Viele Fotografen und Bildbearbeiter arbeiten mit falsch eingestellten Monitoren – und wundern sich später über Farbabweichungen bei Drucken oder auf anderen Bildschirmen. Dabei kannst du deinen Bildschirm auch ohne teures Farbkolorimeter erstaunlich genau kalibrieren. In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du Gamma, Farbtemperatur und Helligkeit per Augenmaß und mit ein paar kostenlosen Tools richtig einstellst.
An jeder Straßenecke im Netz liest du, du könntest deinen Bildschirm nur mit einem Farbkolorimeter kalibrieren. Das ist gut gemeint – aber es ist nur eine von zwei Möglichkeiten. Die zweite kostet dich keinen Cent, und genau die zeige ich dir hier zuerst.

Bildschirm kalibrieren ohne Gerät – geht das wirklich?
Ja. Du kannst deinen Bildschirm per Augenmaß und mithilfe einiger kostenloser Tools kalibrieren. Es gibt nur drei Bedingungen: Du bist Hobbyfotograf, du kalibrierst auf den sRGB-Farbraum und du bist nicht farbenblind. Bist du Profi, können andere Werte sinnvoll sein – aber das muss ich dir dann sicher nicht erzählen. 😉
Bist du dir bei feinen Farbstichen unsicher, hol dir eine zweite Person mit gutem Farbsehen dazu – vier Augen erkennen leichte Abweichungen einfach besser als zwei.
Was du erreichen willst (die Sollwerte)
Als Hobbyfotograf willst du deinen Bildschirm auf die für sRGB empfohlenen Werte bringen: Gamma 2,2 und Farbtemperatur 6500 Kelvin, dazu ein sauber sitzender Schwarz- und Weißpunkt. Warum sRGB und nicht der „professionelle“ Adobe-RGB-Farbraum? Das erkläre ich dir in den Grundlagen zum Farbraum – die solltest du als Hintergrund einmal gelesen haben.
Die Voraussetzung
Dein Bildschirm sollte eine gewisse Mindestqualität haben und nicht die billigste Eumelkiste vom Grabbeltisch sein. Ein guter Fotografen-Monitor muss aber nicht teuer sein – worauf es ankommt, zeige ich dir im Artikel über den passenden Monitor. Wichtig ist vor allem, dass er die nötigen Einstellmöglichkeiten am Gerät bietet: Helligkeit, Kontrast und Farbtemperatur. Genau die brauchst du gleich.
Schritt für Schritt: visuell kalibrieren (kostenlos)

- Stelle deinen Bildschirm vor dem Kalibrieren auf die Werkseinstellungen zurück.
- In den Einstellungen des Bildschirms (also über die Tasten und das On-Screen-Menü) suchst du die Einstellung Farbtemperatur und stellst sie auf 6500 Kelvin.
- Starte deine Bildbearbeitungs-Software, z. B. Photoshop, Photoshop Elements (gerne auch ältere Versionen), Lightroom oder jede andere Farbmanagement-fähige Software.
- Schwarzpunkt einstellen: Lade dir dieses Testbild herunter und öffne es in deiner Software. Nutze den Helligkeitsregler deines Bildschirms und stelle die Helligkeit so ein, dass du auf dem Testbild alle Zahlen erkennst. Die Zahl 1 siehst du nur in einem eher schwach beleuchteten Raum. Hintergrund: Mit der Helligkeit regelst du in Wirklichkeit nur die Helligkeit der dunklen Töne.
- Weißpunkt einstellen: Lade dieses zweite Testbild herunter. Nutze den Kontrastregler deines Bildschirms und stelle den Kontrast so ein, dass du alle Zahlen erkennst. Hintergrund: Mit dem Kontrast regelst du den „Abstand“ zwischen Weiß und Schwarz. Der sollte möglichst groß sein, damit deine Fotos kontrastreich angezeigt werden – aber nicht zu groß, und genau dabei hilft dir das Testbild.
- Gamma einstellen: Kalibriere das Gamma auf dieser Seite – dort ist beschrieben, wie es geht. Mein Tipp: Um wirklich zu erkennen, ob das Gamma stimmt, nehmen Brillenträger ihre Brille ab. Siehst du ohne gut, kneif die Augen zusammen, bis alles unscharf wird, oder stell dich 2 bis 3 m vom Bildschirm weg. Perfekt ist es, wenn dein Monitor selbst eine Gamma-Einstellung bietet; alternativ regelst du es über die Grafikkarte oder eines der gleich genannten Tools.
- Gamma kontrollieren: Prüfe mit diesem Gammatest, ob dein Gamma 2,2 beträgt. Genau diesen Wert brauchst du für eine Kalibrierung auf sRGB.
- Graudarstellung gegenprüfen: Zum Abschluss kontrollierst du die Graudarstellung. Ist der Bildschirm gut kalibriert, sehen beim unscharfen Hinsehen beide grauen Flächen wie eine einzige große Fläche aus. Weicht die linke in Helligkeit oder Farbe von der rechten ab, hast du in den Schritten davor noch nicht genau genug gearbeitet.
Vielen Dank an Ralph Altmann von simpelfilter.de für die Testbilder und die tolle Website. 🙂
Wie genau ist das – reicht das aus?
Wenn du deinen Bildschirm so einstellst, ist er Hardware-kalibriert – eigentlich die Königsklasse: Allein über die Einstellmöglichkeiten des Bildschirms wird das Bild dazu gebracht, so auszusehen, wie es soll. Die Grafikkarte muss keine Zusatzarbeit leisten, und du brauchst keine extra Software. Bietet dein Bildschirm diese Einstellungen, ist das das Optimum.
Wie genau das wird, hängt davon ab, wie sicher du Farbstiche und Gammaabweichungen beurteilst. Mit etwas Übung und einem ordentlichen Bildschirm kommst du erfahrungsgemäß auf 90 bis 95 % der Sollwerte – nicht beim ersten Mal, aber bald. Reicht das? Wenn du deinen Bildschirm vorher gar nicht kalibriert hast, verbessert dieser eine Durchgang die Wiedergabe massiv. Du bist sehr viel näher an den Sollwerten, und deine Fotos sehen auf anderen, kalibrierten Monitoren und bei Abzügen aus dem Labor nicht mehr daneben aus. Chapeau!
