen! Manchmal denkt man ja nicht an solche Kleinigkeiten! 🙂
Ja, so dacht eich auch, aber dann hat sich doch nichts getan.
Bin auf dein Ergebnis gespannt. Berichte mal! 🙂
So, im Wald hab ichs vergessen zu testen aber jetzt zu Hause folgendes ausgetestet wieder mit D750 und 600er Tele.
Mein Gartentor anvisiert (bewegt sich garantiert nicht).
Mit Stabi sind auf dem Video leichte pump Bewegungen zu sehen.
Ohne Stabi nicht.
Werde also weiterhin den Stabi ausschalten wenn ich die Kamera auf dem Stativ habe oder wenn ich irgendwie Bewegung im Bild habe, was der Stabi dann vieleicht fehlinterpretiert.
LG Tom
Mann, ich hatte mich so auf den röhrenden Hirschen gefreut.;-)
Na egal, Hauptsache du hast das Thema für dich klar. 🙂
Hallo Karsten, ich bin jetzt nicht der Vollprofi, aber ich dachte der Stabi gleicht Bewegung der Kamera + Objektiv aus, nicht die Bewegung vom Motiv … oder lieg ich da falsch ?
Hey Elli,
generell hast du recht. Was aber, wenn die Kamera sich garatiert nicht bewegt? Bewegt sich dann auch der Bildstabilisator nicht?
Meine Erfahrung zeigte: So bald er an ist, ist der immer etwas übereifrig, weil er meint, dass er vielleicht eine Bewegung bemerkt.
Und wenn sich eben die Kamera nicht bewegt, aber etwas im Motiv, dann sollte das doch eine Reaktion von ihm auslösen, oder?
Hallo Karsten, bei meiner Kombination aus Sony Alpha 68 und Objektiv Sony 18-135 mm hängt es von der Belichtungszeit ab, ob der Stabi am Stativ zu Verwacklungen führt oder nicht. Sony empfiehlt zwar, generell den Stabi in der Situation abzustellen. Aber bei kurzen Belichtungszeiten wäre es eigentlich nicht nötig. Aber das ist mir zu kompliziert. Daher stelle ich den Stabi immer aus, wenn das Statitiv zu Einsatz kommt. Bin halt einfach gestrickt ?. LG Jörg
Gut, so kann man das auch angehen! 🙂
Kann du sagen, bei welchen Zeiten das Problem auftritt?
Hallo Karsten,
leider kann ich hierzu keine Aussage machen. So tief wie die meisten Deiner Kommentatoren bin ich noch nicht in die Fotografie eingetaucht um etwas dazu sagen zu können. Meistens befolge ich Deinen Rat „Stabi aus auf dem Stativ“, habe es aber auch schon einige Male außer Acht gelassen (hört sich besser an als vergessen). Im Übrigen halte ich es so wie Reiner Oswald, unscharfe Bilder werden gelöscht, scharfe, wenn nötig, aufgepeppt; dabei bin ich allerdings auch noch Anfänger. Hummel Hummel
Ok, Bruno, so geht es ja auch! 🙂
Ich mach einen Test. Bin aber nicht zuhause. Daher dauert das noch ein wenig.
Ich bin gespannt! 🙂
Hallo, ich kann Dir da nicht weiter helfen. Weil, ich glaube, der Bildstabilisator immer an war. Und habe einfach mit allen Variation probiert, bis mir das Bild gefallen hat. Michael
So geht es natürlich auch. 🙂
Hallo Karsten,
also was ich definitiv sagen kann, ist dass die Bewegung des Motivs vollkommen unerheblich für den Bildstabilisator ist. Dazu müsste er komplex mit dem Sensor der Kamera kommunizieren, das Bild auswerten und gegensteuern – das würde alles viel zu lange dauern, da zu dem Zeitpunkt das Bild ja bereits beim Sensor angekommen ist, auf das er reagieren würde. Da ist im Grunde nichts anderes verbaut, als der Bewegungssensor, der heute in fast jedem Smartphone verbaut ist. Der registriert die Bewegungsrichtung und -geschwindigkeit und bewegt dann die Linse, um diese Bewegung auszugleichen.
Die meisten neueren Objektive versuchen zwar zu erkennen, ob das Objektiv ruhig ist, also auf einem Stativ montiert ist und das gelingt auch manchmal mehr, manchmal weniger. Da es aber nur ein Versuch ist, empfehlen die Hersteller selbst den Stabi auf dem Stativ abzuschalten.
Der Grund, dass es dann wackelt, ist relativ einfach: der Sensor zur Bewegungserkennung selbst ist natürlich nicht perfekt, d.h. er misst manchmal auch Bewegungen, wo keine sind oder die falsche Richtung.
Sagen wir als Beispiel mal 5% Fehlmessungen. D.h. jedes 20. Bild wäre falsch stabilisiert, weil es nicht hätte stabilisiert werden müssen oder die Richtung des Ausgleichs war falsch. Ausschuss von einem aus 20 Bildern ist vertretbar. Auf dem Stativ mit langer Belichtungszeit und ggf. langer Brennweite (bei der man es wesentlich deutlicher sieht, wie du es in deinem zweiten Artikel schreibst) ist der Sensor dauerhaft am Messen und dann wird irgendwann der Punkt erreicht, wo eine dieser 5% Fehlmessungen erreicht wird, er gleicht aus und schon ist das Bild unscharf.
Zusammengefasst: am Ende hängt es an der Qualität des jeweils im Objektiv verbauten Sensors und einem gewissen Maß an zeitlichem Zufall, ob das Bild trotz eingeschaltetem Stabi auf dem Stativ scharf ist oder verwackelt.
Viele Grüße
Manuel
Danke für die ausführlichen Infos.
Am Ende bleibt wirklich nur aus Sicherheitsgründen abzuschalten! 🙂
Ein sehr informativer und sachlicher Bericht.
Ich möchte mal kurz meine Erfahrung beisteuern.
Ich fotografiere mit der Canon 1-DX und 600mm f4 und Benro GH2 Gimbal Head und Rollei T-63C Stativ immer mit Bildstabilisator und habe noch keine schlechte Erfahrung gemacht.
Während ich hingegen bei Langzeitbelichtung (zum Beispiel am Meer) immer den Stabi ausschalte. Ich habe es aber noch nicht ausprobiert ob es mit Stabi da Probleme geben würde. Irgendwann manifestierte sich der Satz bei mir: „LTE = Stabi AUS“
Danke für deine Erfahrungen, Carlos! 🙂
Hallo Karsten,
auch ich hatte bis heute keine Probleme mit dem eingeschalteten Bildstabilisator in Verbindung mit einer Langzeitbelichtung. Vielmehr war das Gegenteil der Fall, als ich zum Beispiel zum Fotografieren der Triberger Wasserfälle auf dem stark frequentierten Gitter stand, welches sich durch das Laufen vieler Personen in ewiger minimaler Vibration befindet. Deswegen lasse ich grundsätzlich den Stabi eingeschaltet und hatte noch nicht ein unscharfes Foto
Super Beitrag, Randolf! Bei solchen Untergünden kann es tatsächlich von Vorteil sein, den Stabi auch auf dem Stativ eingeschaltet zu lassen! 🙂
Hallo Karsten,
Ich kann noch etwas aus der Canon Kiste dazugeben:
Bei Canon ist nur das Objektiv für den Stabi-Vorgang verantwortlich, die neueren erkennen auch den Einsatz vom Stativ und schalten dann den Stabi ab. Seit wann das gilt kann ich nicht genau sagen, da dieses Feature erst mit L-Objektiven eingeführt wurde, die einfachen mussten da länger warten. Ob heute selbst die ganz billigen Kit-Linsen diese Abschaltung haben, weiss ich mangels dieser Linsen leider nicht.
Canon hat dieses Feature aber immer in den Objektivhandbüchern beschrieben, wenn es denn eingebaut war. Nur lesen wir die ja normalerweise nicht…
Lg
Reinhard
Danke für den Hinweis, Reinhard! Mangels Canon-Linsen wusste ich das gar nicht… von Handbüchern reden wir mal gar nicht! 🙂
Also, ich werde den Stabi nach wie vor eingeschaltet lassen; denn ich hatte noch nie ein verwackeltes Bild deswegen, weder bei normaler, noch bei Langzeitbelichtung. Deswegen nutze ich den Vorteil weiter, dass der Stabi auch mal eine Bewegung ausgleicht, wenn es mal nicht ganz so windstill ist oder der Untergrund vielleicht ein wenig vibriert. Wenn es wirklich maximal 5 % Fehlerquote gibt, so dass im Extremfall jedes zwanzigste Bild wegen des Stabis unscharf ist, nehme ich das in Kauf, weil ich sowieso von jedem Motiv zwei oder drei Fotos schieße. Aber, wie gesagt, bis jetzt hatte ich das Problem noch nicht
Danke für das Teilen deiner Erfahrungen, Randolf! 🙂
Nur der Vollständigkeit halber: die 5% aus meinem Beispiel habe ich nur für vereinfachte Rechnung aus der Luft gegriffen. Ich glaube, wenn der Hersteller des Bewegungssensors mit einer Fehlerquote von 5% auf einen Objektivhersteller zukäme, würde der lachend zusammenbrechen und sich einen anderen Lieferant suchen. Reeller ist eher sowas wie <0,5%.
Davon abgesehen sind die Fehler aber abhängig von verschiedenen (teilweise äußeren) Faktoren und können sich deswegen in bestimmten Situationen häufen und in anderen dagegen völlig ausbleiben.
Hallo Karsten
Danke für deinen tollen Blog mit vielen spannenden Themen. Ich stosse beim Googeln nach Themen, die mich interessieren immer wieder darauf.
Ich gehöre zu der Spezies „Fotograf“, die sich zwei Bilder anschaut, von der ein Youtuber oder Blogger einen riiiiiesigen Unterschied ausmacht und beim besten Willen keinen Unterschied erkennen kann. Ich habe auch Probleme zu beurteilen, ob ein Objektiv an den Rändern scharf abbildet oder nicht. Ausserdem bin ich ein vergesslicher, zerstreuter Fotograf.