Mit den Bordmitteln von Mac & Windows kalibrieren
Mac und Windows bringen eigene Assistenten mit, mit denen du dieselbe visuelle Methode durchführen kannst. Sie lassen dich ebenfalls Gamma, Schwarz- und Weißpunkt sowie Farbtemperatur einstellen. Zwei Dinge stören mich allerdings: Beide Programme sind sehr rudimentär und verlangen teils nicht mehr zeitgemäße Voreinstellungen, und die Testbilder darin sind viel zu klein, um wirklich etwas zu erkennen. Für ein erstes Herantasten taugen sie – die visuelle Methode mit den großen Simpelfilter-Testbildern oben bringt dich näher ans Ziel.
Mac kalibrieren

Auf dem Mac findest du den Assistenten unter Systemeinstellungen → Displays → Farbprofil → Kalibrieren. Damit öffnet sich der Apple-Kalibrierungsassistent, der dich durch Helligkeit, Gamma und Weißpunkt führt. Er ist solide gemacht, aber wie gesagt etwas grob.
Windows 10/11 kalibrieren
Unter Windows 10 und 11 tippst du in die Suche „Bildschirmfarbe kalibrieren“ – damit startet das Display-Color-Calibration-Tool. Es führt dich Schritt für Schritt durch Gamma, Helligkeit, Kontrast und Farbbalance.
Laptop- und Notebook-Display kalibrieren
Laptops haben meist keine Tasten am Gerät, mit denen du Helligkeit, Kontrast und Farbtemperatur direkt regeln könntest. Dann bleibt dir nur der Weg über das OS-Tool oder über die Software – das ist immer die zweitbeste Lösung, weil du nicht an der Hardware selbst justierst. Achte bei einem Notebook zusätzlich darauf, dass du immer aus demselben Blickwinkel auf das Display schaust und in einer halbwegs konstanten Umgebungshelligkeit arbeitest, sonst beurteilst du die Farben jedes Mal anders.
Ähnlich rudimentär wie die Bordmittel sind kostenlose Tools wie Calibrize oder der Monitor Calibration Wizard. Meine visuelle Methode mit der Simpelfilter-Website kann ich dir nach wie vor am ehesten empfehlen. 🙂
Die Ideallösung: kalibrieren mit Farbkolorimeter

Ist dir der visuelle Abgleich zu fummelig, oder willst du wirklich an die 100 % heran? Dann ist ein Farbkolorimeter dein Werkzeug. In den meisten Fällen ist eine Kombination optimal:
- An der Hardware, also am Bildschirm, stellst du über das OSD-Menü Helligkeit, Kontrast und Farbtemperatur so ein, dass der Monitor schon möglichst nah an die Sollwerte kommt.
- Mit der Software erledigst du dann das Feintuning für die letzten paar Prozentpunkte.
Manchmal kannst du den Monitor selbst gar nicht oder nicht fein genug einstellen – viele einfache Bildschirme und die meisten Laptops bieten am Gerät keine Einstellmöglichkeit. Dann läuft alles über die Software, und das ist nur die zweitbeste Lösung. Der große Vorteil des Kolorimeters: Du gibst den Farb- und Helligkeitsvergleich an ein Gerät ab, das sehr präzise arbeitet – die korrekte Anwendung vorausgesetzt.
Der Spyder

Ein solches Farbkolorimeter ist der Datacolor Spyder*. Es gibt ihn in verschiedenen Varianten; ich empfehle die Variante X Pro.
Wie die Kalibrierung mit dem Spyder funktioniert, zeige ich dir im folgenden Video – inklusive empfohlener Voreinstellungen. Wenn ich darin hier und da auf andere Videos verweise: Dieser Ausschnitt stammt komplett aus meinem Lightroom-Onlinekurs, in dem ich dir zeige, wie du deine Fotos schnell und intuitiv bearbeitest.
Wie oft solltest du neu kalibrieren?
Auch hardware-kalibrierte Bildschirme altern je nach Nutzung. Überprüfe deinen Monitor deshalb alle 1 bis 3 Monate mit der visuellen Anleitung von oben und kalibriere ihn dabei neu. Das dauert nach etwas Übung nur wenige Minuten – und hält deine Bildbeurteilung dauerhaft verlässlich.
Ein gut kalibrierter Bildschirm ist der erste Baustein eines verlässlichen Bearbeitungsplatzes – der zweite ist der Monitor selbst. Worauf es bei einem guten Fotografen-Monitor ankommt (und warum er nicht teuer sein muss), liest du hier weiter: Der richtige Monitor für die Bildbearbeitung.
Neu hier?
Fototipps per E-Mail erhalten – inklusive Kamera-Entscheidungskarte
Du erhältst von mir regelmäßig fotografische Praxis-Impulse per E-Mail, Hinweise auf neue Inhalte sowie gelegentliche Angebote zu meinen Fotokursen und Produkten. Als Dankeschön für deine Anmeldung sende ich dir nach Bestätigung deiner E-Mail-Adresse die Kamera-Entscheidungskarte zu. Du kannst deine Einwilligung jederzeit über den Abmeldelink in jeder E-Mail mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Weitere Informationen findest du in der Datenschutzerklärung.
Im Moment vor dem Auslösen bleibt selten Zeit, einen Artikel nachzulesen. Deshalb passt die Kamera-Entscheidungskarte auf ein Blatt: vorn fünf Entscheidungen in fester Reihenfolge, hinten eine ruhige Fehlersuche für den Fall, dass ein Bild nicht klappt. Danach schreibe ich dir regelmäßig, worauf ich beim Fotografieren achte und wie ich Entscheidungen treffe.

Danke für die aufschlussreiche Erklärung?
Werde morgen meinen Monitor gleich kalibrieren. Bisher
war er stets nur im werkseingestellent sRGB modus betrieben
Andreas
Gerne. Mach mal und berichte.
🙂 Die Factory Presets (sRGB) waren so gut, dass ich nichts an meinem Monitor ändern musste.