Kurzum, bei Langzeitaufnahmen vergesse ich grundsätzlich den Stabi auszumachen bzw vergesse ihn dann danach wieder einzuschalten. Da ich mich immer gewundert habe, dass meine Bilder trotzdem ganz passabel rauskommen, habe ich folgenden Versuchsaufbau gemacht:
Sony a6000 mit
a) T* E 16 – 70 mm F4 ZA OSS (auf 70mm)
b) Makro G OSS mit FE 90 mm F2,8
c) E55-210 mm F4,5-6,3 OSS (auf 210 mm)
Dunkles Wohnzimmer mit Kontrolllampe eines Ladegeräts in etwa 3m Entfernung, Belichtung 30 Sek, ISO 100, Blende 11 auf einem Vanguard Alta Pro 263AGH, manueller Fokus mit Vergrösserungslupe, 10 Sek Selbstauslöser, in Raw. Je ein Bild mit und eines ohne Stabilisator. In Lightroom lediglich versucht, die Kontrollleuchte etwa auf die gleiche Grösse zuzuschneiden, sonst keine Anpassungen. Anschliessend habe ich noch ein wenig mit ein paar Reglern rumprobiert, aber das hat auch keine Erkenntnisse gebracht.
Ergebnis: Ich sehe beim besten Willen keinen Unterschied (war ja zu erwarten). Ich stelle sie euch gerne zur Verfügung, wenn ich weiss, wohin mit den Bildern.
Hallo Dirk,
danke für den ausführlichen Kommentar.
Fotografen sind schon etwas bekloppt, wenn es um solche Kleinigkeiten geht. 😉 Wenn dich das nicht kratzt, weil du es nicht siehst, zwingt dich ja auch keiner dazu, so pingelig zu sein. Also erfreue dich an sorgenfreier Fotografie, kümmere dich nur darum dein Motiv möglichst gut herauszuarbeiten und mach Fotos, die jeden wegen ihrer erstklassigen Bildgestaltung umhauen. Damit erreichst du wesentlich mehr, als am letzten technikrädchen zu drehen!!!
Eine Kamera ist zum Fotografieren da, nicht vorrangig dafür immer wieder zu überprüfen, ob sie gut ist! Eine Kamera kann immer nur so gut sein, wie der Fotograf, der sie hält.
Also hör auf zu testen, dir solche unwichtigen Youtuber anzusehen und mach das, wofür die Kamera gemacht ist – fotografiere!
🙂
der Karsten
Hallo Karsten, ich habe gespannt deinen kompletten Test gelesen, jedoch bin ich noch immer unsicher.. es geht nach Norwegen, Kamera und Stativ im Gepäck. Jedoch brauche ich ein neues Objektiv und Schwanke zwischen Nikon 55-300/VR oder das Tamron 70-300 ohne VR. Wenn ich die Landschaftsaufnahmen, auch bei schlechteren Lichtverhältnissen mache, Iso, Blende etc. berücksichtige, kann ich dann auch guten Gewissens das Objektiv ohne Stabbi kaufen?
Herzliche Grüße,
Sabrina
Ein Stabi ist immer dann wichtig, wenn du wenig Licht hast. Dann werden die Belichtungszeiten lang.
Wenn dein Motiv sich nicht bewegt und die Kamera auf einem Stativ steht, brauchst du kein Stabi.
Aber warum sich künstlich beschränken? Du wirst ja nicht auf ewig nur Landschaftsausschnitte damit fotografieren. Das ist ja eher der seltenere Fall, üblicherweise fotografierst du mit einem Tele ja Sport und Tiere. Und da kannst du einen Stabi immer gut gebrauchen!!!
Gerade bei einem Tele würde ich immer einen Stabi mitkaufen! Du schreibst leider nicht, welche Optiken genau du meinst. Aber dieses Tamron hat genau so wie dieses Nikon einen Stabi. Es kostet geringfügig weniger als das Nikon, ist aber viel besser bewertet. Also grübel nicht mehr lange rum, kauf und fotografier!! 😉
Moin Karsten,
spannendes Thema, zu dem ich kurz etwas beitragen möchte, wenn auch kein solcher Test wie bei Dir. Danke schonmal für Deine Forschungen. Ich fotografiere mit Pentax und da ist der Stabi in der Kamera. Super Sache, wenn man Gewicht beim Objektiv einsparen kann oder ältere Optiken mit Stabi nutzen. Zum eigentlichen:
Wenn ich bei meiner Pentax k-x auf Spiegelvorauslösung und 2s Verzögerung schalte, ist der Stabi automatisch aus. Immer. Geht nicht anders. Somit kann ich mich nur für Stabi oder Vorauslösung entscheiden. Frage: Macht Deine Kamera den Stabi eventuell stillschweigend aus, wenn Du offensichtlich auf dem Stativ bist (wer nimmt schon freihand Vorauslösung und Verzögerung).?
Viele Grüße
Lars
Ein guter Einwand, Lars! 🙂
Aber beim zweiten Artikel hatte ich keine Vorauslösung für den Spiegel genutzt.