Wunderbar! 🙂
Hallo Karsten ,
Was musst DU denn noch in Berlin lernen ? 🙂
Auf jeden Fall viel Spaß an der Müritz und gutes Licht und viele Tiere
Grüße,
Andy
Du weißt doch: Man lernt NIE aus! 🙂
Hallo Karsten,
erst mal vielen Dank für deine ausführliche Anleitung.
Ich bestelle ja jeden Monat bei Saal grosse Prints in 30×45 und war schon oft unzufrieden mit den Ergebnissen. Monitorbild und Ausdruck wichen zu stark voneinander ab. Werde jetzt mal anhand deiner Anleitung versuchen ob die Ergebnisse nach der Kalibrierung des Monitors besser werden.
Möge das Licht mit dir sein
Gruss
Tom
Mach mal und berichte. 🙂
Hallo Karsten,
vielen Dank für die ausführliche Erklärung!
Wünsch dir für heute noch einen erfolgreichen Tag in Berlin.
Viel Spaß an der Müritz, gutes Licht und viel Glück bei der Tiersichtung!
Freundliche Grüße, Sabine
Gerne, Sabine.
Ja, ich wünsch mir auch viel Glück… soll ja wirklich toll da sein …
Ich berichte! 🙂
Hallo Karsten.
Wie kann ich denn einen Laptop ohne Hilfsmittel kalibrieren?
LG
Lena
Hallo Lena,
das funktioniert in der Regel nicht, denn Laptopdisolays bieten oft keine solchen Einstellmöhlichkeiten.
Schließ einfach einen externen Monitor an, dann bist du super im Rennen! 🙂 Oben habe ich einen sehr guten für unter 250 € verlinkt.
Sorry für die schlechte Nachricht, aber irgendeinen Haken müssen Laptops doch auch haben… DAS ist er! :-/
der Karsten
Hallo Lena,
bei meinem Windows10 Laptop von ASUS kann ich die Farbendarstellung verändern. Wenn ich mit der rechten Maustaste auf den Bilschirm klicke erscheint ein Dialogfenster, wo ich „Grafikeigenschaften“ auswählen kann. Dann erscheint ein Menü mit einem Eintrag „Farbeinstellungen“. Dort können die Farben, Gamma, Helligkeit etc. verändert werden. Ich würde mal sagen, das ist mit Vorsicht zu genießen, weil der Hersteller ja bereits bei der Herstellung weiß, welche Grafikkarte und welches Display er eingebaut hat und die Einstellungen vermutlich schon optimal sind.
Richtig, Friedrich!
Ergänzend dazu noch folgendes: Alle Änderungen, die dort vorgenommen werden, werden dann ausschließlich über die Grafikkarte gemacht. Das kann unter Umständen dazu führen, dass sie an ihre Grenzen gebracht wird und unvorhersehbare Ergebnisse produziert. Daher ist es besser, wenn du vorher an der Hardware (Monitor) die groben Anpassungen vornimmst und die Grafikkarte sich nur noch um Kleinigkeiten kümmern muss.
Hallo Karsten,
mein Monitor ging nicht zu kalibrieren da habe ich mir den von dir empfohlenen ViewSonic geholt. Der ist wirklich sehr gut. Meine Ausdrucke passen jetzt schon ganz gut von der Farbe her, nur sind sie etwas zu dunkel. Würde den Monitor nur ungerne in der Helligkeit verstellen da vom Empfinden her alles so optimal aussieht. Kann man Lightroom irgendwie beibringen beim Entwickeln immer eine Blende aufzuhellen ?
LG Tom
Hm, Tom, was willst du jetzt von mir hören?? Dass du alle deine Fotos um ein Blende dunkler bearbeiten sollst, damit sie im Ausdruck gut ausshen – aber in allen anderen Medien um eine Blende zu hell??
Nicht wirklich, oder?
Kauf dir n Farbkolorimeter für 150 € und du hast Ruhe! 🙂
Hallo Karsten,
ich habe mir auch den Monitor von Viewsonic bestellt, um diesen an meinen Laptop anzuschließen. Nach dem Video zur Kalibrierung mit dem Spyder stellt sich mir die Frage, ob ich für den externen Bildschirm eine neues ICC- Profil anlegen muss? Meinen Laptopmonitor habe ich bereits kalibriert und verwende das gespeicherte Profil. Wie verhält es sich nun, wenn ich einen weiteren Monitor mit dem Spyder nutze?
Vielen Dank schon mal.
Liebe Grüße
Ja, erstelle ein neues Profil für jeden Bildschirn. Dann kannst du jeweils auf das Profil für den gerade verwendeten Monitor umschalten.
Leider kann man mit dem Spyder Elite nur 1 Profil je Rechner speichern. Dann muss man sich für einen Monitor entscheiden. Meiner Meinung nach reine Abzocke von Datacolor.
Soweit ich mich erinnern kann, ist natürlich das Speichern mehrerer Profile auf einem Rechner möglich. Alles andere wäre ja sinnbefreit: Wenn du nach einiger Zeit nachkalibrierst, wird ja ein neues Profil erstellt und in das Betriebssystem eingebunden.
Auch der Kauf eines neuen Monitors wäre dann ja vergebens, weil man ihn dann nicht kalibrieren könnte.
Hallo Karsten,
ich bin ein großer Fan davon Feedbacks zu geben, gerade in der Onlinewelt. Deine Blogbeiträge zum Thema Monitor und Kalibrierung haben mir sehr geholfen. ich werde beide Sachen über deinen Link bestellen. Danke, dass du dein Wissen mit uns teilst. Ida
Gern geschehen, Ida! 🙂
Sehr interessanter Artikel!
Was ist denn, wenn ich die Fotos mit der Kamera im AdobeRGB-Modus schieße und ich die Fotos mit Lightroom im srgb-Modus bearbeite bzw. ausgebe? Muss man da was beachten? Das ist mir noch nicht ganz klar geworden…
Dann müssen die Farben eines größeren Farbraums in einen kleineren übertragen werden.
Wenn du versuchst, einen Liter Farbe in eine Plastiktüte mit 500 ml Fassungsvermögen zu packen, was passiert da??! Richtig: Das passt nicht.
Frei nach dem Motto „Was nicht passt, wird passend gemacht“ versucht das Farbmanagement deiner Software dann, es doch irgendwie passend zu machen.
Dabei geht es aber nicht allein um eine mengenmäßige Begrenzung – das wäre ja zu einfach. Denn hier kommt es mehr auf die Qualität an. Die Hauptfrage ist: Was geschieht mit Farben, die im kleineren Zielfarbraum nicht darstellbar sind?
Die ICC hat dafür vier Verfahren standardisierte Verfahren definiert, die Umwandlungsprioritäten oder Rendering Intend genannt werden: perzeptiv, relativ farbmetrisch, absolut farbmetrisch und Sättigung. Je nach Ursprungsfoto und seinen Farben und je nach Zielfarbraum kommt die jeweils geeignetste Umwandlungspriorität zur Anwendung.
Stark vereinfacht kann ein Rat lauten: Sieh dir am besten beim Umwandeln die Vorschau an und entscheide, bei welcher Priorität du die besten Ergebnisse erhältst.
Der noch bessere Rat lautet: Wandle am besten niemals ein Foto von einem größeren in einen kleineren Farbraum um. Das macht einfach keinen Sinn, vor allem, wenn – wie in diesem Artikel beschrieben – dein Zielfarbraum von vorne herein bekannt ist.
Vielen Dank für die ausführliche Antwort!
Jetzt bin ich bestens im Bilde.
Schönen Gruß
Matthias
Hallo Matthias,
es gibt aber noch die Option (außer perzeptiv…) „Farben nicht umwandeln“, bzw „keine Änderung“. Dann wird auch nichts verändert. Wenn Du dann allerdings Korrekturen vornimmst an einem nicht kalibrierten Bildschirm, weil es besser aussieht, dann kannst Du Dir das Bild verderben. Dann noch in einem ungeeigneten Farbraum weitergeben, Katastrophe.
Ja genau, Friedrich. Und weil ich versuche, meine Leser bei so einem doch eher undurchsichtigen Thema nicht noch mehr zu verwirren, habe ich es nicht erwähnt. Soll ja niemand in einer Katastrophe enden! 😉
Hallo Karsten,
auch dieser Artikel ist wieder sehr lesenswert.
Kann ich meinen alten iMac (2012) überhaupt Kalibrieren? Bei den neuen mit Retina dürfte das wohl kein Problem sein
Deinen Artikel über Monitore haben ich ebenfalls gelesen. Ich möchte aber gerne beim iMac bleiben.
Beste Grüße
Thorsten
Klar kannst du den kalibrieren. 🙂
Hallo Karsten,
ich habe mal eine Frage. Ich würde gerne den Benq 2720U Monitor kaufen und laut Hersteller kann man diesen Monitor nicht kalibrieren. Das wäre aber das wichtigste, da er für Fotobearbeitung gedacht ist. Ist das wirklich so? Gibt es Monitore die man nicht kalibrieren kann? Oder gibt es dafür einen Trick? Sorry für die vielleicht blöde Frage, aber damit habe ich null Erfahrung und im Netz finde ich nichts darüber.
Viele Grüße
Dani
Du kannst jeden Monitor kalibrieren. Einige in der Hardware, andere nur mit einem Kolorimeter. Lies dazu mal meinen Artikel über diesen Monitor.
Doch auch wenn er kalibriert ist, kann das Ergebnis relativ lausig sein – wenn der Monitor es halt auch ist.
Hallo Karsten,
ich habe hier 10 Monitore, auch Benq, und alle haben einen Knopf am Gehäuse: Menu. Dort kannst Du Dir wirklich alles versauen, wenn Du willst.
Aber auch in den Systemeinstellungen am Rechner kannst Du eingreifen. Rechtsklick auf den Bildschirm, Grafikeinstellungen oder sogar direkt in die Grafikkarte eingreifen.
Alle Änderungen, die in den Systemeinstellungen vorgenommen werden, werden dann ausschließlich über die Grafikkarte gemacht. Das kann unter Umständen dazu führen, dass sie an ihre Grenzen gebracht wird und unvorhersehbare Ergebnisse produziert. Daher ist es besser, wenn du vorher an der Hardware (Monitor) die groben Anpassungen vornimmst und die Grafikkarte sich nur noch um Kleinigkeiten kümmern muss.
Eine Korrektur von mir zum Thema Kalibrieren: Der Menüknopf am Monitor ist gesperrt (OSD gesperrt) wenn der Monitor über Digitalkabel angeschlossen ist. Dann kann immer noch über die Systemsoftware des Computers eingegriffen werden (bei Windows Rechtsklick auf den Bildchirmhintergrund).
… aber auch mit den schon mehrfach hier in den Kommentaren erwähnten, möglich negativen Auswirkungen.
o.k Danke für die Info Karsten. Den Artikel hab ich gelesen. Der Benq 2720U ist ein sehr guter Monitor mit tollen Werten. 100% sRGB und 100% Adobe RGB. Also auch wenn die Software und Hardwarekalibrierung vom Hersteller nicht funktioniert kann ich ihn mit einem Kolorimeter kalibrieren? Ist da dann das Ergebnis genau so gut? Da der Support des Herstellers auch irgendwas von einem ICC-Profil sagt das von der Software erstellt wird (bei einer anderen Monitor-Serie die kalibrierbar ist). Ist dieses Profil wichtig?
Viele Grüße
Dani
Das meinte ich: Wenn er nicht hardwarekalibrierbar ist, kannst du ihn immer noch mit einem Kolorimeter softwarekalibrieren.
Die Kombi aus Hardware- und Softwarekalibrierung ist besser, als nur per Software. Wenn der Monitor aber nicht per Hardware kalibrierbar ist, muss die Software dann eben reichen.
Hersteller von Monitoren haben in der Regel ein Profil beigegeben, auf jeden Fall ist das in der Profilauswahl meiner Monitore am Rechner zu sehen. Benq ist ein sehr gutes Gerät, das sich auch manuell einstellen lässt, entweder dirrekt am Monitorgehäuse (auf der Monitorrückseite sind Bedienknöpfe über dem Einschaltknopf) mit Menu oder in der Windows Geräteeinstellung (Rechtsklick auf den Bildschirmhintergrund).