Also keine wie von dir vermutete Zwangsläufigkeit. Zumindest nicht bei meiner DSLR. Bei einer Kamera mit Bildstabi im Body kann ich mir gut vorstellen, dass das vom Hersteller so geregelt wird.
hallo herr Kettermann,
empfehle dieses „du, dir“ und ich“ zu unterlassen.
damit wuerde dieser sehr informative beitrag auf professionellen standard erhoeht.
es darf doch davon ausgegangen werden, dass Sie im gegensatz zur werbung,
die kritische distanz des lesers nicht erniedrigen wollen, um eine technisch/wissenschaftliche diskussion nur fuer zustimmer zu manipulieren.
es erinnert so allzusehr an die fiese, aber doch sehr erfolgreiche masche der werbetreibenden. die weiss seit Jamba (klingeltoene), dass man mit solcher jovialitaet bei der generation, zu der wohl auch Sie gehoeren, selbst mit taschengeld richtig kasse machen kann.
mfg
Hallo Michael,
vielen Dank für deinen Kommentar und die Empfehlung. 🙂
Ich müsste dir jetzt eigentlich meine Professionalität bescheinigen, indem ich auf meine 9 Bücher verweise, die allesamt in namhaften Verlagen erschienen sind.
Oder indem ich von meinem – natürlich erfolgreich abgeschlossenen – Designstudium mit Schwerpunkt Foto-/Film-Design schreibe.
Ich könnte auch auf Tausende begeisterte Teilnehmer in Hunderten Kursen berichten, die sich allesamt nicht über ein freundlich-kollegiales Du beklagt hatten.
All das mache ich aber jetzt nicht! Statt dessen lass mich dir sagen:
Mein Haus, meine Regeln!
Wenn du mich hier virtuell besuchen willst und dich über meine Angebote freust, so wirst du mit echter Leidenschaft für Fotografie, einer gehörigen Portion Lebensfreude und ganz viel Inspiration beschenkt.
Einfach so, völlig kostenlos, und ohne eine Erwartung meinerseits.
Aber dann hast du dich verdammt nochmal an die Regeln zu halten – oder zu gehen!
Ich wünsche dir alles Gute.:-)
Habe Ihnen einen gutgemeinten rat gegeben, was Sie daraus machen ist nicht mein problem.
„…dann hast du dich verdammt nochmal an die Regeln zu halten“
die regel ist – wenn sich zwei nicht auf das „Du“ verstaendigt haben, ist es distanz- und respektlos. Sie wurden gesiezt, Sie duzen weiter – ok.
aber dann ist es etwas ganz putzig – mit einer solchen drohung belegen Sie genaus das, was Ihr anbiederndes „Du“ letztendlich wert ist. So reden Sie vielleicht mit Ihren angestellten, aber hoffentlich nicht mit Ihren freunden.
denn dann haben Sie keine.
mfg
ps
bin ja mal gespannt ob „Du“ die eier hast, dies ebenfalls zu posten…
Natürlich veröffentlich ich deinen Kommentar, denn ich nehme meine Besucher hier sehr ernst und lasse unliebsame Kommentare nicht einfach verschwinden.
Und wieder mal müsste ich dir was erzählen: Von Eiern, die verdammt groß, haarig und extrem fest angeschraubt sind. Mache ich aber nicht!
Statt dessen befördere ich deine E-Mail-Adresse in die Spamliste. Nicht, weil ich die Auseinandersetzung mit dir fürchte. Sondern weil ich mich lieber mit Menschen beschäftige, denen es um Fotografie geht – das scheint bei dir ja nicht der Fall zu sein.
Lass mich dir zum Abschied nochmals alles gerade auf der Welt verfügbare Glück wünschen – du scheinst es nötig zu haben!
Ich denke, dass die Regel, den Stabi der Kamera anzuschalten, wenn sich diese auf einem Stativ befindet, eher eine Bedeutung beim Filmen hat, als beim Fotografieren. Nach meinen Erfahrungen beginnt der Fokus der Kamera bei eigeschaltetem Stabi und vor allem im Lowlight schnell an zu pumpen.
Gruß Volker
Hallo Volker, du musst unbedingt den 2. Artikel zu dem Thema lesen! 🙂
Hallo Karsten,
vielen Dank für diesen umfangreichen Bericht! Für mich, der ich Gigapixelpanoramen fotografiere (Panoramabilder, die aus über 1.000 Einzelaufnahmen zusammengesetzt sind, jede einzelne davon 42 Megapixel mit 200-400mm Tele, natürlich vom Stativ mit motorisiertem Panoramakopf) ist das ein großes Thema. Denn ich habe anfangs oft vergessen, den Stabilisator auszuschalten und habe dann tatsächlich ab und zu stark verwackelte Bilder bekommen. Dadurch, dass ich so viele Bilder am Stück automatisiert mache, habe ich sogar ein paar statistische Werte: Von 1000 Bildern sind bei eingeschaltetem Stabilisator durch den Stabilisator tatäsächlich nur ein paar Verwackelte dabei. Okay, bei Bildern, auf denen ausschließlich ein kleiner Ausschnitt des Himmels zu sehen ist, sieht man es nicht. Also ich würde sagen, der Anteil von durch den Stabilisator verwackelten Bildern lag bei ca. 1-5%. Daher ist es m.E. nicht verwunderlich, wenn du mit Reihen von 3 Testaufnahmen das Phänomen nicht beobachten konntest.
Was mich wundert: Dass du davon ausgehst, dass der Stabilisator in Aktion tritt, wenn bewegte Motive (Wasserfall) im Bild sind. Meines Wissens spielt der Bildinhalt überhaupt keine Rolle, sondern der Stabilisator wird ausschließlich von kinetischen Sensoren in der Kamera bzw. im Objektiv gesteuert.
Ich denke übrigens, dass es ganz stark vom Typ des Stabilisators abhängt (Hersteller, Alter, Bauart) und evtl. auch vom individuellen Gerät (Bauteiltoleranzen), ob und wie wahrscheinlich dieses Problem tatsächlich auftritt. Daher muss ich den Rat, den Stabilisator auf dem Stativ auszuschalten, generell auch bestätigen.
ABER:
Was bei meinen Gigapixelpanoramen auch öfter mal passiert, ist Folgendes:
Ich montiere ca. 10kg Fotoausrüstung (Panoramaroboter, Vollformat-Kamera, schweres Teleobjektiv) auf einem Stativ, das kein Berlebach-Holzstativ ist, denn ich muss es ja, zusammen mit der sonstigen Fotoausrüstung sowie meiner Verpflegung für den Tag (die Aufnahmen nehmen viel Zeit in Anspruch) auf einen Berg oder Turm transportieren. Ich habe also nicht diese maximale Stabilität, Verwindungssteifheit und Schwingresistenz. Die Bewegung der Kamera durch den Panoramaroboter (bzw. viel mehr das Anhalten der Bewegung fürs Foto) sowie Wind versetzen die Konstruktion in Schwingungen. Ich muss die Zeit, die ich warte vor jeder Auslösung, gering halten, um nicht zu viel Zeit zu vergeuden (bei 1000 Aufnahmen machen 5 Sekunde Wartezeit mehr pro Bild schon eineinhalb Stunden aus! Zum sicheren Ausschwingen muss ich eigentlich ca. 10 Sekunden warten, meist warte ich nur 5 Sekunden)
Ja, also, was passiert ist kurz gesagt: Zum Zeitpunkt der Aufnahme schwingt die Konstruktion möglicherweise doch ein wenig.
Und DANN hat es sich bewährt, den Stabilisator doch anzulassen, um Verwacklungen durch diese Schwingung zu vermeiden.
Heißt für mich: Wenn ich Gigapixelpanoramaaufnahmen mache und schon weiß, dass die Kamera etwas schwingen wird (Wind oder so viele Fotos bzw. Zeitdruck, dass ich nicht genügend lange Wartezeiten einprogrammieren kann), lasse ich den Stabilisator eingeschaltet. habe ich „Laborbedingungen“, schalte ich ihn aus. So minimiere ich das Risiko von verwackelten Einzelbildern des Panoramas.
Herzliche Grüße
Daniel
Mann Daniel,
DAS sind ja mal super Erfahrungswerte! 🙂 Danke für die ausführliche Darstellung deiner Arbeit.
Ich kann deine Arbeitsweise gut nachvollziehen, so würde ich es wahrscheinlich auch machen. Obwohl … ich habe da noch dieses Berlebach Uni stehen, auf die paar Kilos mehr käme es mir dann auch nicht mehr an. Gute Fotos sind un bleiben halt doch immer noch eine Überwindungsprämie! 🙂
Weiter so! 🙂
Ich habe es ja geschrieben: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Stabi mal die Bewegung des Wasserfalls ausgleichen wollte. Ich weiß allerdings nicht mehr genau, welche Kamera das war ud ob der Bildstabi darin noch eine ältere Bauweise aufwies, die so arbeitete. Ist sicherlich eine der frühen Kameras mit Stabi gewesen.
Hallo Karsten,
Ich fotografiere mit einer Nikon D90, und Sigma und Nikon-Optik.
Mit dem Sigma 70-300 DG Macro habe ich im Sommer Störche bei der Landung im Nest (Fütterung der Jungtiere) auf dem Stativ fotografiert und dabei eine spektakuläre Landung des Storches auf dem Rücken der Störchin erwischt und eine – wie ich dachte – tolle Serie geschossen…..aber denkste, alles total unscharf, obwohl ich mir sehr viel Mühe beim manuellen fokussieren gegeben habe. Hat mich tierisch geärgert, denn so was kann man selten wiederholen. Im Gespräch mit Fotofreunden wurde ich daruaf hingewiesen, dass ich den Stabi hätte ausschalten müssen, was ich natürlich vergessen hatte.
Mit meinem Nikkor 70-200 f4,0 VR ….. hatte ich bisher keine Unschärfen festgestellt.
Werde es aber mal bewusst testen.
Danke für diesen Beitrag aus der Praxis!
Wenn die Belichtungszeit mindestens bei 1/500 sec (wegen der Brennweite), besser 1/1000 sec (wegen der Bewegung) lag, kann das das Problem gewesen sein.
Teste mal, aber am besten systematisch. Also immer nur eine Option ändern! 🙂
Hallo Peter,
ja, evtl. zu lange Belichtungszeit (bei so starkem Tele und sich schnell bewegenden Tieren brauchst du sehr kurze Verschlusszeiten, damit alles scharf ist. Ich halte sogar die con Karten erwähnte 1/1000s für zu lang in dem von dir beschriebenen Fall).