Friedrich, Benq ist eine Marke, kein einzelnes Gerät. Ich denke, dass du als feiner Grafiker sicherlich hochwertigere Geräte einsetzt.
Wie eingangs auf dieser Seite geschrieben: Im professionellen Bereich gelten andere Anforderungen und man hat oft andere Möglichkeiten mit teureren Geräten. Trotzdem sind die softwareseitig nutzbare Einstellungen doch etwas anderes, als das, was du an der Hardware einstellst.
Vielen Dank. Hab mal meine Monitore mit deinen Beschreibungen kalibriert.
Es ist krass wie unterschiedlich die Endergebnisse trotz Kalibrierung noch aussehen.
Hab halt ein IPS Panel und ein VA Panel. Das IPS Panel ist eigentlich zum arbeiten gedacht.
Farben am VA Panel wirken einfach etwas blasser und schwächer.
Ich denke aber, dass ich damit jetzt definitiv besser arbeiten kann =)
Na wunderbar! 🙂
Hallo Karsten.
Tolle Erklärung. Ich kalibiriere meine Monitore alle zwei Wochen neu. Auch mit nem Spyder. Das sit bei mir auch nötig, da ich damit arbeite 😉 .
Aber die erklärung mit dem visuellen Kalibrieren fand ich sehr gut.
Liebe Grüße und bleib gesund.
Sven
Dank dir! 🙂
Hallo Karsten,
die Erklärung und die verlinkten Hilfsseiten helfen mir leider überhaupt nicht. Ich habe es zum wiederholten Male versucht und es – für mein Empfinden – nicht gut hinbekommen. Ich sehe es nicht!
Aber: Es wurde von vielen angewandt und von vielen positiv bewertet. Das Problem liegt damit bei mir.
Schönen Tag!
Frank
Dann wäre evtl. die Anschaffung eines Colorimeters sinnvoll, das sieht das dann. 🙂
Genau; leider war mein Geburtstag erst vor ein paar Tagen – oder ich schaue mir noch mal den Viewsonic Bildschirm an und wäge ab…
Hallo Frank,
Du könntest einen Test machen mit einem Bild, das Du von einem professionellen Digitaldruckstudio oder einer Druckerei ausdrucken lässt. Die haben ihre Geräte hoffentlich kalibriert. Dann schaust Du Dir den Ausdruck an und versuchst, das was Du am Bildschirm siehst mit dem Ausdruck in Übereinstimmung zu bringen. Monitore haben allerdings einen größeren Konstrast, als Ausdrucke, während Bildschirme bestimmte Farben aus CMYK-Drucken nicht darstellen können. Cyan (ein bestimmtes Blau) das oft falsch angezeigt wird. Ein Colorimeter kann das gut ausgleichen.
Hallo Friedrich, dass du hoffentlich schreibst, lässt mich nicht Gutes erwarten.
Nach meiner Erfahrung sind Druckereien und Digitaldruckstudios, die heute unkalibriert im Geschäft sind, schnell weg vom Fenster. Und das ist auch richtig so!
Frank, beachte diesen Hinweis bitte nicht. Diese Art der Anpassung hat schon früher nicht gut funktioniert und ist sehr wahrscheinlich teurer, als ein Kolorimeter. Und wenn du Schwierigkeiten hattest, die Veränderungen zu sehen, die ich hier beschreibe, wird es damit nicht besser funktionieren. 😉
Hallo Karsten,
mein EIZO CG2440 wird nach 50 Betriebsstunden durch eigen Software ColorNavigator 7 kalibriert.
Für mein Empfinden ist das Ergebnis gut. Für Bilddruck ( Canon MG 7750 ) habe ich entsprechned dem Fotopapier
ein Eigenes ICC-Profil gekauft.
Somit alles ok.
Bleib Gesund
Manfred
Alles, was funktioniert, ist gut. Weiter so! 🙂
Servus Karsten,
die heutige Aufgabe entspricht dem was ich schon vor etwa 3 Wochen, aufgrund deines Artikels,
gemacht habe. Da mein Monitor, ein Asus PB248Q, schon sehr gut eingestellt war, habe ich ihn trotzdem
nach deinen Angaben heute nochmal kalibriert.
Einen wirklichen Unterschied kann ich aber nicht feststellen, mir fehlt einfach ein Referenzbild.
Aber dein Artikel ist sehr gut.
Grüße aus dem Chiemgau
Heinz
Das Bild von einem professionellen Druckdienst (möglichst CMYK) ausdrucken lassen. Das ist Dein Referenzbild.
So könnte man das machen, Friedrich – guter Hinweis.
Allerdings muss Heinz dann natürlich diesen Druck unter Normlicht ansehen, damit er es wirklich vergleichen kann. Ich halte diesen Aufwand für Hobbyfotografen deutlich zu hoch.
Statt dessen einfach den Monitor auf die richtigen Werte kalibrieren und gut ist’s.
Hallo Heinz,
irgendwie ist mir dein Kommentar durchgegangen. Entschuldige bitte. :-/
Dass du keinen Unterschied festgestellt hast, ist ja einfach erklärt: Der Monitor war ja ab Werk kaibriert. Wenn du ihn dann direkt anschließend erneut kalibrierst, kann ja auch kein großer Unterschied erkennbar sein.
Wenn du ihn aber heute nochmal kalibrierst, wird wahrscheinlich etwas zu sehen sein. Vorausgesetzt, du hast den Monitor auch in der Zwischenzeit genutzt, was ihn ja bekanntlich altern lässt.
Hallo Karsten,
vielen Dank für die tolle Erklärung. Ich konnte den Bildschirm meines Laptops teilweise mit DCCW kalibrieren. Nachdem ich mich ein bisschen durchgegoogelt habe, fand ich unter den Intel Grafikeinstellungen auch den Kontrastregeler.
Mal gucken ob die nächsten Bilder heller werden 🙂
Liebe Grüße, Andrea
Wenn Du nur den Bildschirm korrigierst, hat das noch keine Auswirkung auf den Ausdruck, weil Du ja an den Daten nichts verändert hast. Wenn Du jetzt aber am Monitor den Eindruck hast, dass Du das Bild heller machen musst, dann druckt der Drucker auch heller.
Richtig, Friedrich: Die Kalibration verändert allein noch nicht das Endergebnis.
Aber bleiben wir korrekt: Erst, wenn Andrea nicht nur den Eindruck hat, dass sie das Foto aufhellen sollte, sondern das Foto auch tatsächlich heller macht, dann druckt der Drucker heller.
Aber ich bin sicher, dass du das meintest, oder?
Hallo Karsten,
bei meiner Grafikworkstation ist ein Colorimeter eingebaut von daher ist er immer kalibriert.
Habe mich aber mal bei meinem immer-dabei-Laptop hingesetzt und habe ihn mit deinen Tipps und Tools kalibriert.
Das Ergebnis war schon beeindruckend. Die anschliessende Kalibrierung mit dem Spyder X pro ergab einen Unterschied der minimal war .
Testkalibrierung ergab 83 % sRGD mit Spyder 86 %sRGB also schon wirklich sehr guter Artikel .
Viele Grüße
Klaus
Wo genau hast Du denn 83% gemessen? Die Datei wurde ja nicht verändert, sondern nur Deine Bildschirmdarstellung. Von daher kann sich auch ein Bildwert nicht geändert haben. Der Sinn der Bildschirmkalibrierung ist, dass Du anhand von dem, was Du am Bildschirm siehst, verlässlich Korrekturen ausführen kannst, die professionell weiterverarbeitet werden können. Man kann auch mit einem verpeilten Bildschirm leben, wenn man nur Internetseiten anschaut.
Hallo Klaus,
wunderbar, dass du mit der Anleitung gute Ergebnisse erzielt hast. 🙂
@Friedrich: Ich glaube, die Veränderung bezieht Klaus auf die Bildschirmdarstellung zwischen Kalibration per Augenmaß und Kolorimeter. Offensichtlich hat Klaus das alles richtig umgesetzt.
Hallo Karsten,
erst einmal Danke für die Idee mit den Corona-Aufgaben und deinem täglichen Aufwand so einen Kurs zu betreiben! Toll!
Ich habe jetzt mit meinem Samsung U28E590 fast 3 Stunden herumkalibriert komme aber mit der Gammakorrektur bei weitem nicht dahin wie die Seite Simpelfilter.de vorgibt, die linke Seite des Testbildes ist viel dunkler, das wäre eher ein Wert -2,2. Hab mir für diesen Monitor jetzt das ICC Profil installiert aber es ist noch immer so. Laut Hersteller sollte der Monitor sRGB zu 98% können.
Vielleicht brauche ich doch einen anderen Monitor. Bei deinem empfohlenen ViewSonic gibt es ja auch mehrere Modelle, gilt die Empfehlung auch für so einen 32“ oder ausschließlich für den 24“, das wäre mir zu klein, mit meinen 51 Lenzen sehe ich nicht mehr so gut 🙂
Danke und schöne Grüße von den Kanaren, La Palma
Die Unterschiede liegen nur in der Größe. Also nur zu! 🙂
Versteht den Zusammenhang: wenn Ihr die Bildschirmanzeige verrändert, verändert sich an Dateien gar nichts. Nur, wenn Ihr Dateien verändert, ändert sich an Dateien etwas.
Das ist richtig, Friedrich.
Aber worauf beziehst du das? Ich habe nicht den Eindruck, dass Michael den Zusammenhang nicht verstanden hätte …
Danke, dann geh ich mal sparen 🙂 das Ding überschreitet gerade meine Finanzen…
Vielen Dank für die tollen Erklärungen. Ich habe gestern ganz schön getüftelt, aber bei der Gamma-Einstellung hat einiges gefehlt! Von daher: super.
Hallo Sylvia, Helligkeit und Kontrast (im Dialog zur Bildschirmeinstellung) verändern die Bildschirmdarstellung so, dass die Farbkanäle beschnitten werden. Bei Helligkeitzunahme wird Schwarz zu Grau, bei Kontrast gehen Zwischentöne verloren, Schwarz und Weiß werden enger zusammengestellt und Graubereiche schrumpfen. Gamma ist flexibler und man kann Graustufen dunkler oder heller machen ohne die Schwarz- und Weiß-Werte zu verändern oder man kann nur die Weißwerte verändern oder nur die Schwarzwerte oder alles in jeder beliebigen Kombination. Wenn man nur die Möglichkeit hat, den Gammawert anzugeben (ohne verschiebbare Regler) dann wird der Grauwert mittig verschoben ohne die Schwarz- und Weiß-Werte zu verändern. Ein Kolorimeter kann das sehr fein abstufen.
Deshalb empfehle ich ja auch unbedingt ein Kolorimeter. Es muss ja keins von Datacolor sein, denn andere können das auch.
Hallo Karsten! Bei dem iMac gibt es keine Tasten und Rädchen. Über die Systemeinstellungen kannst Du lediglich die Kelvinzahl eingeben (6500 bei mir). Gamma (2.2) wird automatisch geregelt. Zurzeit informiere ich mich aber auch bei Datacolor über den Spyder. Mal schauen, ob das was wird.
Deine Aufgaben sind übrigens spitze. Auch wenn ich nicht immer gleich Zeit dazu habe, so versuche ich doch noch rechtzeitig vor dem Webinar fertig zu werden (manchmal dann doch leider zu hektisch).
Schönen Gruß
Hans-Peter
Ja, da sind die iMacs manchmal beschränkt. Dann muss es halt die Softwarekalibration per Colorimeter rausreißen. Geht aber! 🙂
Hallo Hans-Peter, ich habe keinen iMac aber einen Power-Pro. Aber wir haben die selbe Software. In den Systemeinstellungen (unter dem Apfelsymbol in der Menüleiste ganz links) gibt es ein Kontrollfeld Monitore. Dort kannst Du die Bildschirme anordnen, Farbprofile auswählen und Monitore kalibrieren. Am Ende der Kalibrierung kommt ein neues Farbprofil heraus, das Du dem entsprechenden Monitor zuordnen kannst.