Störche bei der Landung fotografieren heißt vermutlich: „Mitzieher“, d.h. du hast die Kamera vermutlich mit dem fliegenden Storch mitgezogen, um den Storch immer im Blick zu haben und im richtigen Moment auslösen zu können, und außerdem, um dern Storch möglichst scharf in der Bewegung festzuhalten? Wenn der Stabilisator dann eingeschaltet ist und BEIDE Achsen (X und Y) stabilisiert, also auch die Achse der Mitzieh-Bewegung (in dem Falle X), steuert der Stabilisator beim Mitziehen gegen, so dass der gewünschte Effekt, dass der Storch im Flug durch das Mitziehen scharf abgebildet wird, wieder durch den Stabilisator aufgehoben wird und der Storch wieder unscharf wird. So, als würdest du nicht mitziehen. Dafür gibt es an vielen Objektiven einen Schalter für den Stbailisatormodus. Modus 1 steht dabei meist für die Stabilisierung in beiden Achsen, Modus 2 für die Stabilisierung in nur einer Achse (X oder Y, das Objektiv versucht automatisch zu detektieren, in welcher Achse du mitziehst, und stabilisiert nur die andere Achse), extra für Mitzieher. Wenn dein Objektiv so einen Schalter hat, musst du den Stabilisator nicht abschalten, sondern schaltest ihn besser in Modus 2. Zumindest Canon und Sony benennen die Modi so. Wie es Nikon macht, weiß ich nicht. Ggf. mal im Handbuch des Objektivs nachsehen.
Viele Grüße,
Daniel
Danke für deine Ausführungen, Daniel. Da fällt mir auf, dass ich das „mindestens“ in meiner Antwort auch auf die 1/1000 sec bezogen, aber nicht explizit so hingeschrieben habe. :-/
Wenn ein Storch landet, tut er das meist von oben schräg, also weder netterweise in einer X- oder Y-Achse … das macht das Verhalten des Stabis dann nochmal unberechenbarer. Es hilft also nichts: Die Belichtungszeit sollte einfach sehr kurz sein, dann sollte der Vogel scharf abgebildet werden! 🙂
Je nachdem, wie nah man dran kommt mit dem Tele. Wenn man den Storch nicht bildfüllend im Sucher hat, kann man das schräge Landen auch durch eine (ganz bewusst, für den Stabi Mode 2) ausschließlich horizontale Bewegung begleiten und nur „ruckweise“ mal vertikal korrigieren, wenn nötig (also quasi eine Treppenbewegung machen mit der Kamera, mit sehr langen Stufen).
Aber stimmt schon, das wäre natürlich nur eine Krücke und kann bedeuten, dass man den Vogel auch mal zu weit unten oder zu weit oben im Bild hat, so dass eine sehr kurze Verschlusszeit nach wie vor die beste Lösung ist.
Herzliche Grüße
Daniel
Daniel, Krücken sind doof und so lange wir nichts genaueres über die Situation wissen, lassen wir den Fragesteller mal zu Wort kommen, ok?!
Hallo Karsten und Daniel, vielen Dank für Eure Beiträge. Ich werde in der nächsten Saison wieder Jagd auf die Störche machen und Eure Tipps beherzigen. Werde mich dann noch einmal melden.
Gruß
Peter
Mach mal und berichte, ich freu mich drauf! 🙂
Hallo Karsten,
meine Frau will nun auch fotografieren. Aus diesem Grund haben wir ein paar Testfotos geschossen. Aufgrund eines Irrtums haben wir ein Bild zweimal mit gleichen Voraussetzungen gemacht. Stativ, Nikon D5300, Nikkor 18 – 300 mm f/3,5-6,3, Kabelfernauslöser, Spiegelvorauslösung On, t 1/10, f/5,3, BW 90 mm, ISO 100, Distanz zu Objekt 70 cm, Zeitspanne zwischen den beiden Aufnahmen 3′ 5″. In dieser Zeit wurden 2 Aufnahmen mit anderen Einstellungen gemacht. Standort Kamera – Objekt wurde nicht verändert. Allerdings war der Stabi NICHT abgeschaltet (Vergessen), wie wir hinterher feststellten. D.h. der Stabi macht was er will bzw. wie es ihm gefällt. Die Lehre für meine Frau und mich, ans Stativ kommt ein Aufkleber: „STABI AUS“
Danke dass Du dieses Thema immer wieder hochholst. Die Kommentare sind teilweise sehr informativ und für mich lehrreich.
Bruno Becker
Gerne, Bruno. 🙂
Hallo Karsten,
zu meinem Kommentar vom 06.01.19
Leider habe ich vergessen das wichtigste zu er wähnen. Eins der beiden Bilder wurde knacke scharf, dem Zweiten fehlt jegliche Schärfe. Tut mir leid, dass der erste Kommentar unverständlich ist, Demenz lässt grüßen.
Bruno Becker
DAS hatte ich direkt mitgedacht bzw. so erwartet. Aber gut, dass du es schreibst, so wird es auch für andere besser nachvollziehbar. 🙂
Hallo Karsten!
Das Thema interessiert(e) mich auch, da sehr oft davon gelesen…
Unfreiwillig getestet (IS auf dem Stativ vergessen auszuschalten) und dann, da keinen Unterschied festgestellt, mal Versuche gemacht.