Ganz so einfach ist es nicht, Friedrich.
Je nach Alter des Macs kann es durchaus sein, dass in den Systemeinstellungen unterschiedliche Möglichkeiten zum Einstellen bestehen. Ich habe auch schon iMacs gesehen, deren Einstellmöglichkeiten dort erstaunlich eingeschränkt waren.
Hallo,
ich habe mir das kostenlose Programm/Tool QuickGamma installiert. Damit ist es total leicht den Gammawert auf 2,2 einzustellen. Die Überprüfung anhand der Testbilder zeigt, dass das Programm korrekt arbeitet. Mir scheint auch der Anbieter seriös zu sein – man weiß ja nie, was mensch sich mit solchen Programmen sonst noch herunterlädt. Ein Mensch namens Eberhard Werle stellt das Programm zur Verfügung.
Danke für den Hinweis, Constantin. 🙂
Vielleicht kann es, was du sagst, ich konnte es nicht testen, weil es nur auf Windows läuft.
Ich verlinke das Programm hier nicht, weil ich kein Impressum auf der Downloadseite finde.
Hallo Karsten, gute Erklärungen.
Darf ich noch hinzufügen: Manche versuchen, den Monitor an ihre Druckergebnisse des Desktopdruckers anzugleichen. Das kann nicht funktionieren. Monitor und Drucker sind Ausgabegeräte, mit geräteabhängigen Darstellungsfehlern. Deshalb müssen beide Geräte kalibriert werden. Es gibt zwar allgemeine Profile, die zugeordnert werden können, wie sRGB für Monitore oder druckerspezifische Standardprofile für Brother, Lexmark etc., die aber Abweichungen der Geräte oder Umgebungsbedingungen nicht berücksichtigen können. Eventuell gelingt eine eigene Anpassung für eigene Zwecke noch einigermaßen zufriedenstellend. Wenn die Daten aber weitergegeben werden sollen im Internet, zu einer Offsetdruckerei, an einen digitalen Druckdienst für Poster oder ähnliches, dann kann das Ergebnis ganz anders ausschauen, als man es auf dem eigenen Monitor gesehen hat. Da wirkt ein Gesicht auf einmal gelblich, bläulich oder rötlich, das Grau hat einen rötlichen Stich und so weiter. Die Kolorimeter garantieren, dass ein spezielles Profil für die Kombinatioon aus Grafikkarte und Monitorfarben eingerichtet wird oder mit Printprofilen die Ausgabe am eigenen Drucker korrigiert wird, damit eine gute Vorschau gedruckt werden kann (mit SpyderPrint zum Beispiel). Genauso brauchen bildgebende Verfahren wie Scanner oder Kameras Profile für den Datenimport in Verarbeitungsprogramme wie Lightroom, damit die kameraspezifischen Eigenschaften automatisch korrigiert werden können (Programme wie DxO für Kameras sind sehr professionell).
Hallo Friedrich,
vielen Dank für das Lob! 🙂
Entschuldige bitte, dass ich erst jetzt antworte, ich war im Urlaub und musste zwischendurch noch meinen Blog retten – ein Update hat ihn zerschossen und für reichlich Arbeit gesorgt.
Ja, das Angleichen des Monitors an das Ergebnis ist sehr suboptimal. Früher behalf man sich in einigen Werbeagenturen damit, als es noch keine Kolorimeter für vertretbare Kosten gab. Da ließ man in einer Druckerei andrucken und stellt den Monitor darauf ein. Totenkopf-Zeichnungen an den Einstellknöpfen sollten dann unbedarfte Praktikanten davon abhalten, die Helligkeit oder andere Parameter zu verändern. 🙂
Sobald man aber eine andere Druckerei brauchte, war man wieder aufgeschmissen. Also, das lassen wir alle mal, ok?!
Was du ansonsten schreibst, stimmt und unterstreicht nur noch mehr, wie wichtig eine Kalibration ist. Deshalb hatte ich diesen Artikel geschrieben.
Na Karsten, Du Vollprofi. Das konntest Du wohl nicht verkraften, das jemand Deine Anleitungen verbessert?
„Da sind die iMacs manchmal beschränkt“. Was ist denn das für eine Antwort? Entweder sind iMacs beschränkt oder nicht. Die iMacs haben die selbe Software im Betriebssystem, wie die Power Pro Macs. Und damit kann man in der Systemeinstellung Monitore die Monitore kalibrieren. Ob das jeder perfekt macht, sei mal dahingestellt. Mit Deinen von Datacolor gesponserten Augenwischereien bestimmt nicht. Sicher ist ein Colorimeter besser, als die Systemapps und professioneller. Wenn der Preis dafür bezahlt wird. Hier suchen Menschen Hilfe, um ihr System besser zu verstehen und bessere Ergebnisse zu erreichen.
Jetzt habe ich gestern mehrere Stunden zu jeder Frage ausreichende Tips gegeben, die von Dir offensichtlich unzutreffend oder gar nicht beantwortet wurden und sehe heute, dass von mir alles gelöscht wurde.
Dazu kann ich nur sagen, dass Du ein Manipulator vor dem Herrn bist. Der „Profi“. Deine Follower haben und bleiben auf ihrem Niveau ohne irgendwelche Erkenntnisse davongetragen zu haben. Das tut mir für die Unwissenden leid, dass sie hier ihre Zeit vergeuden.
Hallo Friedrich,
es gibt keinen Grund, hier persönlich zu werden!
Zum einen hast du meine Anleitungen nicht verbessert. Du hast dich an Kommentaren abgearbeitet und ergänzende Hinweise dazu gegeben. Zum Teil richtig, zum Teil unpassend, denn sie beziehen hier Situationen ein, die eindeutig nichts mit der Situation von Amateurfotografen zu tun haben.
iMacs sind tatsächlich manchmal etwas eingeschränkt in ihren Möglichkeiten. Und da das nicht uneingeschränkt für alle Funktionen gilt, sondern nur hier und da bei genauerem Hinsehen auffällt, habe ich mir erlaubt, so zu antworten. Das ist legitim, hätte doch eine andere Antwort das Problem von Hans-Peter nicht geändert. Stattdessen habe ich mich auf eine Lösung konzentriert.