Ich mache fast ausschließlich Fotos von Vögeln im Flug oder. wenn es denn sein muss, auch in Ruhe 🙂
Kamera Canon 1DX mark II, Objektiv EF600L IS USM. 90% frei Hand mit und ohne IS, in der Regel kleiner/gleich 1/1000 Verschlusszeit.
Versuche mit einem Gitzo Carbon Serie 5 (40 kg Zuladung) und Gimbal: Kein für mich erkennbarer Unterschied mit oder ohne IS.
Gleiche Versuche mit einem Sigma 60-600: Kein Unterschied.
Im Gegenteil: Wenn eine Situation schnell festgehalten werden musste, war der IS auf dem Stativ hilfreich, da nicht mit einer Auslöseverzögerung fotografiert werden konnte.
Insofern scheint es für meine Konfiguration relativ egal zu sein, ob mit oder ohne IS.
VG
Martin
Ja, bei starker Bewegung auf dem Stativ kann der Stabi tatsächlich helfen.
[…] in der Digitalfotografie: Schraubst du deine Kamera auf ein Stativ, „musst“ du den Bildstabilisator ausschalten. Allerdings scheiden sich an dem Thema auch die Geister – manch einer kann keinen negativen […]
Moin Karsten,
Auch wenn der Tread schon älter ist. Ich habe bis dato keinen Unterschied feststellen können ob VR an oder ausgeschaltet ist! Womit ich deine Versuche nur bestätigen kann.
Aber um die Überlegung in der Sache, in die Richtung zu leiten, die VR Funktion bei Nikon zu erklären. Da ich mein 80-400 zerlegen musste, da im inneren ein Kunstoffteil abgebrochen war (ohne Gewalteinwirkung) konnte ich mir den inneren Aufbau mal genau ansehen. Kurz hinter der hinteren Linse befinden sich die Sensoren, die die räumlichen Bewegungen aufnehmen.
Diese Signale werden an die Vordere Linsengruppe geschickt und die „Gummilinse“ versucht die Schwingungen auszugleichen.
Die Aktive Stellung am Schalter, so vermute ich, nimmt oder gibt die Signale mit einer höheren Frequenz ab.
Die Frage was passiert auf dem Stativ??? Es wird keine Bewegung von den Sensoren wahrgenommen > also muss auch die Bewegung nicht korigiert werden > das Bild wird Scharf!
Würde ja auch keinen Sinn machen wenn die VR-Einheit sich einfach „Nur“ so Bewegen würde.
PS. habe auch eine 800er am Start und nur das 70-200 2,8 VR1 und das 80-400 VR1 für die langen Brennweiten, selbst mit dem alten 2,8 80-200 D ED konnte man bei 200mm aus der Hand ohne VR knackig Scharfe Bilder auf der 800er machen!
Also nicht soviel Nachdenken und lieber mal mehr mit der Kamera arbeiten, um ihre Grenzen auszuloten!
Ach ja, Frohes neues und bleibt „Gesund“
Danke für die Bestätigung! Und recht hast, du: Besser machen! 🙂
Hallo Karsten,
Nachtaufnahmen mit meiner D7200 auf dem Stativ und Sigma 18-200 1:3.5-6.3 DC werden mit VR an definitiv unscharf. Ich vermute mal es liegt am Objektiv, ob dieser Effekt auftritt oder nicht. Herzlichen Dank für Deine erstklassigen Informationen auf dieser Seite. Viele Grüße, Michael.
Danke für die Bestätigung! 🙂
Hallo Karsten, Ich fotografiere mit Nikon D 7500 und neuerdings mit einer z 6. Nach der Lektüre des Buches zur Z 6 von Heike Jasper, das ich übrigens grottenschlecht finde, bin ich im Buch auf einen Hinweis zum Stabithema gestossen, der mir nicht einleuchtete und auch nicht begründet wurde. Darum habe ich weiter nach einer Erklärung gesucht, warum ich ausgerechnet bei Fotos vom Stativ den Stabilisator ausschalten sollte.
Ich bin aber noch nicht ganz schlau aus deinen Erklärungen geworden.
Ich glaubte bisher immer, dass der Stabi quasi das Bild «einfriert», bis der Spiegel weg ist und die Foto gemacht wird. Das scheint nicht richtig zu sein? Ist der Stabi ständig in Betrieb, z.B. wenn ich eine längere Belichtungszeit wähle, was ja bei Nachtaufnahmen meist der Fall ist? So zumindest lese ich das aus dem kurzen Film. Dann würde das Ausschalten einen Sinn machen. Verwischt er das Bild, weil sich die Kamera bewegt, oder macht er das von sich aus?
Für deine Erläuterungen bin ich sehr dankbar und grüsse dich herzlich
Jürg
Der Stabi muss ja während der gesamten Belichtungszeit aktiv sein, sonst wäre es ja unsinnig. Also nicht nur, bis der Spiegel „durch“ ist. Sonst wären ja Stabis an spiegellosen Kameras noch unsinniger. 😉
Also, ja, bei Langzeitbelichtungen ist er – wenn nicht deaktiviert – dauernd an und versucht, etwas für dich zu tun. Wenn die Kamera aber auf einem stabilen Stativ steht, gibt es ja nichts zu tun. Also verwackelt er dann das Foto!