Außerdem ist es tatsächlich so, dass einige iMacs auch in den Systemeinstellungen eingeschränkte Möglichkeiten bieten. Habe ich genau so bei Kunden erlebt. Ich kann allerdings nicht mehr erinnern, welches Modell es war. Aber wenn dich das nicht schlafen lässt, rufe ich Hans-Peter an – der macht uns sicherlich einen Screenshot.
Ich verbitte mir die Unterstellung, ich sei von Datacolor gesponsert. Ich finde es selbstverständlich, dass ich transparent dazuschreibe, wenn ich Geld für einen Artikel nehme. Dieses Selbstverständnis für Transparenz habe ich hier unter Werbung definiert.
Ja, ein Kolorimeter ist besser, als die Einstellung per Augenmaß. Ich schreibe hier, um Menschen zu helfen. Deshalb habe ich ja auch für all jene, die das Geld eben nicht investieren möchten, auch eine kostenlose Alternative ausführlich erklärt. Das ist dir aber wohl nicht richtig aufgefallen, oder? Zumindest würde das erklären, warum du mir Augenwischerei unterstellst.
Vielleicht ist es deiner Aufmerksamkeit entgangen, aber direkt, nachdem du einen Kommentar schreibst, erscheint der Hinweis Dein Beitrag wartet auf die Moderation. Das ist bei Blog allgemein üblich, um Spammern die Arbeit zu erschweren. Gleichzeitig muss ich aber auch jeden Kommentar händisch freigeben. Doch das tue ich gerne, um meinen Lesern einen interessanten Blog zu bieten.
Deine Kommentare sind sämtlich Sonntagabend nach 19 Uhr eingegangen. Da bitte ich um Nachsicht, dass ich sie nicht sofort beantworte! Zumal der Montag der erste Tag nach meinem Urlaub war.
Ich weiß ja nicht, wie du als „feiner Grafiker“ mit solchen Dingen umgehst – aber bei diesem Timing einen solchermaßen persönlich angreifenden Kommentar zu schreiben, ist nicht gerade fein. Ob meine Leser das nun als schlechte Kinderstube werden, bleibt gerne ihnen überlassen – ich will das nicht werten.
Hier ist also nichts gelöscht worden, denn erst heute hatte ich die Zeit, dir ausführlich zu antworten.
Ich danke dir sogar für deine Ausführungen: Ich freue mich, dass wir jetzt auch deine Meinung hier haben. Ich erlaube mir aber den Hinweis auf einen Best-Practice-Fact: Wenn du etwas im Internet kommentierst, dann tu es, weil du gerne helfen willst. Und tu es nicht, weil du eine Gegenleistung in welcher Form auch immer erwartest. Denn wenn jeder jedem hilft, ist doch allen geholfen, oder?!
Ich danke auch sehr für das Lob: „Manipulator vor dem Herrn“ – das hat mir noch niemand gesagt. Nehme ich gerne an: Wenn ich Menschen, die mir Fragen stellen und die von meinen Antworten offensichtlich profitieren, in Richtung besserer Fotografie und Bildbearbeitung „hinmanipuliere“, dann ist das doch klasse, oder? 🙂
Und den Hinweis, hier würden meine Follower keine Erkenntnisse davontragen, entbehrt jeglicher Grundlage: Im ersten Corona-Lockdown 2020 habe ich 50 Tage lang täglich Aufgaben gestellt und mit vielen Fotografen gemeinsam über die Ergebnisse gesprochen. Das passt doch so gar nicht zu einem fiesen Manipulator, oder?
Ich wünsche dir noch ein gutes Leben, Friedrich. Mach’s gut! 🙂
Hallo Karsten,
ich habe Meinen Desktop Bildschirm und meinen Laptop jeweils mit dem SpyderX kalibriert. Der Desktop Bildschirm zeigt einen perfekten GAMMA Wert von 2,2 gemäß simpelfilter. Aber der Laptop liegt völlig daneben, so bei 1,5, obwohl ich den auch auf 2,2 kalibriert habe. Ist das normal? Oder müsste der Laptop auf der Simpelfilter Seite auch die Gamma Testbilder perfekt anzeigen?
Laptop-Monitore sind oft für Büroarbeit gut genug, für anspruchsvolle Fotobearbeitung aber nicht. Daher kann das durchaus „normal“ sein.
Hallo Karsten,
danke für Deine Erläuterungen, diese sind auch für mich als Laien nachvollziehbar.
Ich habe unsere 2 Monitore nach der visuelle Methode kalibriert und bin (mit mir) teilweise zufrieden.
Da ich einen Monitor zur Hobby-Foto-Nachbearbeitung unter Windows und per Umschalter zur Arbeit (unter Linux System = gesperrt) nutze, suche ich eine elegante (bequeme) Möglichkeit zumindest diesen Monitor per Colorimeter mit dem OSD zu kalibrieren.
Ja ich weiß, es gibt Farbprofile die dabei dann nicht berücksichtigt werden.
Meine Traumvostellung: ein Gerät, welches mir die einzugebenden OSD-Werte vorgibt . . .um den Monitor für verschiedene PCs grundsätzlich (vor-)einzustellen. Gibt es diese Möglichkeit überhaupt?
viele Grüße Frank
Hallo Frank,
mit dem OSD ist ja ein 100%iges Kalibrieren nicht wirklich möglich. Eine grobe Voreinstellung hingegen schon.
Ich wüsste nicht, ob es da was Fertiges gibt – ich denke, eher nicht. Denn das ist schon ein sehr spezieller Ansatz.
Ich muss zugeben, ich musste deine Frage erst dreimal lesen, bevor ich überhaupt einigermaßen verstand, was du dir da wünschst. 😉
Hallo Karsten,
danke für Deine Antwort.
Ich habe den Monitor noch mehrfach nach visueller Methode eingestellt und hoffe eine Balance für die Ansteuerung durch verschiedenen PC’s gefunden zu haben.
Für den Windows-PC – für die Bildbearbeitung – steht ein Kalorimeter auf dem Wunschzettel.
viele Grüße und eine frohe Weihnachtszeit
Frank