Alles klar jetzt, danke für die Erläuterungen! Gruss Jürg
Hallo Karsten, das ist ja ein uralter Blog und offenbar immer noch von Interesse. Ich fotografiere seit 45 Jahren, begann mit 24 Jahren, ergo bin ich ein alter … lass`mer´s. Früher mit MAMIYA RB67 und Zenzas auf die Berge, nun mit zwei NIKON D810, D750, Sony a77 und mit jeder Menge Glas. Das war die Präambel.
Und es steht in jedem Büchelchen geschrieben: VR auf dem Stativ OUT. Ganz ehrlich, das juckt mich wenig. Landschaften sind mein Metier, fast immer mit Stativ, ob auf den Bergen, in Wildwasserklammen oder in Steinbrüchen. Die D810 mag´s ruhig, ein Mimöschen im unruhigen Händchen.. Bei den von mir bevorzugten Weitwinkellinsen, den NIKKORen 16-35 oder 14-24 ist das kaum ein Thema, wenngleich das 14-24 ohne VR auskommen muss. Generell hatte ich aber noch nie Schärfeprobleme, auch nicht mit den Nikon Teles (bis 350mm), wenn ich bei Stativnutzung vergaß, den VR auszuschalten. Denk ich dran, tu ich´s, wenn nicht, auch gut. Übrigens lasse ich für Ausstellungszwecke meine Aufnahmen auf 120x80cm vergrößern. Da müßte jede Unschärfe sofort in´s Auge fallen.
Hallo Erwin,
danke für deinen Beitrag. Ja, das ist ein ewig aktuelles Thema! 🙂
Schönes Foto! 🙂
Sony Alpha 7 M II und Sony Alpha 6600.
Langzeitbelichtung von 10 Sekunden (Lichtspuren Autobahn) Stabi in der Kamera aus – am Objektiv vergessen auszuschalten (400mm Tamron)
Erst nach dem ausschalten des Stabis auch am Objektiv waren die Fotos scharf.
Danke für die Info, Hans.
Hallo, mit der Canon R5 und dem Canon Fisheye 8-15mm fotografiere ich 360°-Panoramen. Wenn ich mal vergesse, den IS auszuschalten, dann werden immer wieder zufällig Bilder unscharf. Leider relativ häufig. Ich vermisse sehr die Funktion, dass bei bestimmten Objektiven, die ich nur auf dem Stativ nutze, der IS immer automatisch aus ist.
Zudem erinnere ich mich, dass ich mit der Canon 5DSR bei sehr kurzen Belichtungszeiten (z.B. 1/400) mit dem Canon 70-210mm 2.8 IS und dem Canon 24-105 4.0 IS aus der Hand immer unscharfe Bilder erhalten habe, wenn ich den IS anhatte. Bei Belichtungszeiten, die länger als 1/30 waren, wurden die Bilder wieder schärfer, weil es dann sinnvoll war, den IS anzuhaben. Nur ist es recht mühsam, den IS ständig an- und auszumachen. Hier sollte man auch einfach in die Kamera programmieren können, wann sich der IS ein- und ausschaltet.
Hallo Heiko,
gute Idee, das programmierbar zu machen. Vielleicht liest ja Canon oder andere Hersteller mit?! 😉
der Karsten
hallo Karsten,
ich habe mir nach langer Recherche, die Beste Kamera für Fotographie zu holen, die Nikon D850 gekauft. Ist dies auch deiner Meinung nach die Beste Kamera, wenn es um Bildqualität und Fotographie geht?
Das ist ohne Zweifel eine sehr gute Kamera!
Die beste Kamera kann man nur küren, wenn man weiß, wofür sie geeignet ist. So kann eine sehr kleine Kompakte durchaus besser sein als die D850, wenn es um extrem unbemerktes Fotografieren geht. Da ist so ein großer Trum sehr viel auffälliger.
Im Freien aus der Hand kann sie bei unprofessioneller Arbeitsweise sehr viel schlechter abschneiden, als eine sehr viel günstigere Vollformat von Nikon. Die extreme Auflösung führt zu Micro-Verwacklungen, die bei niedrigerer auflösenden Kameras nicht auftreten.
Deshalb hat Nikon eine Auflistung herausgegeben, was professionelles Arbeiten mit dieser Kamera bedeutet. Nur kurz: Die Kehrwertregel gilt hier nicht mit „normalen“ Werten (1/Brennweite als längste Zeit aus der Hand), sondern du musst viermal kürzere Belichtungszeiten verwenden, um die Verwacklung zu vermeiden.
Im Studio, vom Stativ aus, ist sie jedoch ein extrem gutes Arbeitsgerät.
Es kommt also darauf an ….
Hallo Karsten,
wie geht man aber mit dem Bildstabilisator um, wenn von einem Schiff aus Polarlichter fotografiert werden sollen. Einerseits ist wegen der erforderlichen langen Belichtungszeit ein Stativ erforderlich. Andererseits wird selbst ein nicht aktiv fahrendes Schiff immer etwas Bewegung haben. Also Stabi an?
VG Michael
Vom Schiff aus sind Polarlichter nicht sinnvoll zu fotografieren. Es schwankt einfach zu sehr. Stabi hin oder her, das wird nix. Zumindest, wenn du scharfe Landschaft drauf haben möchtest, was immer sehr gut aussieht.
Vielen Dank für die rasche Antwort.